Die Zahnspange: Von der „Schneekette“ zum “Must-have”

Von | 2018-08-07T16:34:01+00:00 7. August 2018|Tags: , |
  • Luxusgut Zahnspange

„Wenn Leute mich attraktiv finden, zeige ich ihnen Bilder von mir mit Zahnspange, dann geht es ganz schnell wieder“, Tee Im auf Twitter.com, 08. Okt. 2017

Es ist noch nicht lang her, da gab es auf deutschen Schulhöfen zwei K.O.-Kriterien im Sozialgefüge pubertierender Jugendlicher: die Brille und die Zahnspange. Fehlsichtigkeit und schiefe Zähne in Kombination bedeuteten für Betroffene nur eines: Ausschluss aus dem Kreis derer, die in der Schulhof-Hierarchie das Sagen hatten. Und heute? Was früher von der Norm abwich, hat sich heute zum Modetrend entwickelt. Besonders Zahnspangen haben ihren Schrecken verloren und gelten selbst unter Hollywoodstars als attraktives Mode-Statement. Vorbei die Zeiten in denen sich Schüler beim Reden peinlich die Hand vor den Mund hielten um ihre „Schneeketten“ vor fremden Blicken zu bewahren. Stars wie Justin Bieber oder Miley Cyrus haben ihr ein neues Image verpasst. Denn jahrelang lächelten sie stolz und verdrahtet in jede Kamera. Fast jeder zweite Schüler trägt dieser Tage seine Zahnspange mit Stolz. Und mitunter zu einem stolzen Preis.

Mit Bling-Bling zu mehr Erfolg

Hollywood-Star Tom Cruise trug mit 39 Jahren noch eine Zahnspange, dank der er heute wohl mit noch mehr Gage pro Film rechnen darf. Sänger wie Justin Bieber oder Miley Cyrus standen öffentlich zu ihrer Imperfektion und ließen regelmäßig ihre Spangen blitzen. Superstar Madonna hatte zwar mit keiner Fehlstellung zu kämpfen, das hielt sie allerdings nicht davon ab die Zahnspange als modisches Accessoire zweckzuentfremden. Welches Modell darf es also für den Spross sein? Natürlich jenes, das Justin Bieber getragen hat. Das günstige Kassenmodell wird den Ansprüchen Heranwachsender sicherlich nicht gerecht. Die denkbar schlechteste Verhandlungsbasis zwischen Eltern und ihren Kindern.

Schöne Zähne: Ausdruck für Gesundheit und Erfolg

Stellen Kieferorthopäden eine Fehlstellung der Zähne fest, führt kein Weg an einer Spange vorbei – sie wird zum echten „Must-have“. Aus gutem Grund. Ein markanter Überbiss oder schiefe Zähne sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sie können ernstzunehmende gesundheitliche Folgen wie Kariesbildung nach sich ziehen. Außerdem können Entzündungsherde im Mundraum den gesamten Organismus des Betroffenen beeinträchtigen.

Gesunde Zähne erleichtern das Leben – sowohl beruflich als auch privat. Ein strahlendes Lächeln, wirkt auf das Gegenüber kompetent, intelligent und psychisch stabil. Zu dieser Erkenntnis gelangte der Forscher Tim Newton vom King’s College London in seiner aktuellen Studie. Ein ähnliches Ergebnis wies die Umfrage der Initiative ProDente aus. Für jeden fünften Deutschen sind schöne Zähne beim Erstkontakt entscheidend. 85 Prozent der Teilnehmer sind überzeugt, dass ein schönes Lächeln mehr Erfolg im Berufsleben verspricht.

Wer schön sein will, muss zahlen

Das durchsichtige Modell von Justin Bieber soll es also sein? Dann müssen Eltern tief in die Tasche greifen, denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt in diesem Fall nur für die Standard-Ausführung (ab KIG 3), also sehr wenig. Denn seit 2005 zahlen die gesetzlichen Krankenversicherungen nur noch für die Regelversorgung. In puncto Zahnspange heißt das: „Zweckmäßig, ausreichend und wirtschaftlich.“ Mehr ist einfach nicht drin. Für bessere Techniken und Materiealien sowie eine schonendere Behandlung fallen also Mehrkosten an, die Eltern tragen müssen. Ebenso ist der Grad der Fehlstellung ausschlaggebend. Standardleistungen erhalten gesetzlich versicherte nämlich nur bei den Schweregraden KIG 3 bis KIG 5. Also bei einer deutlichen Fehlstellung der Zähne:

  • KIG 3: zum Beispiel bei einem offenen Biss von zwei bis vier Millimetern oder einem Deckbiss bis drei Millimeter
  • KIG 4: bei einem Überbiss von sechs bis neun Millimetern, einer Durchbruchstörung oder einem einseitigen Kreuzbiss
  • KIG 5: extreme Anomalien wie die Verlagerung von Zähnen oder die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte

Leistungen für die Schweregrade KIG 1 und KIG 2 werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen. Erwachsene sind ohnehin von den gesetzlichen Leistungen ausgeschlossen.

Versicherte der Bayerischen erhalten bei den Tarifen ZAHN Komfort und ZAHN Prestige je nach Vorleistung der GKV 80 bis 100 Prozent (maximal 2.000 Euro) der kieferorthopädischen Behandlungskosten erstattet. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Wer sich für ZAHN Prestige entscheidet, profitiert sogar ohne Wartezeiten von den Leistungen der Zahnzusatzversicherung der Bayerischen.

Titelbild: ©nuzza11 / fotolia.com

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