Wenn schwerstkranke junge Mütter und Väter früh versterben, geht ihnen wertvolle Zeit mit den eigenen Kindern verloren. Dass die Eltern dennoch in Erinnerung und zumindest ein kleines Stück weit präsent bleiben, hat sich das Unternehmen Familienhörbuch zum Ziel gesetzt. Im Familienhörbuch kommen Menschen zu Wort, die ihre eigene Geschichte erzählen und dokumentieren möchten. Die Bayerische unterstützt das spendenbasierte Projekt.

Momente für die Ewigkeit

Die Aufregung am erste Schultag. Das Bauchkribbeln beim ersten Kuss und der darauf folgende, herzzerreißende Liebeskummer. Die Abschlussfeier, das nervenaufreibende, erste Vorstellungsgespräch oder eine unvergessliche Reise. Die Geschichte darüber, wie sich Mama und Papa kennengelernt haben. Oder die Geburt der Kinder. Es gibt Momente und Ereignisse im Leben, die beinahe jeder einmal erlebt. Und doch seine ganz eigenen Erinnerungen daran hat. Diese Meilensteinen des Lebens mit den eigenen Eltern zu teilen und deren Erfahrungen zu hören ist für viele Kinder eine Selbstverständlichkeit. Andere haben diese Chance nicht. Der traurige Grund: ein Elternteil verstirbt in noch jungen Jahren der Kinder. Um die oft noch kleinen Kinder dennoch auf diesem Weg zu begleiten, ermöglicht die gemeinnützige Organisation Familienhörbuch eine professionelle Audiobiografie.

Gegründet hat das Unternehmen die Hörfunkjournalistin und Audiobiografin, Judith Grümmer. Nachdem die ersten 25 Hörbücher unter wissenschaftlicher Begleitung während einer dreijährigen Pilotstudie entstanden, entwickelte sich das Projekt im Herbst 2019 zur Familienhörbuch gGmbH. Ein therapiebegleitendes Angebot für junge, schwerstkranke Mütter und Väter, die ihren Kindern kostenfreie Hörbiografien hinterlassen wollen. Bisher entstanden 55 Familienhörbücher mit einer durchschnittlichen Hördauer von sechs bis sieben Stunden.

Die Vision von Judith Grümmer ist es, eines Tages die für Palliativpatient mit kleinen Kindern kostenfreien Familienhörbücher als therapiebegleitendes Angebot, im Gesundheitswesen etablieren zu können.

Positiver Einfluss auf die Trauerarbeit

Eine große Herausforderung für die Klienten von Grümmer: schwere Krankheitsverläufe. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sind die Menschen bereits schwer krank. Flexibilität für Aufnahmetermin ist auf Grund der großen Nachfrage allerdings unmöglich. Am Beispiel von Elke, 42 Jahre, Mutter von dreijährigen Zwillingen und siebenjährigem Sohn zeigt sich allerdings, wie positiv sich die Aufnahme auswirken kann. Sie sagt in ihrer Aufnahme an ihre Kinder:

„Hallo ihr Lieben, nun bin ich den vierten Tag in der Eifel und arbeite an meinem Familienhörbuch für euch. Vor einer Woche hätte ich das noch nicht für möglich gehalten. Mein Mund tat weh und selbst Joghurt essen war eine Herausforderung, die Fußsohlen waren taub, ich vergaß mitten im Satz, was ich eigentlich sagen wollte und für mich das Schlimmste, ich war total heiser, weil von dem Cortison der Hals so zugeschwollen war. Je näher der Anreisetag kam, umso fitter wurde ich und in diesen vier Tagen hier ging es mir richtig gut.“

Sandra, 42 Jahre, Mutter einer neunjährigen Tochter, gab dem Projekt als Erste ein Gesicht. Sie hofft, dass das Hörbuch eine Antwort auf die Fragen ihrer Tochter ist, die sie hat, wenn sie älter ist, mit 14 oder 15, 18, 20 Jahren. Wenn sie vielleicht selbst ein eigenes Kind bekommt, heiratet und eigene Erfahrungen gemacht hat. Auch für ihren Ehemann soll das Hörbuch bei der Trauerarbeit helfen.

Unterstützung durch die Bayerische

Um das Projekt nicht nur zu unterstützen, sondern auch zu fördern, engagiert sich die Bayerische ab sofort für die gemeinnützige Organisation Familienhörbuch gGmbH. Für jeden neu abgeschlossenen Vertrag zur Sterbegeldversicherung spendet sie zehn Euro an die Familienhörbuch gGmbH. Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen, äußert sich wie folgt:

„Mich persönlich bewegt dieses Projekt sehr, weshalb wir als die Bayerische die Familienhörbuch gGmbH unterstützen, damit noch mehr betroffene Familien die Möglichkeit zu einem Familienhörbuch bekommen. Durch eine Sterbegeldversicherung bei der Bayerischen kann man nicht nur für sich selbst vorsorgen, sondern gleichzeitig anderen Menschen in schweren Zeiten etwas Gutes tun.“

Die steigenden Nachfrage nach einer Sterbegeldversicherung sowie regelmäßig Top-Ergebnisse der Bayerischen in Ratings, kommen dem Projekt daher umso mehr zu Gute. So schneidet die Bayerische „sehr gut“ beim Rating von Morgen & Morgen aus dem Herbst 2020 ab. In einem aktuellen Marktvergleich aus dem September 2020 mit über 30 Anbietern ging die Bayerische zudem mit ihrer Sterbegeldversicherung als Testsieger hervor. Der unabhängige und auf Sterbegeldversicherung spezialisierte Versicherungsmakler SeguraLife gab der Bayerischen in diesem Rating die Bestbewertung aufgrund der sehr kurzen Wartezeit und der hohen Kundenfreundlichkeit. So ist keine Gesundheitsprüfung notwendig und Kunden können die Sterbegeldversicherung auch für Dritte sowie noch im hohen Alter abschließen. Für diejenigen, die kein hohes Alter erreichen, ist das Hörbuch nur ein schwacher Trost, aber dennoch eine Möglichkeit, um besser in Erinnerung zu bleiben.

Titelbild: © Jacob Lund/stock.adobe.com