Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt auch unter neuer Führung eine lockere Geldpolitik. Welche Auswirkungen hat das Niedrigzinsumfeld auf die Lebensversicherung? Dieser Frage stellten sich die Vorstände der Bayerischen gemeinsam mit Assekurata-Chef Reiner Will. In der Web-Konferenz „Stirbt die Lebensversicherung mit dem Zins?“ beleuchten die Experten, welche Chancen die Lebensversicherung bietet und wie es weitergeht.

Aus Liebe zur Lebensversicherung

Neben Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe die Bayerische und den Vorstandsmitgliedern der Versicherungsgruppe die Bayerische Thomas Heigl und Martin Gräfer war auch Dr. Reiner Will mit auf der Konferenz, der Geschäftsführer der ASSEKURATA Assekuranz Rating-Agentur GmbH. Das Ziel der Konferenz: Herauszustellen, ob die Lebensversicherung tatsächlich stirbt, und dabei befriedigende Antworten für die Zukunft zu finden. Als eine Einleitung argumentierten die Experten, „warum sie die Lebensversicherung lieben“. Hier stießen verschiedene Pro-Argumente aufeinander. Will etwa schätzt vor allem, dass die Lebensversicherung ihm eine Beschäftigung bietet, Schneidemann ist von der Lebensversicherung auch in Zeiten von Negativ-Zinsen überzeugt, weil sie durch ihre Wirkungskraft im Kollektiv überzeuge. Martin Gräfer wiederum findet, dass sie gerade darum so stark sei, weil sie „eine zeitlose Bedeutung hat und einem demokratischen Prinzip folgt“.

„Wir müssen uns wohl noch eine Weile lang mit dem Niedrigzins beschäftigen.“ – Dr. Reiner Will

Risiken umgehen

In der Diskussion sprach Martin Gräfer, hier auch in moderierender Funktion, die vorrangig negative Berichterstattung bezüglich der Lebensversicherung an. So titelte die BILD-Zeitung vor einer Weile, dass jeder vierten Lebensversicherung das Aus drohe, der Focus sah Ende 2019 einen „schweren Schlag“ voraus, der die Lebensversicherung treffen sollte. Die Vorstände zeigten allerdings auf, dass viele der Aspekte, die die Lebensversicherung so attraktiv machen, in der Berichterstattung häufig unter den Tisch fallen. Zum Beispiel fange sie das Altersrisiko ab – viele Menschen „überleben“ ihre finanziellen Reserven um mehr als eine Dekade. Danach sei guter Rat teuer, denn damit rechnen viele nicht. „Laut wissenschaftlicher Studien besteht die Chance, dass Menschen 120 Jahre alt werden“, führte Martin Gräfer dazu aus. Und erleben die Menschen ihre Lebensversicherung nicht, so könne sie auch noch zur Absicherung der Hinterbliebenen dienen.

Die Bayerische ist gewappnet

Weiterhin wiesen die Vorstände darauf hin, dass die deutschen Lebensversicherer im Vergleich zu europäischen Playern wesentlich solventer sind. Das liege mitunter am Aufbau der Zinszusatzreserve – die Finanzierungsbedingungen seien jedoch eine Herausforderung. Für das Kommende sieht sich die Bayerische trotz allem gut gewappnet. Sie hat ihre Kapitalanlagestrategie schon frühzeitig überdacht und neu ausgerichtet. Mit Fokus auf Realwerte. „Das Thema Kapitalanlage kann man nicht mal eben so optimieren. Wir sind da schon 2011 herangegangen“, sagte Thomas Heigl dazu.

„Wir haben unsere Kapitalanlage so ausgerichtet, dass wir die nächsten Jahre nachhaltig über dreieinhalb Prozent Rendite erwirtschaften können, ohne groß an die stillen Reserven gehen zu müssen.“ – Thomas Heigl

Beratungsbedarf so hoch wie nie

Die Vorstände und Dr. Reiner Will warfen zuletzt noch einen Blick in die nähere Zukunft. Wo liegen die größten Risiken und welche Auswirkungen hat die Coronavirus-Pandemie? „Die Lebensversicherung bietet dem Vertrieb viele Chancen“, schloss Dr. Reiner Will die Runde. „Der Beratungsbedarf auf Kundenseite war noch nie so groß wie heute.“

Im Video finden Sie ein paar Highlights der Konferenz:

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Titelbild: © die Bayerische