Neue Bedrohungen sorgen bei deutschen Unternehmern für Nervosität. Um welche es sich dabei handelt, hat ein deutscher Versicherer in einer aktuellen Studie erforscht. Unter anderem ist die Furcht vor dem Klimawandel so groß wie nie zuvor.

Infografik: Wie wird 2020? | Statista

Quelle: Statista

Druck durch den Klimawandel

Eine Einschätzung, die auch das World Economic Forum teilt. Im „Global Risks Report 2020“ stehen extreme Wetterereignisse auf dem ersten Platz der fünf wahrscheinlichsten Risiken der nächsten Dekade. Darunter sind etwa Sturmfluten oder Stürme aufgelistet. Auch führt der Risk Report Cyber-Angriffe und den Zusammenbruch wichtiger digitaler Infrastrukturen als ein Risiko auf. Und auch auf dem Weltwirtschaftsgipfel von Davos stand das Thema Klimawandel ganz oben auf der To-Do-Liste.

„There is mounting pressure on companies from investors, regulators, customers, and employees to demonstrate their resilience to rising climate volatility.“ – John Drzik, Chairman von Marsh & McLennan Insights, in einer Pressemeldung

Deutschland hat Angst vor Betriebsunterbrechung

In der deutschen Wirtschaft ist dagegen die Angst vor Betriebsunterbrechung besonders groß. Mit 55 Prozent gab mehr als die Hälfte der befragten Unternehmer die Betriebsunterbrechung als gefährlichstes Risiko an. Direkt darauf folgten Cyber-Vorfälle (44 Prozent), zu denen Cyberkriminalität und IT-Ausfall gehören. Weiterhin fürchten sich deutsche Unternehmer vor rechtlichen Veränderungen, darunter fallen etwa Wirtschaftssanktionen. Lediglich 17 Prozent der deutschen Unternehmer gaben an, sich wegen Naturkatastrophen zu sorgen. Mit einem Blick auf den Weltrisikobericht von 2018 wird klar, warum: Deutschland weist allgemein ein niedriges Risiko für Naturkatastrophen auf. Im internationalen Vergleich steht das Land auf Platz 155 von 171. Das berichtet der Spiegel. Interessanterweise ist die Angst vor neuen Technologien in Deutschland größer (Platz 7) als weltweit (Platz 9).

Die Summe des Ganzen

Allerdings bedeutet die hohe Zahl der Unternehmer, die sich vorrangig vor Betriebsunterbrechung sorgen, nicht die Nicht-Beachtung anderer Risiken. Im Gegenteil. Denn Betriebsunterbrechung ist kein alleinstehendes Risiko, vielmehr das mögliche Resultat anderer Risiken. So kann sie etwa die Folge eines Brands in den Räumlichkeiten des eigenen Unternehmens sein. Zu den häufigsten Auslösern von Betriebsunterbrechung gehören außerdem Unwetter und Naturkatastrophen oder Cyber-Angriffe. Alle drei Auslöser sind auch im Risk Barometer zu finden. Auf unserem Blog haben wir weitere Details zu den Gründen von Betriebsunterbrechung zusammengetragen.

Angst vor dem Klimawandel

Bei einem weiteren Blickwinkel verschieben sich die größten Ängste ein wenig. Global liegt nämlich Cyber-Kriminalität auf dem ersten Platz (39 Prozent). Erst danach folgen Betriebsunterbrechung (37 Prozent), rechtliche Veränderungen (27 Prozent) und Naturkatastrophen wie Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben (21 Prozent). Der Klimawandel hat es zum ersten Mal in die zehn größten Risiken geschafft und liegt auf dem siebten Platz: 17 Prozent aller Unternehmer weltweit nannten ihn als Risiko.

Zwei Tarife gegen Betriebsunterbrechung

Sollte der Betrieb eines Gewerbetreibenden lahm liegen, ist guter Rat teuer. Ohne Produktion gibt es bekanntlich kein Einkommen. Dieses gilt es dementsprechend zu versichern. Darum bietet Bayerische mit der BusinessSelect und der BusinessAll-Risk zwei Policen an, die viele Auslöser Betriebsunterbrechungen absichern. Der BusinessSelect-Tarif ist dabei eher für kleine Unternehmen gedacht, AllRisk stellt die Frage umgekehrt und sichert sämtliche Schäden ab, die nicht ausgeschlossen sind.

Im Beraterportal gibt es weitere Informationen zu den Gewerbe-Policen der Bayerischen.

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