Junge Kunden verstehen: Das digitale Leben der Anderen

  • Junge Kunden

Junge Menschen haben naturgemäß erst wenige Berührungspunkte mit Versicherungen gesammelt. Während der Ausbildung sind sie häufig noch über die Familie versichert. Aber spätestens mit dem Start ins Berufsleben kommt das Thema auf.

Wir sind Legion

Dabei ist die Zielgruppe „junge Menschen“ laut dem Statistischen Bundesamt groß. 8,3 Millionen Schüler besuchen in Deutschland allgemeinbildende Schulen. 2,5 Millionen junge Menschen besuchen eine Berufsschule. 2,8 Millionen Deutsche sind an Hochschulen immatrikuliert. Nicht zu vergessen: Alle Berufseinsteiger. Aber wie komme ich an diese riesige Zielgruppe heran?

Die Smombie-Apokalypse ist da

Dazu muss ich erstmal wissen, wen ich da überhaupt vor mir habe. Die Gen Z wuchs mit dem Smartphone auf. 98 Prozent der europäischen Jugendlichen zwischen 16 und 20 besitzen eines. Für 63 Prozent ist es das wichtigste Gerät zur Internetnutzung. Das geht aus einer Erhebung des GlobalWebIndex hervor. Auch ihre Vorgänger aus der Gen Y verzichten nur selten auf die „Lebensfernbedienung“. Nicht umsonst gewann die Wortkreation aus Smartphone und Zombie, „Smombie“, 2015 die Wahl zum „Jugendwort des Jahres“.

„Ich bin im Netz Bruder 24/7“

Etwas mehr als die Hälfte aller Deutschen zwischen 18 und 34 würden eher ihren Geldbeutel zuhause lassen als ihr Smartphone. In Anbetracht der kaum ausgeprägten digitalen Zahlungsoptionen in Deutschland ist das erstaunlich. Aber die nächste Zahl aus der Studie von LIVEPERSON erklärt dieses Ergebnis vielleicht: 49,9. Das ist der prozentuelle Anteil der gleichen Alterskohorte, der tagtäglich mehr digital kommuniziert als „in-real-life“. Persönliche Gespräche sind ja sowas von out. Müssten junge Leute entweder auf die Telefonier-Funktion oder auf Instant Messaging verzichten, würden 60 Prozent nicht mehr telefonieren.

Nicht ohne mein Smartphone

In jeder Lebenslage begleitet das Smartphone die Gen Z und die Millennials. Wortwörtlich. 70 Prozent schlafen mit ihrem Handy in Griffnähe. 65 Prozent nehmen es mit aufs stille Örtchen. 52 Prozent checken es, wenn sie mitten in der Nacht kurz wach werden. Und auch in Menschenmengen hängen 48 Prozent am kleinen Bildschirm.

Da sein, wo der Kunde ist

Maximilian Buddecke. Leiter Partner- und Kooperationsvertrieb

Maximilian Buddecke. Leiter Partner- und Kooperationsvertrieb

Wer diese Zielgruppe erreichen will, muss also digital kommunizieren. Dazu gehören auch technische Hilfsmittel wie Videoberatung oder Instant Messaging. Ebenso führt kein Weg an Social Media vorbei. Hier können Makler etwa mit Fallbeispielen aus ihrer Beratungspraxis zeigen, was sie für ihre Kunden leisten. Oder mithilfe von Erklär-Videos potenzielle Kunden aufmerksam machen.

Maximilian Buddecke, Leiter Partner- und Kooperationsvertrieb der Bayerischen empfiehlt: „Bieten Sie dort Hilfe an, wo das Problem entsteht. Etwa in Gruppendiskussionen auf Facebook. Oder bieten Sie anlassbezogene Hilfe bei Problemen, welche nicht unmittelbar mit Versicherungen zu tun haben. Beispielsweise Checklisten für einen Umzug. Oder ‚was muss ich bei meinem ersten Auto beachten?’“.

Der Kauf ist Synthese

Aber, und jetzt wird es spannend: In Sachen Kauf wünschen sich 61 Prozent der Jungen einen Mix aus digital und persönlich. Ein Viertel wünscht sich den Kauf im Gespräch mit einer anderen Person. Nur 14 Prozent bevorzugen einen rein digitalen Abschluss. Die Digitalisierung verändert eben viel. Aber längst nicht alles.

Für interessierte Vermittler bietet die Bayerische jetzt das Webinar “Generation Y + Generation Z – oft angestrebt selten erreicht.” an. In diesem erklärt Tom Wonneberger von der PROGRESS Finanzplaner, wie die Ansprache richtig gelingt. Der nächste Termin ist am 20. September 2018. Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Titelbild: ©JackF / fotolia.com

Beitragsbild: ©die Bayerische

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Hier bloggt die News-Redaktion der Bayerischen zu allgemeinen und speziellen Themen rund um Versicherung, Finanzen und Vorsorge aber auch in eigener Sache. Wir wünschen eine spannende und frohe Lektüre!

2 Comments

  1. […] der digitale Trend weckt Aufmerksamkeit. Vor allem bei einer Zielgruppe, der Generation Y (zwischen 16 und 36 Jahren).  So gaben 94 Prozent der unter 29-jährigen an, sich bereits über […]

  2. […] Medienverhalten, Kaufverhalten und Kommunikation: Wie ticken Generation Z und Generation Y? An welchen Medien führt kein Weg vorbei? „Bieten Sie dort Hilfe an, wo das Problem entsteht, etwa in Gruppendiskussionen auf Facebook“, so Maximilian Buddecke, Leiter Partner- und Kooperationsvertrieb der Bayerischen. Weitere Tipps, wie Sie die potenziellen Neukunden erreichen, gibt es hier. […]

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