Der TSV 1860 München siegt gegen Carl Zeiss Jena mit 3:1 und kann somit zwei Siege in Folge verbuchen. Mann des Tages war Kapitän Felix Weber, der gleich zwei Treffer erzielte. Efkan Bekiroglu, der am Spieltag 24 Jahre alt wurde, machte durch das 3:1 den Sieg dann sicher.

Carl Zeiss Jena

Spielbericht des TSV 1860 München

Starke erste Hälfte der Löwen

Nachdem das Spiel aufgrund der verspäteten Anreise der Gästefans 15 Minuten später angepfiffen wurde, legten die Sechzger direkt los. Gleich in der 4. Minute bot sich Stürmer Sascha Mölders eine ausgezeichnete Gelegenheit. Diese scheiterte jedoch am spitzen Winkel und am Gästekeeper Jo Coppens. Die Löwen erspielten sich weiterhin gute Chancen, doch auch Jena lief nun warm. In der 13. Minute wurde es gefährlich für 1860, als die Gäste plötzlich in 3:2-Überzahl konterten, doch Bonmann und Steinhart verhinderten den Rückstand. Bis zu diesem Zeitpunkt ein harter, aber ausgeglichener Schlagabtausch im Grünwalder Stadion.

Dann eine Ecke von Klassens, die die Thüringer zunächst blocken konnten. Der abgewehrte Ball landete bei Efkan Bekiroglu, der den Ball mit viel Übersicht in den Strafraum der Gäste flankte. Dort war Kapitän Felix Weber zur Stelle und köpfte das 1:0 für sein Team. Das Tor entfachte neues Feuer in den Löwen und brachte diese auf Hochtouren. Und so kamen sie erneut zu einer guten Chance: Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Phillip Steinhart fand wieder Kapitän Weber, der den Ball aus kurzer Distanz im Tor versenkte (35.). In der 43. Minute hatte noch einmal Sascha Mölders eine gute Aktion: Seinen starken Distanzschuss aus 20 Metern Entfernung konnte Jo Coppens allerdings entschärfen.

Jena druckvoll aus der Kabine

Der FC Carl Zeiss kam nach der Pause deutlich besser ins Spiel als die Hausherren. Deshalb gehörte die erste gefährliche Chance auch den Thüringern. Nach einer Flanke von Patrick Schorr in der 53. Minute verpasste Daniele Gabriele knapp im Strafraum der Sechzger. In der 68. Minute machten die Gäste es besser: Eine Hereingabe von Raphael Obermair konnte Löwen-Schlussmann Hendrik Bonmann nur mit der Faust nach vorne abwehren, direkt vor die Füße von Maximilian Rohr. Der ließ sich nicht lange bitten und legte den Ball zum 2:1 Anschlusstreffer an Bonmann vorbei.

Plötzlich war Jena wieder in der Partie und machte das Spiel richtig spannend. Brenzlig für die Löwen wurde es in der 79. Minute, als Meris Skenderovic nach einer Ecke am langen Pfosten zum Abschluss kam. Bonmann war dieses Mal jedoch zur Stelle und hielt die Führung für 1860 fest. In der 80. Minute dann die Erlösung für die Löwen: Nach einem atemberaubenden Sprint gelang es Geburtstagskind Efkan Bekiroglu in der 80. Minute den Gästetorwart zu umspielen und sich selbst mit dem Treffer zum 3:1 zu beschenken. Danach ließen die Löwen nichts mehr anbrennen und die drei Punkte blieben an der Grünwalder Straße.

„Ich habe nur meinen Job gemacht“

Doppelpacker Weber gab sich nach dem Spiel bescheiden: „Ich habe auch zwei, drei Fehlpässe gehabt, die nicht passieren dürfen“, erklärte er selbstkritisch. Die logische Schlussfolgerung: Man müsse „auf dem Boden bleiben“, so der Innenverteidiger. Trotz der beiden Siege in Folge spiele das Team „noch längst nicht so, wie wir uns das vorstellen.“ Auch Löwen-Coach Daniel Bierofka war mit der zweiten Halbzeit nicht zufrieden. „Das müssen in Duisburg besser machen”, erklärte er mit Blick auf kommenden Samstag (21.09.).

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Beitragsbild: © TSV 1860 München