„I`m driving around in my car, I‘m driving too fast, I’m driving too far…”. Das Lied im Ohr, erscheinen Bilder und Erinnerungen von Lagerfeuern, langen Autofahrten und Campingurlauben im Kopf. Besonders dieses Jahr waren die Deutschen so viel beim Campen wie nie zuvor. Wir berichten über den Image-Wandel, den neuen Campingtrend und was es für Camper zu beachten gibt.

Campingzuwachs: Die Millennials kommen

Besonders die vergangenen Monate brauchte es Geduld, Plätze an Campingorten zu reservieren. Laut eines Campingplatzbetreibers verdreifachte sich die Zahl der Anfragen gegenüber seiner vorhandenen Stellplätze die vergangenen Monate sogar. Thomas Reimann vom ADAC Campingportal „Pincamp“ erklärt den Campingtrend und den Zuwachs durch die Corona-Affinität durch individuelle Anreisen, räumliche Distanz zu anderen und große Abstände. 2020 könnte sogar ein erneutes Camper-Rekordjahr werden.

Camping ist nicht nur was für die Generation 50 plus. Auf den Zug des eher spartanischen Urlaubs sind jetzt nämlich auch die sogenannten Millennials aufgesprungen, so der CIVD-Geschäftsführer im ADAC. Die Zielgruppe der 20 bis Mitte 30-jährigen interessieren sich vor allem wieder stark für Caravans und Mobilheime. Laut des Marktforschungsinstituts GfK können sich 22 Prozent der Deutschen unter 45 Jahren vorstellen, in den nächsten fünf Jahren auf Campingreise in den Urlaub zu gehen.

Image-Wandel: vom spartanischen Zelt zum Luxus-Wohnmobil

Traumatische Kindheitserlebnisse von verregneten, nassen Zelten, oder ein muffelnder Wohnwagen mit Omas alter Matratze, sind vermutlich der Grund, weshalb viele lieber zum entspannten Hotelurlaub greifen. Zugegeben, Campen ist nicht immer die reinste Entspannung, denke man nur mal an den komplizierten Zeltaufbau oder den Gang zu den Sanitärhäusern. Vermutlich deshalb ist das Campen mit Wohnmobil ein absoluter Campingtrend und erlebt ein derzeitiges Hoch: „Vermieter von Wohnmobilen erleben einen Nachfrageboom von Neukunden, die diese Urlaubsform testen wollen“, so Christian Günther, Geschäftsführer vom Bundesverband der Deutschen Campingwirtschaft. Besonders beliebt ist auch die Luxus-Camp-Variante. Denn diese Wohnmobile beinhalten nicht nur eine Klimaanlage, sondern auch eine Art „Smart Home“. Bedeutet: Camper können vom Strand aus die Klimaanlage via App regulieren. Die App informiert sogar über den Gasflaschen-Füllstand oder die Batterie-Ladung des Fahrzeuges. Der Gegentrend des so genannte „Glampings“ betitelt das „Downsizing“, bei welchem sich alles um die Verkleinerung der Lebensweise dreht.

Ich nehme meinen Koffer und packe ein: Die Meine-eine-Police

Vor dem Campingurlaub tummeln sich Berge des eigenen Hausstands, die noch irgendwie Platz im Wohnmobil finden müssen. Von Kleidung über Kochtöpfe bis hin zur teuren Technik. An Organisationstalent darf es vor so einem Urlaub nicht mangeln. Da kommt einiges in Summe zusammen, was gut abgesichert sein sollte. Doch das ist oft gar nicht so einfach, da „ausgelagerter Hausrat“ nicht mehr unter dem Schutz der Hausratsversicherung steht. Die “Meine-eine-Police“ der Bayerischen kann damit Abhilfe schaffen. Sie vereint bis zu sieben mögliche Versicherungen, die der Versicherte per Baukastenprinzip wählen kann. Darunter auch die Haftpflicht-, Hausrat- und Wohngebäudeversicherung. Mit der Klausel „Außenversicherung“ ist auch der ausgelagerten Hausrat weltweit bis zu 12 Monaten versichert.

Übrigens gilt der Versicherungsschutz auch für Dauercamper, so lange sie sich innerhalb Deutschlands aufhalten. Wohnmobile sollten Camper zwingend mit einer Kfz-Versicherung versehen. Bei Reisen ins Ausland ist außerdem eine Auslandsreisekrankenversicherung unverzichtbar.

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