September 2019: Die Europäische Zentralbank (EZB) beschließt, den Leitzins der Euro-Zone bei null Prozent zu belassen. Für Sparer bedeuten die nun schon seit mehreren Jahren anhaltenden Nullzinsen erhebliche Einbußen. Wie hoch diese sind, hat nun der aktuelle comdirect Realzins-Radar gezeigt. Der Rat eines Experten ist für Kunden wichtiger denn je.

Riesenverlust für deutsche Sparer

Innerhalb der letzten 12 Monate (Stand Oktober 2019) verloren deutsche Sparer etwa 34 Milliarden Euro an Wert auf ihre Ersparnisse. 7,8 Milliarden Euro entfallen dabei alleine auf das dritte Quartal 2019. Pro Bundesbürger bedeutet das einen Wertverlust von 94 Euro. Der comdirekt Realzins-Radar orientiert sich dabei am Realzins, der die Inflation herausrechnet und so den „tatsächlichen“ Zins wiedergibt. Dieser liegt der Bank zufolge derzeit bei minus 1,32 Prozent. Wie die Welt berichtet, erzielten die Deutschen innerhalb der letzten 15 Jahre 2,8 Prozent Rendite auf ihre Sparmaßnahmen. Nur die Griechen erzielten ein noch geringeres Ergebnis (2,4 Prozent).

Strategiewechsel erwünscht?

Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von comdirekt, sieht eine Lösung darin, neue Strategien des Sparens einzusetzen. „Es ist an der Zeit, das eigene Sparverhalten zu überdenken“, sagte er in einer Pressemeldung. Denn auch nach dem Weggang des derzeitigen EZB-Chefs Mario Draghi sei ein Kurswechsel der EZB unter der neuen Chefin Christine Lagarde wenig wahrscheinlich. Mit 45 Prozent setzt die Mehrheit der Deutschen jedoch nach wie vor auf das Sparbuch oder Spareinlagen. 40 Prozent sparen Statista zufolge trotz der Niedrigzinsphase auf dem Girokonto. Etwa jeder Fünfte (22 Prozent) investiert in Immobilien und 15 Prozent investieren in Aktien.

Laut einer deutschen Bank flossen innerhalb des letzten Jahres weitere 124 Milliarden Euro in Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten sowie Spareinlagen. Ein Plus von 5,5 Prozent. Das große Problem: Die Lieblings-Anlageform der Deutschen wird solange keine nennenswerte Rendite mehr einbringen wie die EZB an ihrer Geldpolitik festhält. Was so lange anhalten wird wie die Inflation im Euro-Raum unter zwei Prozent bleibt. Dieses Ziel gab die EZB bereits im April 2019 an.

Infografik: Deutsche Sparer setzen immer noch aufs Sparbuch | Statista

Quelle: Statista

Die rettende Hand in Not

Was bedeutet das für Vermittler? Kunden brauchen in der Niedrigzinsphase umso dringender den Rat eines Experten. Makler können sich entweder an Bestandskunden oder mögliche Interessenten wenden und alternative Möglichkeiten aufzeigen. Zum Beispiel geht das mit der Investment-Rente der Pangaea Life. Pangaea Life investiert in nachhaltige Projekte, etwa den Windpark MADS in Dänemark, und bietet Endkunden so einen Zugriff auf Sachinvestments, der ihnen sonst verwehrt bliebe. In Sachen Rendite liegt die Pangaea Life weit über dem Niveau des Sparbuchs: Gegenüber dem aktuellen Zinsniveau hat die Pangaea Life seit Beginn eine Rendite von 6,06 Prozent zu verzeichnen. Und zuletzt ist das Produkt besonders für auf Sicherheit bedachte Kunden geeignet. Denn es sorgt mittels langfristiger Abnahmeverträge für eine grundlegende Erwartungssicherheit.

Titelbild: ©Tony Northrup/ stock.adobe.com