Vorstände die Bayerische über Run-off von Mitbewerbern

Die Vorstände der Bayerischen: Thomas Heigl, Herbert Schneidemann und Martin Gräfer (v.l.)

In einem offenen Brief hat der Vorstand der Bayerischen die Run-off Pläne von Mitbewerbern angeprangert. Damit brächen sie ihr Versprechen einer lebenslangen Betreuung, so die drei Vorstände Herbert Schneidemann, Thomas Heigl und Martin Gräfer. Die Bayerische befürchtet, dass die Branche dadurch einen erheblichen Imageschaden erleide, so das Anlegermagazin FONDS professionell ONLINE.

Kernversprechen wird über Bord geworfen

Die Überlegungen von mehreren Versicherern, ihre klassischen Lebenspolicen an einen externen Anbieter zu übertragen, hat nicht nur aufseiten der Verbraucherschützer einen Empörungssturm ausgelöst. Der Vorstand der Bayerischen hat seine Bedenken in einem offenen Brief bekanntgegeben:

„Damit wird das Kernversprechen unserer Branche, lebenslang für unsere Kunden da zu sein, einfach über Bord geworfen. (…) Das trifft uns als Branche insgesamt, das wird unsere Partner in den Vertrieben besonders fordern. Und es wird wohl dazu führen, dass in der deutschen Lebensversicherung kein Stein auf dem anderen bleibt.“

Verkauf des Kundenvertrauens

Schneidemann, Gräfer und Heigl betonen, dass es nicht die Einstellung des Neugeschäftes sei, die schmerzt, sondern der Verkauf des Kundenvertrauens. Während die Assekuranz alte Policen früher zumeist innerhalb des eigenen Unternehmens oder der Gruppe abwickelte, erwägen heute immer mehr Konzerne die Zuhilfenahme darauf spezialisierter Gesellschaften. Laut FONDS professionell ONLINE brächen sie dadurch tatsächlich ihr Versprechen, sich lebenslang um ihre Kunden zu kümmern.

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