„Wir wollen unsere Vermittler mit auf den Weg in die neue digitale Welt mitnehmen.“ Das verriet uns Maximilian Buddecke, Leiter Partner- und Kooperationsvertrieb und Mitglied der Vorstände der Bayerische ProKunde AG, im Interview. Ein großes Schlagwort für 2020 ist demnach die Digitalisierung. Aber welche Themen kommen noch in diesem Jahr auf Makler zu? Alle Details dazu in unserem Jahresausblick 2020.

Zukunftscampus on the road

Zunächst einmal steht der Zukunftscampus bevor. Das Workshop-Format geht in die zweite Runde. Teilnehmer können sich auf spannende Vorträge und hochkarätige Spezialisten freuen. Unter anderem sind Bastian Kunkel von Versicherungen mit Kopf, der Börsenexperte Manuel Koch und der Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke mit dabei. Der Startpunkt ist Hamburg, Scharbeutz, am 5. Februar. Insgesamt gastiert der Zukunftscampus in sechs verschiedenen Städten. Weitere Informationen dazu finden Interessierte auf unserem Blog.

Neue Aufsicht der Finanzanlagenvermittler

Ein weiteres Thema wird die Aufsicht der 34f-Finanzanlagenvermittler sein. Kurz vor Weihnachten legte das Finanzministerium einen entsprechenden Referentenentwurf vor. Dieser sieht vor, dass Finanzanlagenvermittler mit Erlaubnis nach § 34f sowie Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h GewO ab dem 1. Januar 2021 von der BaFin beaufsichtigt werden sollen. Aktuell unterstehen sie der Aufsicht der Industrie- und Handelskammern (IHK). Wie Cash.Online berichtet, herrscht aktuell noch Unklarheit über die anfallenden Kosten durch die Umlage der Beaufsichtigten. Denn in Zukunft sollen Finanzanlagendienstleister nach drei verschiedenen Gruppen berechnet und bezahlt werden. Auch der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW hat sich dazu gemeldet. In einer Stellungnahme lehnt er den Referentenentwurf ab und hinterfragt die Notwendigkeit eines solchen Wechsels. Außerdem widerspreche der Entwurf den Kernaussagen des Koalitionsvertrags.

Neue Klassifizierung für nachhaltige Investments

Auch im neuen Jahr hat die Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert. Nachhaltige Investments werden weiterhin beliebter, gleichzeitig ist das Europäische Parlament derzeit dabei, in diesem Rahmen ein neues Klassifikationssystem zu erstellen. Kein Wunder also, dass die Pangaea Life auch im Jahr 2020 ein weiteres Wachstum durchmachen wird. Außerdem tüftelt die EU-Kommission derzeit daran, Ende 2020 die Pflichten in der Finanzberatung zu erweitern. Konkret geht es darum, dass Vermittler Kunden ausdrücklich zu ihren Nachhaltigkeitspräferenzen befragen und das im Anschluss dokumentieren müssen. Die ESG-Aspekte gehören danach mit zur Beratung von Privatkunden.

Absetzbare Basisrentenbeiträge steigen

Wer Beiträge zu einer Basisrente leistet, kann diese als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen abziehen. Wie der GDV berichtet, soll der steuerliche Höchstbetrag zur Basisrente voraussichtlich auf 25.046 Euro steigen, bei Verheirateten ist er doppelt so hoch. Zudem steigt die als Sonderausgaben absetzbare Summe auf 90 Prozent. Bis 2025 soll sie 100 Prozent betragen.

Es steht also ein spannendes Jahr bevor. Doch nicht alle der bevorstehenden Veränderungen sind bereits in Stein gemeißelt. Wir halten Interessierte über die neuesten Entscheidungen auf dem Laufenden.

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