Zarter weißer Pulverschnee, der die Landschaft in ein idyllisches Stillleben verwandelt. Flocken, die langsam tanzend durch die klare, kalte Luft schweben. Für viele sind die kleinen Eiskristalle Kunstwerke des Winters. In der Masse aber sind sie erdrückend. Wenn Dächer ächzend unter der Schneelast zusammenbrechen, stehen Hausbesitzer vor einem teuren Schaden.

Die Lage ist wichtig: Je nach Höhe steigt die Schneelast

Dabei ist entscheidend, wo das Haus steht. In Deutschland ist akribisch geregelt, welche Schneelast Bauten an welchem Ort aushalten müssen. Die Zonen sind hierfür eingeteilt: 1, 1a, 2, 2a und 3. Je höher die Zahl, desto mehr steigt die Schneelast. Städte wie München und Augsburg gehören zur Kategorie 1, Orte am Alpenrand und der Harz hingegen befinden sich in der höchsten Kategorie. Hinzu kommt für jeden Ort ein Faktor, der sich aus der geografischen Höhe errechnet.

Wie gefährlich Schnee ist, hängt nicht nur von seiner Menge ab, sondern auch wie viel in welcher Form liegen bleibt. Nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz wiegen pro Quadratmeter zehn Zentimeter Pulverschnee etwa zehn Kilogramm – genauso viel wie ein 2,5 Zentimeter dicker Nassschnee und eine ein Zentimeter dicke Eisschicht. Gefährlich kann es bei Tauwetter werden: Saugt sich die Schneedecke wie ein Schwamm mit Wasser voll, ändert sich auch das Gewicht.

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Normalerweise ist die Statik eines Hausdachs an die regionale Schneelast angepasst. Bleibt jedoch ungewöhnlich viel Schnee auf den Dächern liegen oder bilden sich dicke Eisschichten darauf, steigt das Risiko, dass das Dach an seine Belastbarkeitsgrenze gerät oder diese überschreitet. Als Folge kann dieses sich verformen oder gar einstürzen. Wie viel Schnee ein Dach tragen kann, hängt auch von seiner Neigung ab. Bei Flachdächern kann beispielsweise durch Tauwetter leicht eine Schicht aus Eis und Schnee entstehen, die die Belastung auf das Dach stark erhöht. An einem Dach mit mehr als sechzig Prozent Neigung rutscht der Schnee hingegen meist ab.

Die Dichte entscheidet: Eis kann für Dächer gefährlich werden

Obwohl die Dächer auf die entsprechende Region genormt sind, bleibt für Hausbesitzer ein Risiko. Zum einen ist die Sicherheit eines Gebäudes nur für einen Zeitraum von 50 Jahren ausgelegt. Zum anderen können extreme Wetterereignisse die normale Schneelast überschreiten. Daher sollte schon im Herbst das Dach auf seinen Zustand hin überprüft werden, um gewappnet zu sein. Bauexperten raten, zudem die Regenrinnen zu säubern , damit das Wasser abfließen kann. Ist diese verstopft, klingt sie dumpf, wenn man dagegen klopft.

Wenn trotz Vorbereitung sich das Dach im Winter unter der Schneelast zu biegen beginnt oder im Türstock sich Risse bilden, sollten Statiker die Belastung berechnen. Am Limit angekommen, sollte man das Dach vom Dachdecker räumen lassen.

Die Bayerische: Die passende Versicherung bei Dachschaden durch Schneedruck

Kommt es trotz aller Vorbereitung zu Schäden am Dach und Haus, sichert die Bayerische ab. Neben einer Elementarschaden-Versicherung gibt es mit der Meine-eine-Police eine besondere Lösung. Sie dreht die „Was wäre, wenn“-Frage für die Bausteine Hausrat, Glas, Haftpflicht und Gebäude um. Das heißt: Es ist alles versichert, was nicht im Vertrag ausdrücklich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen ist. Weitere Informationen zur Meine-eine-Police finden Interessierte auf unserem Blog oder im Beraterportal der Bayerischen.

Sind in einer bestehenden Versicherungspolice Schneelastschäden und andere Schäden durch Naturrisiken mitversichert? Das gilt es im Einzelfall gemeinsam mit dem Kunden zu prüfen, um eventuell den Vertrag zu aktualisieren oder anzupassen.

Titelbild: © Thomas Wagner/stock.adobe.com