2017 wurde die nachhaltige Tochter der Bayerischen, Pangaea Life, auf der DKM offiziell vorgestellt. Seitdem ist viel passiert.

Wie bewerten die beiden Geschäftsführer Uwe Mahrt und Daniel Regensburger das erste volle Jahr Pangaea Life? Wie nehmen die Kunden das Angebot an? Und in welchem Segment ist Pangaea Life besonders erfolgreich? Mehr dazu hier im Interview.

umdenken.co: Herr Mahrt, Herr Regensburger, vor einem Jahr gab es auf der DKM die offizielle Markteinführung. Was ist seitdem im Unternehmen passiert?

Uwe Mahrt: Wir haben den Pangaea Life Fonds, das Herzstück unserer Firma, deutlich ausbauen können. Während wir im letzten Jahr nur das Invest in den Windpark MADS vorzuweisen hatten, haben wir mittlerweile den Windpark Tesla mitfinanziert. Zusätzlich haben wir Investments in Solarprojekte getätigt. Unser Investmentziel von rund 80 Millionen Euro im ersten Jahr haben wir damit erreicht. Und gucken natürlich weiterhin nach neuen Assets.

Daniel Regensburger: Ganz spannend war es natürlich für uns, das Fondsergebnis des ersten vollen Jahres auf der DKM zu präsentieren. Wir haben 4,00 Prozent Rendite für den Kunden, nach Abzug der Fondskosten, erwirtschaftet. Für Jahr Eins finde ich das eine tolle Bestätigung, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.

umdenken.co: Wie schafft es Pangaea Life, Nachhaltigkeit mit einer guten Rendite zu vereinbaren?

Uwe Mahrt: Wir stellen fest, dass das gesamte Thema einfach in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Die Menschen kaufen Fair Trade Schokolade und Fair Trade Kaffee. Das ist mittlerweile selbstverständlich. Da ist der Schritt zur „Fair Trade Rentenversicherung“ naheliegend. Wir müssen jetzt die Vermittler mitnehmen. Viele kennen den Kundenwunsch bereits, sinnstiftend Geld zu investieren. Aber die Geschäftsmodelle müssen noch etwas nachjustiert werden.

 umdenken.co: Da kommt die DKM als Gradmesser ja wie gerufen. Wie ist das Feedback der Makler?

Daniel Regensburger: Wir dürfen nicht vergessen, dass Pangaea Life immer noch ein neuer Ansatz ist. Auch, wenn Nachhaltigkeit längst kein Trend mehr ist. Unsere Branche reagiert oft ein Stück weit zögerlicher als der Rest. Somit warten viele Vermittler erst einmal ab und beobachten, ob und wie sich neue Ansätze etablieren. Das dauert einfach seine Zeit. Aber nach und nach gewinnen wir immer mehr Fans. Übrigens für uns eine kleine Überraschung: Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge funktioniert Pangaea Life hervorragend. Das haben wir wirklich unterschätzt. Viele Unternehmen fragen unser Angebot nach. Und viele auf bAV spezialisierte Makler haben es bereits als Zielgruppen-Konzept implementiert.

umdenken.co: Wie müssen Makler denn Pangaea Life idealerweise an den Kunden herantragen?

Daniel Regensburger: Ganz wichtig ist es, sich erstmal den richtigen Kunden zu suchen. Die Informationen darüber, ob Unternehmen sich mit dem Thema Ökologie beschäftigen oder sogar ein nachhaltiges Geschäftsmodell haben, sind ja frei verfügbar. Wir haben jetzt eine neue Kampagne ausgerollt, mit Menschen, die Pangaea Life unterstützen. Der Clou dabei: Das sind alles Unternehmerkunden von uns. Die fühlen sich mit uns wegen des nachhaltigen Konzepts verbunden.

Ich empfehle: Einfach mal bei Google schauen, welche Unternehmen darauf großen Wert legen oder sogar ESG-Kriterien implementiert haben. Für die ist Pangaea Life eine passende Lösung. Das ist ein ganz neuer Markt mit ganz anderen Ansprachemöglichkeiten.

Was plant Pangaea Life für das kommende Jahr? Wird es neue Produkte geben? Und welchen Einfluss kann die Tochter auf die nachhaltige Entwicklung der Bayerischen nehmen? Das verraten Daniel Regensburger und Uwe Mahrt unten im Video-Interview.

Titelbild und Video: ©NewFinance Mediengesellschaft