Digitalisierung: Die Bayerische goes Amazon

  • Geschaeftsmodelle

Vertreibt der Online-Gigant künftig etwa die Produkte der Bayerischen? Keinesfalls! Er dient viel mehr als Namensgeber für unser aktuelles Projekt. Im Fokus: Amazons Kundenausrichtung. Allerdings wird das keine schlichte Kopie.

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Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender

Der neue Ansatz: „Wir richten uns komplett nach dem Endkunden aus“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Herbert Schneidemann.

Grund für das ambitionierte Projekt sind aktuelle Umbrüche in der Versicherungsbranche, die die Versicherer dazu zwingen, sich mit der Digitalisierung, mit Prozessoptimierung und neuen Geschäftsmodellen zu beschäftigen. Gemeinsam mit den Berater-Profis von KRUPS Consultants, Rainer Meyer und Dr. Stefan Krämer, möchte die Bayerische mit neuen Geschäftsmodellen durchstarten. Doch was steckt hinter dem Projekt?

Der Kunde im Zentrum

Hinter dem Projekt steckt die Überzeugung, dass Versicherer im digitalen 21. Jahrhundert nicht verschwinden müssen. Auch nicht neben der Konkurrenz aus InsurTechs und Vergleichsportalen. Solange sie sich anpassen. Und um jene „Daseinsberechtigung“ zu behalten, braucht die Bayerische: Klar definierte Ziele und kundenorientierte Lösungen. So werden bestehende Geschäftsmodelle noch zielgerichteter und fokussierter auf den individuellen Kunden ausgerichtet.

Auch wird überprüft, wie zukunftsfähig bestehende Modelle noch sind. Nicht zuletzt deshalb, da die Internetnutzung in den letzten Jahren deutlich zugelegt hat. So nutzten laut ARD/ZDF-Onlinestudie (2017) 62 Millionen Personen in Deutschland das Internet. Somit stieg der Anteil der Onliner in Deutschland um 89 Prozent.

Daher wird das neue Projekt aus drei Bereichen bestehen:

  1. Normatives Modul mit Vision und Kultur
  2. Strategisches Modul mit Zielen und Geschäftsmodellen
  3. Operatives Modul mit Prozessen und Organisation

Die ersten Schritte Richtung Zukunft

Geschäftsmodelle umstrukturieren, Neuausrichtung der Kunden durchsetzen und den digitalen Herausforderungen begegnen. Das Projekt ist ambitioniert. Und doch sind bereits erste konkrete Maßnahmen umgesetzt worden.

So wurden zusätzlich rund 30 neuen Mitarbeitern (teilweise als Nachfolge, teilweise als Zusatzeinstellung) eingestellt und Investitionen im Bereich Prozessoptimierung und IT-Infrastruktur getätigt. Nichtsdestotrotz war und ist es nie das Ziel des Projektes gewesen, eine simple Kopie der Amazon-Kundenkommunikationsstrategie zu sein. Oder „perfekte“ Prozesse, Geschäftsmodelle oder eine „perfekte“ Kultur zu etablieren.

Das große Ziel ist: Teilschritte einzuleiten. So können sich unsere Mitarbeiter die modernen Methoden aneignen und das neue Wissen und die neuen Fähigkeiten anschließend an alle Kolleginnen und Kollegen der Bayerischen und darüber hinaus weitergeben. Egal, ob aus dem Innen- oder Außendienst.

Titelbild: © Voy_ager/ Fotolia.com

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Hier bloggt die News-Redaktion der Bayerischen zu allgemeinen und speziellen Themen rund um Versicherung, Finanzen und Vorsorge aber auch in eigener Sache. Wir wünschen eine spannende und frohe Lektüre!

Ein Kommentar

  1. Björn Fleck 10. September 2018 um 17:29 Uhr - Antworten

    Die Bayerische hat schon in den letzten Jahren ihre Innovationskraft gezeigt und stellt sich der Herausforderung. Das ist mehr als andere Versicherer. Es bleibt ein interessantes Projekt, denn die Schwierigkeiten kommen bei der Verbindung zwischen alt und neu. Viel Erfolg bei der Bewältigung diese Aufgabe.

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