Winter Unfallland: Diese drei Versicherungen lassen Sie nicht kalt

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Heftige Schneefälle, Lawinengefahr, Glatteis und geschlossene Schulen. Auch wenn der Schneefall und die damit verbundenen Einschränkungen und Gefahren allmählich nachlassen, lauern während der kalten Jahreszeit viele Gefahren und Risiken. Egal ob im Skiurlaub auf der Piste, auf der Straße oder sogar im eigenen Haus.

Um nicht kalt erwischt zu werden, bringen diese Versicherungen jeden sicher durch den Winter.

Winterdienst und Verletzungen

Die kalte Luft, die erfrischend um die roten Wangen spielt, der feste Schnee, der unter den Schuhen knirscht und die Schneeflocken, die alles in behagliche Ruhe hüllt: Erst mit Schnee ist der Winter ein echter Winter. Gleichzeitig aber bringt er ganz besondere Risiken für Fußgänger und Autofahrer mit – und auch für Hausbesitzer und zuweilen Mieter. Denn diese sind dafür verantwortlich, dass die Gehwege vor ihrem Haus frei sind und keine Rutschgefahr besteht. Sollten Mieter oder Hausbesitzer den Schnee nicht ausreichend räumen und es verletzt sich jemand, kann es teuer werden. Das Beispiel aus Lindau zeigt auf, wie plötzlich hereinbrechendes Schneechaos örtliche Winterdienste überfordern kann.

Denn der Winterdienst in Lindau kam nach dem Schneechaos Anfang Januar kaum hinter den Schneemassen her. Viele Nebenstraßen waren auch nach Ende des Schneefalls lange nicht befahrbar.

Der Bürgermeister Karl Schober (CSU) ist laut schwäbische.de zwar froh, dass es keine größeren Unfälle gab, zeigt jedoch auch Enttäuschung über die nur schleppend laufenden Räumungen. „Das ist ein Armutszeugnis. Das zeigt, dass das ganze System bei uns nicht passt“.

Der Grund: Zu wenig Personal oder zu wenige Räumungsmaschinen? Weder noch, sagt Uli Kaiser (BL). Angesichts solcher Wetterverhältnisse hält er die Kritik des Bürgermeisters für fehl am Platz.

„Das war eine Ausnahmesituation. Ich kann mich nicht an so viel nassen Schnee erinnern“, so Kaiser.

Sollte eine Person durch Glätte vor dem Haus stürzen und zu Schaden kommen, so können Schadenersatzforderungen auf den Hausbesitzer zukommen. Oder auf den Mieter, sollte im Mietvertrag festgelegt sein, dass er stattdessen die Räumarbeiten übernehmen soll. In solch einem Fall sichert die Privathaftpflichtversicherung ihn gegen Schadensersatzansprüche ab. Handelt es sich um Mietshäuser, springt die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung des Eigentümers ein. Wer als Mieter den Schneeräumdienst übernimmt, ist ebenfalls durch eine private Haftpflichtversicherung geschützt.

Auto und Schnee

Kälte, schlechte Sicht und eine Grundmüdigkeit machen das Autofahren im Winter oft zur Herausforderung. Die Straßen sind glatt und unübersichtlich, der Nahverkehr ebenso wie die Autobatterie streiken und mancherorts sind sogar Schneeketten vonnöten. Dem Statistischen Bundesamt zufolge starben im Jahr 2015 etwa 200 Menschen aufgrund von Witterungseinflüssen. 20.000 weitere verletzten sich.

Nebst vorsichtigerer Fahrweise und einer bestehenden Autoversicherung ändert sich im Winter für Autofahrer nicht viel. So reguliert die Kfz-Haftpflichtversicherung Schäden beim Unfallopfer. Am eigenen Auto springt die Vollkaskoversicherung ein. Warnung: Wer keine Winterreifen nutzt, muss mit Leistungskürzungen rechnen.

Après-Ski, kein Abriss-Ski

Wer es eher sportlich mag, für den hält der Winter Ski, Snowboard oder Schlittenfahrten bereit. Aber auch hier müssen Pistenliebhaber und Schneeschichtenschieber aufpassen. Damit es nicht zu solchen – zwar spektakulären aber dennoch gefährlichen – Aufnahmen kommt.

Entstanden sind die Aufnahmen bei einer Rettungsaktion im Anterne-Pass, nahe der französischen Gemeinde Passy. Ein verletzter Skifahrer steckte in einer Höhe von 2.000 Fuß in den französischen Alpen fest und musste geborgen werden. Da es offensichtlich keine andere Möglichkeit zur Rettung gab, entschloss sich der Pilot den Verletzten mithilfe des sogenannten “Pinnacle-Manövers“ zu bergen. Dabei setzt der Pilot die Hubschrauber-Nase auf und hält die Maschine im gleichmäßigen Schwebeflug.

Laut dieversicherer.de verletzen sich 40.000 Skifahrer pro Jahr. Wer also bei körperlichen Schäden von Schulter, Kopf und Rumpf abgesichert sein möchte, braucht eine private Unfallversicherung. Wer nicht nur an sein Wohl, sondern auch an das seiner Mitmenschen denkt, greift zur Haftpflichtversicherung. Ein Muss? Durchaus, doch verzichtet immer noch jeder sechste Haushalt in Deutschland laut dem Statistischen Bundesamt auf die Police.

Winter-Wonder(aus)land

Wer zusätzlich den Winterspaß in Österreich, der Schweiz oder anderswo sorglos genießen möchte, sollte unbedingt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen. Nicht nur, um im Notfall die Behandlungskosten nicht selbst zahlen zu müssen. Auch für den medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland.

Titelbild: © JFL Photography/ Fotolia.com

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