Mehr Arbeitgeber als je zuvor stellen ihren Mitarbeitern Möglichkeiten zur betrieblichen Altersvorsorge zur Verfügung. Trotzdem verzichten viele Deutsche auf diese Möglichkeit. In einer neuen Studie geht Willis Towers Watson dem Problem auf den Grund.

Ein Großteil nutzt Entgeltumwandlung

Bereits vor einer Weile berichteten wir von der positiven Entwicklung der betrieblichen Altersvorsorge in deutschen Unternehmen. Im Frühjahr legte die Studie „Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand“ offen, dass etwa 47 Prozent der deutschen Betriebe ihr bAV-Angebot ausbauen wollen. Im Jahr zuvor hatte sich dafür erst jedes vierte Unternehmen ausgesprochen. Und nun zeigt Willis Towers Watson, dass bereits 88 Prozent der Firmen Regelungen für die Umwandlung von Entgelt in Altersvorsorge eingeführt haben. Trotzdem nutzen nur wenige Mitarbeiter dieses Angebot. Nur in einem Drittel der befragten Unternehmen haben mehr als 50 Prozent der Arbeitnehmer eine bAV abgeschlossen.

BRSG bisher wirkungslos

Gleichzeitig aber sorgt sich ein Großteil der Deutschen wegen möglicher Altersarmut. Willis Towers Watson zufolge ändert jedoch auch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) nichts an der geringen Verbreitung der bAV. 83 Prozent der Unternehmen geben an, dass das BRSG keine Wirkung darauf hatte, wie viele Arbeitnehmer sich eine betriebliche Altersvorsorge zulegen. Mitarbeiter können ihren Vorsorgebedarf nicht gut genug einschätzen, vermutet Heinke Conrads, Leiterin Retirement Deutschland und Österreich bei Willis Towers Watson. Die Zahlen untermauern das. 45 Prozent der Mitarbeiter halten die bAV-Informationen für zu kompliziert. Die vonseiten der Unternehmen bereitgestellten Informationen schließen diese Informationslücke noch nicht zuverlässig. Ein weiterer Grund ist oft ein zu geringes freies Einkommen.

„Wenn das Ziel des BRSG – die weitere Verbreitung der bAV – erreicht werden soll, bleibt noch viel zu tun.“ – Heinke Conrads in einer Pressemeldung

bAV bindet Arbeitnehmer

Es reicht also nicht, wenn Unternehmen ihren Arbeitnehmern die Möglichkeit einer bAV zur Verfügung stellen, sie müssen auch verständlich darüber aufklären und alle Optionen aufzeigen. Mitarbeiter schätzen das: Laut Willis Towers Watson wünschen sich knappe drei Viertel der Deutschen (74 Prozent), dass ihre Arbeitgeber in Sachen bAV die Initiative ergreifen. Und mehr als die Hälfte (58 Prozent) sieht in der bAV sogar einen konkreten Grund, dem Unternehmen die Treue zu halten. Die Bayerische stellt hierbei mehrere Tarife zur Verfügung. Zum Beispiel die Privatrente FLEXIBEL oder die Pangaea Life Direktversicherung. Beide Tarife wurden im Sommer vom IVFP gekürt und erhielten im Rating sehr gute bis exzellente Bewertungen. Die Bayerische stellt außerdem in Kooperation mit dWerk eine Software-Lösung für Mitarbeiterberatung in der bAV zur Verfügung. Diese vereinfacht die Beratung und erhöht die Bearbeitungsgeschwindigkeit.

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