Biometrie ist Thema bei der Bayerischen. Nicht nur phasenweise sondern immer. Und immer mit dem Ziel der Optimierung. Auch für das Jahr 2021 hat sich der Versicherer das Thema groß auf die Agenda geschrieben. Mit Karoline Viktoria Mielken, Spezialistin Biometrie die Bayerische, sprechen wir über Neuerungen und Produkte.

Redaktion: Frau Mielken, warum wird 2021 das Biometrie-Jahr bei der Bayerischen?

Karoline Viktoria Mielken: Bei der Bayerischen ist jeder Tag ein Biometrie-Tag. Wir arbeiten hierfür immer sehr stark mit konstruktivem Feedback unserer Partner. Im Oktober 2020 haben wir dadurch auch unseren neuen BU-Tarif auf den Markt gebracht. Ein sehr positiver Start, auch für dieses Jahr. Auch das Thema Nachversicherung haben wir neustrukturiert. Diese ist nun im bestehenden Vertrag. Das heißt: die Dynamisierung erfolgt auch auf die Vertragsbestandteile aus der Nachversicherung. Zuvor lief es über einen separaten Vertrag. Ein weiterer Pluspunkt: eine neue Teilzeitklausel. Hier können wir Voll- und Teilzeittätige gleichstellen.

Besonders spannend für die Corona-Zeit ist eine vereinfachte Anerkennung bei bestimmten Erkrankungen wie beispielsweise der Lunge. Wir starten hier also mit wirklich gutem Rüstzeug in 2021. Das Bewusstsein für die Gesundheit hat gerade in Zeiten einer Pandemie zugenommen. Für uns ist es vor allem aber wichtig, keine Eintagsfliege zu sein, sondern langfristig erfolgreich zu sein.

Redaktion: Die Bayerische stellt ihren Vertriebspartnern stetig neue Serviceelemente zur Verfügung. Worauf können sich Makler in diesem Jahr aus dem Biometrie Sektor freuen?

Karoline Viktoria Mielken: Technisch wird es einiges geben. Beispielsweise haben wir MIRApply implementiert. Das heißt: wir stellen Antragsrückfragen digital. Dadurch wird es für unsere Partner schneller und transparenter. Kein Antrag soll liegen bleiben, weil von Kunden- oder Arzt Seite keine Rückmeldung kommt. Außerdem wird demnächst unsere Gesundheits-App Humanoo launchen. Im BU-Tarif wird diese unseren Kunden zur Verfügung gestellt, die so, durch aktive Mitarbeit, ihre Beiträge reduzieren können.

Zu mehr Informationen, speziell aus der Biometrie, laden wir unsere Partner jeden ersten Montag im Monat zum Biometriestammtisch ein. Hier wollen wir bestimmte Themen mit den Partnern besprechen. Weniger im Vortragsmodus, sondern aus Sicht des Maklers. Auch der YouTube-Kanal des Partner- und Kooperationsvertriebes wird neu aufgestellt.

Wir wollen weniger darauf eingehen, was unser spezielles Produkt auszeichnet und stattdessen den Partner an die Hand nehmen und Fachwissen zur Verfügung stellen.

Redaktion: Welches Biometrie Produkt der Bayerischen hat Ihrer Meinung nach das größte Potential?

Karoline Viktoria Mielken: Tatsächlich lässt sich das pauschal kaum beantworten. Das hängt immer vom Kunden ab. Denn: Wenn ich eine Familie mit kleinem Kind habe, dann bedarf es ganz klar einer Absicherung im Bereich der Grundfähigkeiten. Über die BU-Wechseloption kann das beispielsweise jetzt dreijährige Kind später wechseln. Bei Beamten empfehle ich hingegen ganz klar eine Absicherung der Berufsunfähigkeit mit der echten Dienstunfähigkeitsklausel der Bayerischen. Das eine Königsprodukt gibt es nicht. Wo liegt der Bedarf des Kunden? Und was möchte er absichern? Das sind die Fragen, die ich hier stellen würde.

Redaktion: Und welches der Biometrie Produkte ist in Ihren Augen unumgänglich und sollte jedem Kunden empfohlen werden?

Karoline Viktoria Mielken: Es gibt eines, das eigentlich für jeden passt: Die Grundfähigkeitenversicherung. Hier wird ein Rundumblick vorgenommen. Was brauche ich in meinem Alltag? Was ist mir allgemein wichtig? Die Grundfähigkeit kann dadurch bei jedem Kunden punkten. Vom Kleinkind über die Krankenschwester, bis hin zur akademisch tätigen Person.

Redaktion: Und inwieweit ist das Ihrer Meinung nach Vermittlern bewusst?

Karoline Viktoria Mielken: Noch viel zu wenig. Ich stelle zwar fest, dass das Bewusstsein zunimmt, aber bei der Frage, ob Vermittler das Produkt in ihre Beratung aufnehmen, besteht noch Potential. Ich kann hier wirklich nur appellieren: auf jedem Fall! Wenn man es haftungstechnisch sicher verpackt und richtig aufklärt, worum es bei der Grundfähigkeit geht, nämlich die Fähigkeit und das Abgrenzen der beruflichen Tätigkeit, bin ich auf der sicheren Seite.

Wenn die Berufsunfähigkeit ab einer bestimmten Berufsklasse recht teuer ist, schicken wir beispielsweise auch immer ein Angebot mit, das den Partner an die Grundfähigkeit erinnert.

Dem höher, schneller, weiter des Marktes wollen wir hier als Bayerische nicht ganz folgen, sondern stattdessen sinnvoll mit qualitativ hochwertigen Bedingungen für unsere Lösung anbieten. Auch in 2021 werden wir dahingehend nachjustieren.

Redaktion: Am 23. Februar und 03. März findet der Zukunftscampus 2021 der Bayerischen statt. Was erwartet die Besucher seitens der Biometrie? Und worauf freuen Sie sich ganz besonders?

Karoline Viktoria Mielken: Es wird spannend! Wir wollen mit Thorsten Breitag und Michael Strenzio das Thema Corona näher beleuchten. Welche Auswirkungen hat das Virus auf die Biometrie? Was wird sich bei uns im Hause und generell verändern? Wie gehen wir mit Langzeitfolgen um? Wir wollen kritisch hinter die Kulissen schauen. Das verspricht eine spannende Diskussion zu werden, in der die Zuhörer live Fragen stellen können.

Titelbild: © Karoline Viktoria Mielken