In Deutschland gibt es immer mehr Beamte. Sie abzusichern, stellt Vermittler vor verschiedene Herausforderungen. Die Bayerische bietet darum neue Services an.

4,9 Millionen Beamte

Zunächst ein paar Zahlen. Die Zielgruppe der Beamten wächst derzeit langsam aber stetig an. Das Statistische Bundesamt (DESTATIS) teilte im vergangenen Jahr mit, dass vor allem zusätzliches Personal bei der Polizei und in kommunalen Kindertageseinrichtungen für den Beschäftigungszuwachs im öffentlichen Dienst sorgt. Zum Stichtag am 30. Juni 2019 arbeiteten rund 4,9 Millionen Deutsche im öffentlichen Dienst – was einen Anstieg von 83.400 Personen (plus 1,7 Prozent) bedeutet. 1,7 Millionen von ihnen sind als Beamte oder Richter tätig.

Besonders deutlich ist dieser Anstieg bei der Polizei zu beobachten. So hat sich die Zahl der Anwärter bei der Polizei von Bund und Ländern im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt (123,1 Prozent). Dem Statistischen Bundesamt zufolge hatte die Polizei des Bundes einen Anstieg der Anwärter um 240,5 Prozent zu verzeichnen (seit 2010). Bei der Landespolizei beträgt der Anstieg 107,4 Prozent. Hamburg (plus 345,8 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 302,1 Prozent) stachen dabei hervor.

Herausforderungen im öffentlichen Dienst

Was die Absicherung der Zielgruppe angeht, so können auf Vermittler einige Herausforderungen zukommen. Die Bayerische hat das schon vor langer Zeit erkannt und stellt neue Produkte und Services zur Verfügung, um ihre Vertriebspartner darauf vorzubereiten. Worum es sich dabei genau handelt, weiß Karoline Viktoria Mielken, Biometrie-Spezialistin und Vertriebsdirektorin Nord der Bayerischen.

Redaktion: Frau Mielken, wie hat sich das Feld Dienstunfähigkeit bei Beamten im vergangenen Jahr entwickelt?

Karoline Viktoria Mielken: Es ist eine hart umkämpfte Zielgruppe und das ist absolut nachvollziehbar. Beamte sind in der Regel finanzstarke und vor allem treue Kunden, die sich – einmal überzeugt von etwas – nicht so leicht umstimmen lassen. Solche Kunden hat man ein Leben lang und es lohnt sich daher ganz besonders, Zeit und Mühe zu investieren.

“Wir scheuen den Wettbewerb keinesfalls.”

Redaktion: Wo steht die Bayerische Ihrer Einschätzung nach im Markt?

Karoline Viktoria Mielken: Wir können hier erhobenen Hauptes sagen, dass wir hier seit jeher zu den führenden Anbietern gehören. Wir scheuen den Wettbewerb keinesfalls. Die Entwicklung bei Mitbewerbern bestätigt uns einmal mehr, dass der Bereich enorm wichtig ist.

“Die Stufenabsicherung soll die Versorgungslücke schließen.”

Redaktion: Wie kam die neue Stufenabsicherung für Lehrer beim Kunden an? Können Sie da bereits ein paar Kennzahlen nennen?

Karoline Viktoria Mielken: Die Stufenabsicherung ist neben unserer Zweitvertragsregelung nun ein weiteres Instrument, um die Versorgungslücke bei Beamten in den ersten Jahren zu schließen. Hier richten wir uns anders als bei der Zweitvertragsregelung speziell an Lehramtsanwärter, also eine fest definierte Gruppe. Wenn ein Partner in unserem Berechnungsprogramm Beamter auf Widerruf und den Bereich Lehramt auswählt, erscheint automatisch die Stufenabsicherung und ich kann sie meinem Kunden sichern. Wichtig zu wissen: aktuell ist die Stufenabsicherung nur direkt über Bay4all anwählbar, das muss man einfach wissen.

Um in Zahlen zu sprechen: In 2020 nutzten dies über ein Viertel der Kunden, denen diese Option offen steht. Also wird dies noch viel zu häufig ungenutzt gelassen.

Hier finden Sie weitere Infos zur Stufenabsicherung.

Redaktion: Was sind die größten Vorteile dieser Absicherung?

Karoline Mielken

Karoline Viktoria Mielken: Zunächst einmal sichere ich mir hier kostenlos die Option, meinen Schutz temporär bei Ernennung zum Beamten auf Probe für drei Jahre zu erhöhen. Ich kann sie also einlösen, muss es aber nicht zwingend. Mit einer Absicherung von bis zu 2.500 EUR ist diese „Saure-Gurken-Zeit“ als Beamter auf Probe also hervorragend abgesichert. Im Anschluss bleibt der Grundvertrag bestehen und das genügt auch, denn ich kann ja zunehmend mit den Dienstjahren Ansprüche über den Dienstherrn erwarten.

Redaktion: Im Rahmen der Berufsunfähigkeitsabsicherung bieten Sie eine Dienstunfähigkeitsklausel an. Welche sind aus Ihrer Sicht deren Highlights?

Karoline Viktoria Mielken: Wir haben eine echte und vollständige Dienstunfähigkeitsklausel, das bedeutet auch Beamte auf Widerruf und auf Probe bekommen bei uns einen vollwertigen Schutz. Wir leisten nicht nur bei Ruhestandsversetzung, sondern auch bei Entlassung, was in der Anfangszeit elementar wichtig ist.

“Wir bieten auch für junge Kunden die ideale Absicherung.”

Redaktion: In welchen BU-Tarifen der Bayerischen ist die DU-Klausel enthalten?

Karoline Viktoria Mielken: Ganz einfach: In allen. Das ist deshalb so wichtig, weil wir hier auch für junge Kunden, die ihren genauen Werdegang noch nicht kennen, eine ideale Absicherung anbieten.

Redaktion: Was hat die Bayerische hinsichtlich Dienstunfähigkeit noch vor? Sind dieses Jahr Neuerungen zu erwarten?

Karoline Viktoria Mielken: Gerade erst haben wir die DU-Klausel verschlankt, so dass wir nur noch auf das amtsärztliche Zeugnis verweisen. Und ja, es gibt es auch in diesem Jahr Anpassungen – wir werden einen oft mit unseren Partnern diskutierten Schritt gehen und bei Lehrern das Endalter 67 ermöglichen. Dies kann durchaus wichtig sein, wenn die 40 Dienstjahre für den vollen Versorgungsanspruch noch nicht erreicht sind. Und darüber hinaus steigt in den letzten Jahren die Wahrscheinlichkeit, dienstunfähig zu werden, merklich an. Wir haben hier also auf die Ansprüche unserer Partner und Kunden reagiert.

“Mit dem Beamten-ABC legen wir den Grundstein für eine Beratung.”

Redaktion: Mit welchen Fragen kommen Vermittler am häufigsten zu Ihnen, wenn es um Beamte geht?

Karoline Viktoria Mielken: Uns erreichen viele grundlegende Fragen zu Beamten. So entstand – spontan aus dem Alltag heraus – unser neues Beamten-ABC. Dort habe ich vor allem diejenigen Punkte zusammengestellt, die am häufigsten angefragt wurden. Das Ergebnis ist für alle Partner frei auf unserer Homepage zugänglich. Wir wollen damit den Grundstein für eine Beratung legen und auf Details achten. Wenn ich die Sprache des Kunden spreche und zum Beispiel Dienstherr statt Arbeitgeber sage, dann fühlt sich der Kunde vermutlich besser aufgehoben.

Redaktion: Welche Services können Vermittler, die sich mit Beamten befassen, neben dem Beamten-ABC noch von Ihnen erhalten?

Karoline Viktoria Mielken: Das Beamten-ABC ist als Einstieg in die Beamtenabsicherung gedacht, die Vertiefung erfolgt immer in unseren Webseminaren. Hier bieten wir eine Fortbildungsreihe an, also mit verschiedenen Ebenen, um niemanden zu überfordern oder zu langweilen (Einsteiger – Fortgeschrittene).

Hier geht es zu Teil I: Folgen Sie dem Link.

Und zu Teil II.

Darüber hinaus gibt es noch einen DU-Leitfaden, den mein geschätzter Kollege Panos Kalantzis entwickelt hat. Diesen lege ich sehr ans Herz, wenn es um die Vertiefung geht.

 

Weitere Informationen zur biometrischen Absicherung finden Sie im AKS Kompetenz-Center.

Titelbild und Beitragsbild: © die Bayerische