„Die Umstrukturierung ermöglicht eine völlig neue Zusammenarbeit“

  • Maximilian Buddecke. Leiter Partner- und Kooperationsvertrieb

Aus der Organisationseinheit Maklervertrieb wird der „Partner- und Kooperationsvertrieb“. Aber was ändert sich damit? „Die Gebiete der einzelnen Vertriebsdirektionen werden nach Postleitzahlenregionen neu aufgestellt und erweitern sich damit. Dadurch ändert sich auch die Zuordnung der Betreuer, welche nun Regionalleiter genannt werden. Des Weiteren statten wir unsere neuen Regionalleiter mit umfangreichen Entscheidungskompetenzen aus, so dass Sie spürbar einen Mehrwert liefern können “, so Maximilian Buddecke, Leiter des neuen ausgeweiteten Vertriebswegs, im Interview. Welche Herausforderungen stehen nun bevor? Und wie sieht die neue Strategie aus?

Redaktion: Herr Buddecke, seit dem 1. Februar 2018 wird aus der OE Maklervertrieb schrittweise der „Partner- und Kooperationsvertrieb“. Was war der Anlass für die Umorganisation?

Maximilian Buddecke: Wir haben uns die Herausforderungen der Zukunft angeschaut und betrachtet, wie sich der Markt verändert. Seit 160 Jahren stellen wir uns diesem Markt und wollen auch in Zukunft wachsen. Hierbei setzen wir weiterhin auf die persönliche Beratung und unsere Vertriebspartner. Mit der jetzigen Strategie wollen wir einen Schritt weitergehen: Wir wollen die Effizienz steigern, in den Service investieren und diesen für unsere aktiven Partner weiter verbessern. Dies setzt aber auch voraus, dass wir alte Strukturen lösen und neue Denkweisen zulassen, wie zum Beispiel die Steuerung der Betreuer, den Service für Partner von Verbänden und Pools oder aber auch die Bewertung unserer eigenen Arbeit.

Redaktion: Inwiefern ist dieser Service für Makler eine Herausforderung?

Maximilian Buddecke: Die Steuerung der Maklerbetreuer hat bis vor Kurzem über den Umsatz einer jeweiligen Vermittlernummer stattgefunden. Bei Poolpartnern und ähnlichem gibt es diese Vermittlernummer allerdings nicht. Man hat lediglich den Pool in der Kopfbetreuung und kennt die Partner unter Umständen überhaupt nicht.

Wenn beispielsweise ein Vermittler in Rostock, der über einen Pool in München ein Geschäft einreicht, ein Problem hat, müsste der Betreuer von München nach Rostock reisen, um ihn vor Ort betreuen zu können. Bedenkt man die Reisezeit, ist dieses Szenario ineffizient und für alle Seiten wenig vorteilhaft.

Um dem entgegenzuwirken, wurde ein Regionalprinzip eingeführt. Unsere Regionalleiter sind nun für alle Vermittler in der jeweiligen Postleitzahlregion zuständig, sofern diese eine aktive Partnerschaft mit uns leben. Darüber hinaus werden wir auch verstärkt die Videoberatung und Webinare einsetzen, so dass kleine „Herausforderungen“ schnell gelöst werden können.

Redaktion: Wie kommt es zu dieser Namensänderung bei den Betreuern?

Maximilian Buddecke: Unsere Regionalleiter sind heute schon mehr als „nur“ Betreuer. Unabhängig davon will ein Makler ja auch nicht „betreut“ werden. Ein Regionalleiter ist für den Ausbau der Region zuständig und repräsentiert die Bayerische vor Ort. Er soll etwas voranbringen, Beziehungen zu Vermittlern herstellen, sie unterstützen, Probleme lösen aber auch als Berater und Sparringspartner dienen. Wir wollen die Partner stärker unterstützen, welche mit uns aktiv zusammenarbeiten und dies unabhängig von dem Kanal.

Redaktion: Wie sieht die neue Strategie aus? Was ändert sich konkret?

Maximilian Buddecke: Einerseits ändert sich der organisatorische Aufbau: Aus vier Maklerdirektionen werden drei Vertriebsdirektionen für die Betreuung unserer Makler, kleinerer Mehrfachagenten und Pools mit den jeweiligen Regionalleitern. Die MD Ost wurde aufgelöst und die Region wurde in die Vertriebsdirektionen Nord, Mitte und Süd aufgeteilt. Die Direktion Nord leitet Mathias Clemens, Björn Fischer leitet die Direktion Mitte und die Direktion Süd wird von Daniel Regensburger verantwortet.

Zusätzlich dazu gibt es die Vertriebsdirektion Key Account (KAM) unter der Leitung von Thorsten Affeld, die für unsere großen Vertriebe verantwortlich ist. Außerdem gibt es die Vertriebsdirektion Banken unter der Leitung von Volker Eisele mit der Aufgabe, Banken als Vertriebspartner zu gewinnen. Des Weiteren gehören die Pangaea Life GmbH und die Asspario AG zum Partner- und Kooperationsvertrieb.

Unterstützt werden die Einheiten durch unser Makler-Dienstleistungs-Center unter der Leitung von Dominik Brandt, unserer Underwriting Einheiten und einem Vertriebs-Service-Center für Angebotsanfragen, Bestands- und Tarifauskünften.

PKV Team: Partner- und Kooperationsvertrieb die Bayerische

Das Führungsteam des Partner- und Kooperationsvertriebs (von links: Thorsten Affeld, Maximilian Buddecke, Björn Fischer, Uwe Mahrt, Mathias Clemens, Dominik Brandt, Daniel Regensburger, Volker Eisele)

Anderseits stellt unsere neue Strategie auch höhere Anforderung an uns und unsere Mitarbeiter dar. So erhöhen wir auf der einen Seite die Entscheidungskompetenzen der Regionalleiter, so dass sie direkt vor Ort Entscheidungen treffen können und auf der anderen Seite führen wir Schulungen mit schriftlichen Qualifikationstests durch, damit wir auch wirklich fachlichen Support leisten können.

Redaktion: Was ändert sich nach der Umorganisation konkret für die Betroffenen?

Die Gebiete der einzelnen Vertriebsdirektionen wurden nach Postleitzahlenregionen neu aufgestellt.

Maximilian Buddecke: Die Gebiete der einzelnen Vertriebsdirektionen werden nach Postleitzahlenregionen neu aufgestellt und erweitern sich damit. Dadurch ändert sich auch die Zuordnung der Betreuer. Die Betreuung weitet sich dann auf jeden Partner in der Postleitzahlregion aus, unabhängig davon, ob eine direkte Anbindung besteht oder nicht.

Für die Vertriebspartner heißt dies, dass sie in ihrer Region immer einen konkreten Ansprechpartner vor Ort haben. Falls dieser noch nicht bekannt ist, so ist er über unsere Beraterhomepage unter der Rubrik Kontakt ganz leicht zu finden. Eine Terminanfrage ist dort übrigens ebenfalls zusätzlich möglich.

Redaktion: Wie werden die Leistung und der Erfolg gemessen?

Maximilian Buddecke: Die Ziele sind auf den gesamten Partner- und Kooperationsvertrieb umgelegt. Somit hat jeder das gleiche Ziel, nämlich das Gesamtziel. Hierbei stellen wir uns ein Stück weit der Bewertung von Partnern und Vermittlern, die wir betreuen und mit denen wir Geschäft machen. Wir wollen uns anhand derer Bewertung messen lassen. Dies werden wir im Rahmen von Umfragen direkt nach einem Termin realisieren. Zusätzlich werden wir unseren Service im Rahmen von Halbjahresumfragen messen.

Redaktion: Wie ist die Resonanz unter den Kollegen?

Maximilian Buddecke: Sehr positiv. Die Umstrukturierung ermöglicht völlig neue Dimensionen der Zusammenarbeit – auch im Team. Leute können sich gegenseitig unterstützen und jeder kann sich auf die eigenen Stärken fokussieren. Zudem werden in vielen Bereichen Reisezeiten und -tage verringert, was wiederum mehr Zeit freiräumt für die Unterstützung der Partner.

Herr Buddecke, vielen Dank für das ausführliche Gespräch!

Titelbild & Beitragsbilder: © die Bayerische

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