Ende Mai veröffentlichten die Welternährungsorganisation FAO und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt ihren Zweijahresbericht zum Zustand der Wälder. Die Bilanz: Klimawandel und Abholzung setzten dem Wald zunehmend zu. Wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit den Bäumen ist, hat auch Versicherungsmakler Dirk Lauffer erkannt. Gemeinsam mit der Bayerischen engagiert er sich daher für ein einzigartiges Projekt. Im Interview verrät er mehr dazu und weshalb es höchste Zeit sei umzudenken.

umdenken.co: Herr Lauffer, kurz vor Weihnachten 2019 starteten Sie und Ihr Maklerunternehmen CuP mit der Aktion #schokoladenseite. Sie verschickten „die gute Schokolade“ an Kunden und Geschäftspartner mit der Bitte, Ihnen ein Selfie mit der Schokolade zu schicken. Für jedes Bild gab es das Versprechen, einen Baum zu pflanzen. Warum gerade Aufforstung? Und wie kamen Sie zu der Idee?

Dirk Lauffer: Eines Tages im Supermarkt entdeckte ich „die gute Schokolade“ und war begeistert von dem Konzept, dass für fünf Tafeln Schokolade ein neuer Baum gepflanzt wird. Aber dadurch wurde auch etwas in die Köpfe bei CuP gepflanzt: Der Gedanke, dass es an der Zeit ist umzudenken. Da es uns wichtig war, unseren ökologischen Fußabdruck auch in der Heimat zu setzen, suchten wir nach einer ähnlichen Aktion für Deutschland. Bei der Suche nach einem geeigneten Projekt wurde uns angeboten, einen bestehenden Wald bei Seeshaupt am Starnberger See mit 1.000 Bäumen aufzuforsten. Da Bärbel Lauffer, Prokuristin bei CuP, dort ihre Wurzeln hat, war das schnell beschlossen.

umdenken.co: Was erhoffen Sie sich als Initiator von dem Projekt?

Dirk Lauffer: Für einen positiven klimatischen Effekt und damit für den CuP Wald gibt es zahlreiche Gründe: Ein Baum produziert durchschnittlich 100 kg Sauerstoff pro Jahr. Im selben Zeitraum verbraucht jeder Mensch ca. 740 kg Sauerstoff. Das entspricht somit ungefähr der Sauerstoffproduktion von 7 bis 8 Bäumen. Klimatisch positiv: Bei Sommerhitze senken Bäume die Temperatur der Umgebung um 5 bis 9° C. Außerdem bieten Bäume Lebensraum für viele verschiedene Pflanzen und Lebewesen.

umdenken.co: Seit 2019 pflanzt CuP zudem für jeden neu geschlossenen Versicherungsvertrag einen Baum. Wie wird das von den Versicherten angenommen?

Dirk Lauffer: Die Resonanz ist durchweg positiv. Unsere Kunden sind in der Hauptsache Schulen in freier Trägerschaft sowie Kindertagesstätten. Gerade dieser Zielgruppe liegt die Umwelt sehr am Herzen. Deshalb war auch der Erfolg unserer Schokoladenaktion so überdurchschnittlich gut. Eben ganz nach unserem Motto: „Man kann nicht immer so weitermachen. Wir müssen umdenken.“ Das ist schon fast zum geflügelten Wort geworden. Insgesamt zeigen uns die Reaktionen, dass wir mit unserem Denken und Handeln auf dem richtigen Weg sind.

umdenken.co: Die Bayerische hat sich dazu entschlossen, die Aktion zu unterstützen, indem sie die Anzahl der gepflanzten Bäume verdoppelt. Wie kam es denn zu der Kooperation? Und wie lange hält die Zusammenarbeit sowie die Aktion an sich noch an?

Dirk Lauffer: Die Mitarbeiter der Bayerischen waren von unserer #schokoladenseite so begeistert, dass sie sich spontan entschlossen haben, die Anzahl unserer Bäume zu verdoppeln. Auch von den Mitarbeitern der Bayerischen selbst erreichten uns zahlreiche Selfies. Auch dank der tatkräftigen Unterstützung einiger Mitarbeiter während der Baumpflanzaktion ist die Begeisterung der Bayerischen ungebrochen. Für das Jahr 2020 haben wir daher bereits die Zusage, dass die Anzahl der Bäume auch weiterhin verdoppelt wird. An dieser Stelle sagen wir herzlichen Dank an die Verantwortlichen bei der Bayerischen und Pangaea Life.

umdenken.co: Die Baumpflanzaktion geht also weiter. Sind denn nach dieser Resonanz bereits zusätzliche Folgeprojekte geplant?

Dirk Lauffer: Neu ist in diesem Jahr, dass sich Schulen und Kindertagesstätten bei uns um einen Baum bewerben können. Dafür müssen uns die Einrichtungen eigentlich nur schreiben, welchen Baum sie sich wünschen und ein Foto mitschicken, wo der neue Baum denn gepflanzt werden soll. Eine der ersten Schulen, der wir Bäume schenken, ist die Montessorischule im Münchner Olympiapark. Außerdem suchen wir aktuell nach neuen Projekten beziehungsweise Grundstücken wo wir Bäume pflanzen können. Auch die Leser dieses Interviews sind herzlich willkommen, sich mit entsprechenden Ideen an uns zu richten. Und auch global tut sich etwas: Wir prüfen zusätzlich gerade verschiedene Optionen, uns an Baumpflanzaktionen im Regenwald zu beteiligen.

umdenken.co: Lieber Herr Laufer, herzlichen Dank für das Interview. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg bei dem Projekt.

Dirk Lauffer: Sehr gerne.

Titelbild: ©CuP Versicherungsmakler GmbH & Co. KG