Jeden Tag entsteht in Deutschland ein Schaden von 194.520 Euro durch Cyberkriminalität. Alle drei Sekunden taucht ein neuer Typ von Schadsoftware auf und verursacht weitere Cyber-Schäden. Und nur 50.000 verkaufte Cyber-Policen in Deutschland.

„Die Digitalisierung schreitet voran.“ Ein Satz, der in den vergangenen Jahren häufig geschrieben wurde. Doch viele Zahlen und Entwicklungen sind schwer greifbar. Felix Beilharz, Diplom-Wirtschaftsjurist und Social Media Experte, hat deshalb eine Infografik erstellt. In Echtzeit. Befinde ich mich 15 Minuten auf der Seite, entstehen genau in dieser Zeit Schäden durch Cyberkriminalität in Höhe von mehr als 2.030 Euro. Und die Zahl springt unaufhörlich weiter in die Höhe, bis am Ende des Tages beinahe 200.000 Euro auf der Uhr stehen.

Die Gefahr, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, wird weiter steigen. Alleine 20 neue Typen von Schadsoftware pro Minute zeigen das Risiko. Und dennoch sind in Deutschland laut Schätzungen der Meyerthole Siems Kohlruss Gesellschaft für aktuarielle Beratung GmbH (MSK) aktuell nur etwa 50.000 Cyber-Policen verkauft. Dem gegenüber stehen mehr als 3,4 Millionen Unternehmen im ganzen Land.

Gewaltiges Potenzial im Cyber-Markt

Die gute Nachricht indes: „Es kommt Bewegung in den Markt“, so Thomas Budzyn (MSK). Die schlechte: Die Marktdurchdringung bei kleinen und mittleren Unternehmen liegt noch immer bei lediglich fünf Prozent. Noch immer bietet also der Cyber-Markt ein gewaltiges Potenzial. Woran liegt das, wenn doch auch die Medien ständig vor neuen Hackerangriffen warnen? Laut Budzyn zögern aufseiten der Vermittler viele im Hinblick auf ihre eigenen IT-Kompetenzen. Außerdem fürchten sie das Haftungsrisiko.

KMU besonders im Fokus für Cyber-Schäden

Doch genau dieses Unterschätzen der eigenen IT-Kompetenzen sollte auch für Vermittler das deutliche Warnsignal sein, dass die sensiblen Daten eines Unternehmers geschützt werden müssen. Denn KMU stehen besonders im Fokus der Angreifer, da die Sicherheitsvorkehrungen im Vergleich zu großen Konzernen geringer scheinen. Gemeinsam mit dem Spezialversicherer Markel® hat die Bayerische einen umfassenden Versicherungsschutz entwickelt, der sechs mögliche Cyber-Schäden abdeckt. So ist für Kunden und Vermittler genau aufgeschlüsselt, welche Risiken versichert sind.

Schützt vor Beschädigung, Zerstörung, Veränderung oder Missbrauch von IT-Systemen, Programmen oder elektronischen Daten infolge eines Hacker-Angriffs.

Ein Cyber-Angriff kann nicht nur teuer werden. Im schlimmsten Fall legt er den ganzen Betrieb lahm. Auch diese Unterbrechung des Geschäftsbetriebs ist abgesichert.

Hacker haben sich Zugang zu sensiblen Daten verschafft, verschlüsseln diese und erpressen das Unternehmen daraufhin um Geld. Der Versicherungsschutz besteht für (erpresserische) Forderungen im Zusammenhang mit angedrohter oder bereits erfolgter Beschädigung, Zerstörung, Veränderung, Blockierung oder den Missbrauch der IT-Systeme.

Cyber-Kriminelle verschaffen sich Zugang zu Kreditkartendaten. Und all diese Karten müssen daraufhin ausgetauscht werden. Die Kosten dafür sind im Versicherungsschutz abgedeckt.

Versicherungsschutz bei Vermögenseigenschäden durch vorsätzliche Verwirklichung von Delikten wie Betrug, Unterschlagung oder Diebstahl sind abgedeckt. Konkret leistet die Versicherung beispielsweise, wenn ein Mitarbeiter sich über einen längeren Zeitraum hinweg kleine Beträge vom Firmen- auf sein Privatkonto überwiesen hat.

Trotz Sicherheitsmaßnahmen wird eine infizierte Datei zum Download angeboten, die die IT-Systeme der Kunden belasten. Auch diese Haftpflicht-Forderungen sind abgedeckt.

Wer sein Cyber-Wissen testen will, kann hier sieben Fragen beantworten.

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