Chemie Leipzig zu Gast: Das Grünwalder brennt – vor Leidenschaft

Es war ein besonderes Freundschaftsspiel, das die Menschenmengen am Samstagabend ins ausverkaufte Grünwalder Stadion trieb. Auf Initiative der beiden Fanlager von Chemie Leipzig und den Sechzgern hatten die beiden Regionalliga-Clubs als erstes Testspiel im neuen Jahr einen Benefizkick organisiert – der zu einer großen Fußballparty werden sollte.

Dazu waren viele Leipziger eigens mit einem Sonderzug angereist. Unter dem Motto “Flutlicht für Leutzsch” sollten die Einnahmen den Flutlicht-Projekten beider Vereine, sowie der Münchner Kindertafel gespendet wenden.

Eine Choreographie – zwei Vereine

Es war eisig kalt. Aber das tat der hervorragenden Stimmung keinen Abbruch. Denn die Löwen-Anhänger hatten auf und hinter der Stehhalle etwas Besonderes vorbereitet, um den Spielern und Besuchern einzuheizen: Eine Choreographie, die für beide Clubs gedacht zu sein schien. Denn die Gegengrade des Grünwalder hüllte sich in die Farben Grün und Gold. Einerseits natürlich die Farben von Chemie Leipzig, traditionell aber auch die Farben vom Turn und Sportverein. Zusätzlich hatten die Gästefans eine Choreo vorbereitet. Dazu gab es mit dem Anpfiff ein Feuerwerk. Was für ein Auftakt.

Auftakt nach Maß

Fußballerisch ging es für die Löwen direkt gut los. Bereits in der ersten Spielminute kam Routinier Sascha Mölders nach einem Freistoß völlig frei zum Kopfball und das nur sieben Meter vor dem Gästetor. Aber Leipzigs Sebastian Hey konnte auf der Linie retten. Die Sechzger machten weiter Druck und kamen zu mehreren guten Gelegenheiten in der Anfangsphase. Und sie konnten sich in der fünften Spielminute belohnen: Ugur Türk stand nach einem Eckball von Philipp Steinhart goldrichtig am langen Pfosten und konnte aus wenigen Metern das 1:0 erzielen. Die Gäste kamen erst in der 23. Spielminute zur ersten Gelegenheit, nachdem Pierre Merkel im Zentrum einen Fehlpass von Steinhart abfing. Sein Abschluss aus der Distanz verfehlte jedoch das Ziel.

Die Chemiker kamen langsam besser ins Spiel und so erhielt auch 1860 Schlussmann Marco Hiller die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. In der 25. Minute parierte er einen Schuss aus der zweiten Reihe. Sechs Minuten später rettete er in höchster Not vor Leipzigs Brendan Stelmak. Hiller konnte ihm im Strafraum gerade rechtzeitig den Ball vom Fuß spitzeln. Beide Teams hatten gute Szenen, nur zwingende Torchancen konnte sich keine Seite erarbeiten.

In der Halbzeitpause tauschten beide Trainer komplett durch. Sogar die Torhüter wurden ausgewechselt. Und zunächst passierte in Durchgang zwei nicht viel. Erst in der 69. wurde es noch einmal eng vor dem Tor der Gäste. Leipziger Tim Bunge musste für seinen Torhüter auf der Linie klären. Auf der anderen Seite kamen die Chemiker durch Kind zu einer letzten Gelegenheit (75.). Er traf jedoch aus kurzer Distanz nur Jan Mauersberger, der damit ein Gästetor verhinderte. Ohne weitere große Höhepunkte endete das Spiel 1:0.

Coach Bierofka: “Die kommenden drei Wochen werden hart”

Insgesamt zeigte sich Daniel Bierofka mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: “Wir haben gewonnen, jeder hat 45 Minuten gespielt und keiner hat sich verletzt. Das ist das Wichtigste!“ Trotz einiger Fehler nahm er seine Truppe in Schutz, man stecke schließlich mitten in der Vorbereitung. Kapitän Felix Weber gab gleich die Marschrichtung für die Rückrunde vor: „Wir müssen schauen, dass wir Erster bleiben. Jeder von uns hat das Ziel, aufzusteigen.“

Zum Spielbericht

Zum Autor:

Hier bloggt die News-Redaktion der Bayerischen zu allgemeinen und speziellen Themen rund um Versicherung, Finanzen und Vorsorge aber auch in eigener Sache. Wir wünschen eine spannende und frohe Lektüre!

Hinterlassen Sie einen Kommentar