Seit Juli 2020 arbeitet die Bayerische mit Magdalena Neuner, einer der erfolgreichsten deutschen Biathletinnen, als Markenbotschafterin zusammen. Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der nachhaltigen Markenlinie Pangaea Life. Die 33-Jährige ist seit dem Ende ihrer aktiven Sportkarriere in zahlreichen Medien unter anderem als TV-Expertin bei der ARD zu sehen und engagiert sich sozial. Beispielsweise für die DFL Stiftung. Wir sprachen mit Magdalena Neuner über ihre Rolle als Markenbotschafterin und bekamen auch spannende Einblicke in ihren Alltag.

die Bayerische: Liebe Magdalena, kanntest Du die Bayerische oder Pangaea Life schon, bevor ein Kontakt wegen der Zusammenarbeit zustande kam?

Magdalena Neuner: Ich bin zwar schon mal über die Namen gestolpert, habe mich damit aber nicht weiter beschäftigt.

die Bayerische: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit der Bayerischen beziehungsweise Pangaea Life?

Magdalena Neuner: Nachdem von Euch eine Anfrage kam, habe ich mich mit meinem Papa darüber ausgetauscht. Er ist Banker und immer mein Berater bei Themen rund um Versicherung und Altersvorsorge. Also war er mein erster Ansprechpartner, als ich mich damit auseinandergesetzt habe. Er war sofort von Pangaea Life begeistert und hat auch mich davon überzeugt, dass Pangaea Life zu mir passt und ich absolut dahinterstehen kann. Ich bin dann nach München gefahren, um mich mit den Verantwortlichen der Bayerischen persönlich auszutauschen.

Ehrlich gesagt, war ich positiv überrascht, nicht auf das klassische Klischee von Versicherung zu treffen.

Die Atmosphäre war von Anfang an sehr entspannt und angenehm. Mit Joachim Zech und Eurem Team vom Sportmarketing habe ich dann über die genauen Ideen der Zusammenarbeit gesprochen. Eigentlich wollten wir am 1. April starten, wegen Corona hat sich das um drei Monate nach hinten verschoben. Ich bin froh, dass wir jetzt endlich loslegen können.

die Bayerische: In wenigen Sätzen zusammengefasst: Was ist deine Aufgabe als Markenbotschafterin?

Magdalena Neuner: Meine Aufgabe ist es, die Marke nach außen zu repräsentieren und die Leute darauf aufmerksam machen, dass Pangaea Life eine gute Alternative zur klassischen Altersvorsorge ist. Hinter Pangaea Life steckt ein toller Gedanke: Nachhaltigkeit kombiniert mit Rendite.

die Bayerische: Und welches persönliche Ziel willst Du als Markenbotschafterin erreichen?

Magdalena Neuner: Mir ist es ein persönliches Anliegen, auf den Umweltschutz aufmerksam zu machen. Viele Leute nehmen leider keine Rücksicht auf unsere Umwelt. Ich erlebe es selbst im Alltag, dass viele ihren Müll überall liegen lassen. Aber natürlich bekommt man über die Medien auch viel in diese Richtung mit. Das ärgert mich, und dagegen möchte ich etwas tun.

die Bayerische: Wie sind die Reaktionen aus Deinem Umfeld auf Dein Engagement als Markenbotschafterin?

Magdalena Neuner: Also wie schon erwähnt, findet mein Vater das sehr positiv. Aber auch alle anderen aus meinem persönlichen Umfeld, finden Pangaea Life gut. Der Imageclip kam super bei meiner Familie und meinen Freunden an. Ich denke, mit dem Film haben wir es geschafft, etwas auszudrücken. Mir persönlich gefällt der Clip auch total. Es ist ein sehr ansprechender und schöner Film geworden.

die Bayerische: Du hast gerade den Imagefilm angesprochen, den wir zum Start der Partnerschaft mit Dir gedreht haben. Wie lief denn der Dreh ab?

Magdalena Neuner: Wir haben in meiner Heimat Wallgau zwei Tage lang gedreht. Am ersten Tag war das Wetter nicht so gut. Den Tag haben wir für das Interview genutzt und am zweiten Tag konnten wir bei schönem Wetter die Außenaufnahmen machen. Wir sind sehr früh am Morgen an die Isar gegangen und wurden mit tollem Licht belohnt. Neben dem Imageclip haben wir auch noch Produktvideos abgedreht, die noch nicht veröffentlicht sind. Wir haben in den zwei Tagen ziemlich viel geschafft.

die Bayerische: Wie kam es dazu, dass Dein Mann auch im Film mitmacht?

Magdalena Neuner: Das war sehr spontan. Der Produzent des Films meinte, dass das sehr gut passen würde, wenn mein Mann als Zimmermann Teil des Films sein würde. Ich musste meinen Mann schon ein bisschen überzeugen. Das hat dann zwar schnell geklappt, aber er wollte keinen Sprechpart haben. Wir haben dann in seiner Werkstatt gedreht. Ich finde es gut, dass er mitgemacht hat. Im Film kommt es gut rüber, wie wichtig Holz für das Klima ist und welche Handwerkskunst hinter der Holzverarbeitung steckt. Das wird oft leider nicht gesehen.

die Bayerische: Wie hast Du die bisherige Zusammenarbeit mit uns erlebt?

Magdalena Neuner: Sehr positiv und unkompliziert. Der Knoten ist dann endgültig geplatzt, als mich Kollegen aus dem Sportmarketing bei mir daheim besucht haben und wir zusammen einen Kaffee getrunken haben. Wir sind junge Leute im ähnlichen Alter und haben gleich einen Draht zueinander gefunden. Das habe ich auch in meiner Sportlerzeit immer sehr geschätzt: Locker miteinander umzugehen und dabei gleichzeitig professionell zu sein.

die Bayerische: Du erwähnst auch, dass Umweltschutz für Dich noch wichtiger ist, seit Du Kinder hast. Inwiefern spielt das Thema Umwelt und Natur eine Rolle in der Erziehung Deiner Kinder (sechs und drei Jahre)?

Magdalena Neuner: Das spielt immer eine große Rolle. Wir leben unseren Kindern vor, wie wichtig es ist, gut mit der Umwelt umzugehen. Zum Beispiel schmeißen wir keinen Müll irgendwo hin, sondern nehmen ihn wieder mit nach Hause, um es dort zu entsorgen.

Uns ist auch wichtig, viel mit den Kindern in die Natur zu gehen, damit sie das bewusst wahrnehmen und wissen, wie wichtig eine gesunde Umwelt ist. Das haben mir meine Eltern als Kind beigebracht und das gebe ich so auch weiter.

Meine sechsjährige Tochter ist da schon sehr sensibilisiert. Wir kamen einmal frühmorgens an einem Parkplatz an der Isar vorbei, an dem das Zelten nachts verboten ist. Meine Tochter meinte dann zu mir: „Mama, ich verstehe das gar nicht. Wissen die nicht, dass man hier über Nacht nicht zelten darf und seinen Müll nicht rumliegen lassen soll.“

die Bayerische: Wo spielt das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit bei Dir im Alltag eine Rolle?

Magdalena Neuner: In vielen Bereichen. Das fängt zum Beispiel schon beim Einkaufen an. Man macht sich Gedanken, welche Produkte man kaufen sollte, man nimmt eine eigene Tasche oder einen Korb mit. Ich versuche, Verpackungen im Alltag so weit wie möglich zu reduzieren. Ich fahre ein Hybridauto und bin sehr stolz, dass ich in den letzten Monaten überwiegend elektrisch fahre und nur wenig über Benzin, wenn es aufgrund einer längeren Strecke nicht anders geht.

die Bayerische: In Deinem Heimatort Wallgau haben Ende Juli Hunderte gegen den zunehmenden Ausflugsverkehr demonstriert. Du warst auch dabei. Was hat Dich bewegt, dort mitzulaufen?

Magdalena Neuner: Es gibt zunehmend mehr Durchgangsverkehr und Touristen, die nicht verantwortungsvoll mit der Natur umgehen. Viele Leute parken unerlaubt oder hinterlassen Müll. Seit Corona habe ich den Eindruck, dass es noch mehr Autos werden, die durch Wallgau fahren. Viele machen jetzt einfach im näheren Umkreis Ausflüge. Wallgau ist ein kleiner Ort mit 1.400 Einwohnern. So viel Durchgangsverkehr können wir einfach nicht bewältigen. Darauf wollten wir aufmerksam machen. Ich möchte aber auch klar sagen, dass wir grundsätzlich gerne Touristen begrüßen. Aber es muss verträglich sein mit der Umwelt und der Größe des Ortes. Es ist nötig, auch andere Lösungen zu finden, die für Entlastung sorgen. Ein Ausbau des Angebots an öffentlichen Verkehrsmitteln gehört sicher dazu.

die Bayerische: Für junge Leute scheint das Thema Altersvorsorge oft weit weg: Wie kann man Deiner Meinung nach Berufsanfänger für die Wichtigkeit der richtigen Vorsorge sensibilisieren?

Magdalena Neuner: Ganz wichtig sind gute Berater. Sowohl einen Makler beziehungsweise aus der Versicherung als auch jemanden im privaten Umfeld, der sich auskennt und es gut mit einem meint. Ich habe mich schon sehr früh, mit 16 Jahren, damit beschäftigt, als ich nach der Schule ins Berufsleben eingestiegen bin. Ich hatte dann Gespräche mit einem Versicherungsvertreter, in dem auch das Thema Altersvorsorge zur Sprache kam. Im ersten Moment vielleicht ein komischer Gedanke, sich schon in einem so jungen Alter mit diesen Themen zu beschäftigen.

Ich habe früh eine Lebensversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Altersvorsorge abgeschlossen.

Ich war an der Stelle sehr vernünftig, was aber sicher auch damit zu tun hatte, dass ich als Leistungssportlerin ein höheres Risiko hatte, berufsunfähig zu werden. Es reicht oftmals eine schwierige Verletzung aus, und man kann keinen Leistungssport mehr ausüben.

die Bayerische: Die Skier hast Du zumindest im Profi Bereich vor einigen Jahren an den Nagel gehängt. Inwiefern spielt der Sport weiterhin eine Rolle in Deinem Leben?

Magdalena Neuner: Sport spielt nicht mehr so eine große Rolle wie früher. Auch durch meine Kinder hat es sich verändert, wie und welchen Sport ich betreibe. Wir gehen gern in den Bergen wandern oder Radfahren. Manchmal nehme ich mir aber auch eine kleine Auszeit für mich. Dann fahre ich mit dem Rad und genieße es, allein in der Natur unterwegs zu sein. Da ich als TV-Expertin für Biathlon arbeite, kommt es im Winter auch vor, dass ich einige Tage ohne meine Familie unterwegs bin. Da habe ich dann gerne meine Skier dabei und freue mich, durch den Schnee zu fahren.

die Bayerische: Vermisst Du den Leistungssport oder bist Du froh, Dich in dieser Lebensphase neuen Projekten widmen zu können?

Magdalena Neuner: Mein Leben ist sehr abwechslungsreich, und ich vermisse den Leistungssport nicht. Ich habe ihn seit meinem Ausstieg aus der Profilaufbahn nie vermisst. Das war damals eine bewusste und wohl überlegte Entscheidung, den Schlussstrich zu ziehen. Ich habe sehr viel erreicht und wäre wahrscheinlich auch die folgenden Jahre weiterhin erfolgreich gewesen. Für mich war einfach der Moment gekommen, in dem ich mich dafür entschieden habe, meinem Leben andere Schwerpunkte zu geben. Auch in meiner aktiven Zeit war mir immer wichtig, etwas neben dem Sport zu haben. Ich habe versucht, meine Hobbies oder Freundschaften zu pflegen. Leider war damals nicht viel Zeit für solche Dinge. Der Druck war enorm und ich hatte natürlich auch sehr hohe Erwartungen an mich.

die Bayerische: Die Corona-Pandemie ist für uns alle eine Ausnahmesituation: Was sind Deine Strategien, um gut durch diese schwierige Zeit zu kommen?

Magdalena Neuner: Wir leben auf dem Land und wir konnten raus gehen. Viel in der Natur zu sein und viel Zeit mit der Familie zu verbringen, hat sehr geholfen, durch die dunkle Zeit zu kommen. Diese entschleunigte Zeit tat mir auch gut, um runterzukommen. Die Monate vor Corona hatte ich viel Stress. Ich war auf vielen Terminen und dann sind wir auch noch umgezogen. Die viele Zeit, die ich danach mit der Familie verbringen konnte, habe ich sehr genossen. Ich bin auch froh, dass ich noch kein schulpflichtiges Kind hatte, mit dem wir dann Homeschooling hätten machen müssen. Seit den Lockerungen bin ich aber auch sehr froh, wieder Freunde treffen zu können. Ein bisschen vermisse ich schon das gewohnte soziale Leben, zum Beispiel dass man mal auf ein Fest gehen kann. Aber ich habe wirklich keinen Grund zu jammern. Ich bin sehr dankbar für die positiven kleinen Dinge.

die Bayerische: Der Klimawandel stellt die Menschheit vor eine enorme Herausforderung: Wie optimistisch oder pessimistisch blickst Du persönlich in die Zukunft?

Magdalena Neuner: Das ist abhängig von der Tagesform. Manchmal, wenn ich Müllberge am Walchensee sehe, zweifle ich schon ein bisschen, wie das werden soll. Es gibt leider immer noch viele Leute, die sehr nachlässig mit unserer Umwelt umgehen. Aber ich bin davon überzeugt, dass viele Leute mittlerweile ein Bewusstsein für die Bedeutung von Umweltschutz und Klimawandel haben. In diesem Sinne bin ich optimistisch, dass wir und die jüngeren Generationen auf einem guten Weg sind, das Ruder rumzureißen.

Titelbild: © die Bayerische