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  • autonomes fahren

Autonomes Fahren: Wohin fährt der Smart-Auto Algorithmus?

Wer sich einen Chauffeur leisten kann, hat es geschafft. Bequem, schnell und sicher am Zielort ankommen. Schnell? Obwohl viele der Fahrer gut ausgebildet sind und die Stadt meist besser als ihre Westentasche kennen, können auch sie Staus nicht vorhersagen. Smarte Autos können das. Bewegungsmelder, Satelliten, Internet und weitere Assistenzsystemen helfen dabei. Stichwort: Telematik. Autonomes Fahren wird immer attraktiver. Tesla, Daimler, General Motors investieren Millionenbeträge. Doch wem gehören die ausgewerteten Daten des Algorithmus? Die Politik fordert Transparenz und Reglements.

Autonomes Fahren: Keine Idee der Zukunft mehr

Die Fachleute sprechen hier konkret von Verkehrstelematik. Diese beschäftigt sich mit der Erfassung, Verarbeitung und Darstellung von Daten zu Fahrzeugen. Die Software unterstützt und koordiniert innerhalb von oder zwischen Verkehrssystemen wie Straßen-, Schienen-, Schiffs- und Luftverkehr. Laut dem Markt- und Industrie-Index, durch Roland Berger, der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen ermittelt, sind deutsche Unternehmen führend auf dem Gebiet für autonome Fahrzeugtechnologie.

Länder AV Index gesamt Industrie Markt
Deutschland 3,2 3,4 3,1
USA 3,2 2,9 3,6
Schweden 2,4 2,4 2,5
Großbritannien 1,9 1,6 2,2
Japan 1,7 2,4 0,8
Frankreich 1,1 2 0,3
China 1,4 1,4 1,4
Italien 0,7 1,2 0,3
Südkorea 1,6 1,8 1,4

Außerdem wird das Marktpotenzial für neue Hardware- und Software durch das autonome Fahren wird bis zum Jahr 2030 auf rund 40 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Quadratisch, praktisch, autonom

So kündigte der Zulieferer Continental in einer Pressemitteilung an, bereits erste Tests und Feldversuche mit dem Roboter-Taxi CUbE zu machen. Autonomes Fahren für Jedermann. Das Unternehmen will die fahrerlose Mobilität, insbesondere in Städten ermöglichen. Mit dem CUbE (Continental Urban mobility Experience) genannten Fahrzeug wird ein Erprobungsbetrieb am Frankfurter Standort aufgenommen.

Was gab es zuerst: Algorithmus oder Mensch?

Algorithmen sind angewandte Mechanismen, die zu einem bestimmten Ergebnis führen. Wenn der Koch seinen Teig mischt oder ein Journalist seinen Artikel verfasst, dann geschieht das aufgrund seines Wissens, seiner Erfahrungen. Er verwendet in dem Sinne „Algorithmen“.

Digitale Algorithmen haben den Vorteil tausende Daten gleichzeitig auswerten zu können. Dies steigert die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges des angestrebten Ergebnisses. Doch so wie aufregend und zukunftsweisend derartige technologische Fortschritte auch sein mögen. Sie bieten große Gefahren. Hacking, Manipulation, Kontrollverlust. Letzteres lässt sich auch heute bereits ausmachen. Denn jeder Einzelne ist heute von algorithmisch gesteuerten automatisierten Entscheidungsprozessen betroffen. Smartphones, Fitness-Gadgets, Projektmanagement- und Aufgabenverwaltungsprogramme kennen unsere Termine, zukünftige Verabredungen, Schlaf- du Aufstehrhythmus, Stärken und Schwächen. Hacker und Tunichtgute hätten die Möglichkeit in das System einzudringen und unsere Entscheidungen zu ihren Gunsten manipulieren. Und das zudem noch unbemerkt.

Automatisierte Entscheidungsfindung

In Amerika läuft die Debatte über die Gefahr des durch Algorithmen beeinflussten Menschen unter dem Begriff Automated Decision Making (ADM). Auch in Deutschland ist das Thema der automatisierten Entscheidungsfindung angekommen. So betonte der Justizminister Heiko Maas die Gefahr, dass Algorithmen…

„… menschliches Verhalten auf vorbestimmte Bahnen lenken können und damit die Selbstbestimmung und Handlungsfreiheit des Einzelnen einschränken.“

Seit Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler und Datenschützer mit der Frage: „Wie objektiv und neutral Algorithmen arbeiten? Wie voreingenommen kann ein Code sein?”
Alleine wenn es um gesellschaftliches Miteinander, Kommunikation und soziale Medien geht, sind Algorithmen nicht unbedingt neutrale Verfahrensanweisungen. So ist der erste Treffer in der Google-Suche, nach objektiven Gesichtspunkten, nicht unbedingt der beste. Sondern zumeist der am häufigsten Geklickteste.

Die Brisanz: Solche Daten (Tempo, Fahrverhalten, Uhrzeiten, Standorte von benutzen Parkplätzen) könnten dazu missbraucht werden ein Verhaltensmuster eines konkreten Menschen zu erstellen. Und ihn zu manipulieren. Die Lösung können Cyberversicherungen sein. Denn diese Zusatzversicherung – zumeist noch für Unternehmen –  decken die Schäden im Zusammenhang mit Hacker-Angriffen oder sonstigen Akten von Cyberkriminalität ab.

Bild: ©vege

Zum Autor:

Hier bloggt die News-Redaktion der Bayerischen zu allgemeinen und speziellen Themen rund um Versicherung, Finanzen und Vorsorge aber auch in eigener Sache. Wir wünschen eine spannende und frohe Lektüre!

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