Das Jahr neigt sich mit großen Schritten dem Ende entgegen. Anlass für uns, einen Blick zurück zu werfen: Was ist im Hause der Bayerischen 2019 alles passiert?

Was waren die zentralen Entwicklungen? Und da 2020 bereits um die Ecke wartet, wollen wir uns auch damit beschäftigen. Was sind die Pläne für das kommende Jahr? Über diese und viele weitere Fragen haben wir mit Maximilian Buddecke gesprochen. Der Leiter des Partner- und Kooperationsvertriebs, sowie Mitglied der Vorstände der Bayerische ProKunde AG, hatte einiges zu berichten.

umdenken.co: Herr Buddecke, 2019 war die Bayerische wieder extrem umtriebig. Was waren Ihre persönlichen Highlights in diesem Jahr?

Maximilian Buddecke: Das erste große Highlights war natürlich der Zukunftscampus. Hier sind wir mit den Vermittlern richtig tief in die fachliche Materie eingestiegen. Die gute Resonanz bestärkt uns darin, das Ganze 2020 zu wiederholen. Darüber hinaus konnten wir unsere Pangaea Life Angebote weiter etablieren, was mich sehr freut. Und neue Vertriebspartner gewinnen, wie beispielsweise MLP.

Windpark MADS

Reise zum Pangaea Life Windpark MADS

Etwas ganz Besonderes war sicherlich auch die Pangaea Life Reise, die wir unternommen haben. Wir haben uns den Windpark MADS live vor Ort in Dänemark angeschaut. Hier konnte ich erleben, was es heißt, in solche Anlagen zu investieren. Und dass durch Pangaea Life tatsächlich etwas entsteht.

Eines der größten Highlights ist das gesamte Team der Bayerischen. Sowohl Außen- als auch Innendienst. Wir haben den Umsatz deutlich gesteigert und das funktioniert nur, wenn alle Teile des Unternehmens gut zusammenarbeiten. Deswegen möchte ich an dieser Stelle allen einmal „Danke“ sagen! Der Dank gilt natürlich auch unseren Vertriebspartnern, ohne die wir dieses Ergebnis niemals erreicht hätten.

umdenken.co: Auch im Haus selbst hat sich einiges verändert, richtig?

Maximilian Buddecke: Absolut. Das, was wir in den letzten Jahren an unserem Außenauftritt geändert haben, holen wir jetzt intern mit Siebenmeilenstiefeln nach. Wir modernisieren Prozesse und Technik, wir erneuern die gesamte Unternehmenskultur. Und arbeiten jetzt auf eine gemeinsame Vision hin. Entsprechend haben wir umgebaut, unsere Räumlichkeiten verändert. Denn auch das gehört dazu.

umdenken.co: „Kultur“ klingt ja immer etwas schwammig. Können Sie da ein konkretes Beispiel nennen?

Maximilian Buddecke: Klar. Wir habe etwa eine so genannte „Fuck Up Night“ veranstaltet. Dort konnten wir offen über Fehler und Projekte reden, die nicht funktioniert haben. Auch diese Art der Offenheit ist wichtig, um sich zu verbessern und zu lernen.

umdenken.co: Wie sieht es bei den Beteiligungen aus?

Maximilian Buddecke: Wir haben mit Nettowelt einen spannenden Dienstleister für den Bereich Honorar-Beratung dazugewonnen. Mit der Travelprotect konnten wir unser Angebot zusätzlich erweitern. Und mit dWerk haben wir jetzt eine innovative Software-Lösung im Bereich betriebliche Altersvorsorge für Vermittler. Aber auch bei der Asspario haben wir viel bewegt, beispielsweise die ganz neue Pferdehalter-Haftpflichtversicherung.

umdenken.co: Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Partnervertriebs über das vergangenen Jahr?

Maximilian Buddecke: Wir stellen in diesem Jahr einen Rekord auf. Ein echter Hammer, soviel kann ich schon verraten. Die Arbeitskraftsicherung ist dabei mit BU-Tarifen und der neuen Grundfähigkeit sicherlich der größte Treiber. Aber auch die Plusrente macht weiterhin richtig Spaß. Und auch die Pangaea Life generiert mittlerweile viel Geschäft. Deswegen sind wir wirklich zufrieden mit der Entwicklung.

umdenken.co: Eines der Flaggschiffe 2019 war die Grundfähigkeitenversicherung. Wie sind Sie zufrieden mit dem ersten Jahr?

Maximilian Buddecke: Wenn ich gänzlich zufrieden wäre würde ich lügen. Wir haben viel erreicht, sind mit vielen Informationen in den Markt gegangen. Dazu haben wir in der zweiten Jahreshälfte mit unserer Grundfähigkeiten-Roadshow gemeinsam mit der Gothaer und Nürnberger das Thema weiter vorangetrieben. Wir haben ein sehr starkes Produkt, wenn nicht das stärkste Produkt am Markt entwickelt. Das zeigen auch die aktuellen Ratings, wie beispielsweise das von AssekuranZoom. Aber ich glaube da geht noch mehr. Insbesondere in den Gesprächen mit dem Kunden.

umdenken.co: Wie hat sich der Markt um diese Produktart im vergangenen Jahr geändert?

Maximilian Buddecke: Es ist natürlich ein extremer Wachstumsmarkt. Denn wir als Versicherer haben bisher viele Potenziale ungenutzt gelassen. Deswegen ist es gut, dass die Akteure hier nach und nach „erwachen“. Aber das führt natürlich auch zu deutlich mehr Konkurrenz. In diesem Feld ist aber noch genug Platz, weswegen ich mich über mehr Aktivität und mehr Leben freue.

„Denn die Absicherung im Bereich Grundfähigkeit bleibt ein absolutes Zukunftsthema. Nur so funktioniert Arbeitskraftsicherung für viele Kundensegmente. Vor allem die körperlich Tätigen, von denen wir derzeit nur 20 Prozent erreicht haben.“

umdenken.co: Was plant die Bayerische für Vermittler im kommenden Jahr?

Maximilian Buddecke: Der Zukunftscampus ist der erste große Pflichttermin im Januar. Da starten wir direkt mit unserem bewährten Workshop-Format aus dem vergangenen Jahr durch. Wir haben unter anderem Bastian Kunkel (Versicherungen mit KOPF!), den Börsenexperten Manuel Koch und Björn Thorben M. Jöhnke als Rechtsspezialisten dabei. Am besten gleich hier anmelden. Dann planen wir die Pangaea Life weiter auszubauen. Auch das wird sicherlich spannend. Eine Reise zu den Pangaea Assets wird es ebenfalls wieder geben.

Im Bereich Service haben wir bereits mit drei neuen Biometrie-Spezialisten den Grundstein für eine noch schnellere Bearbeitung gelegt. Davon profitieren Kunden und Vermittler. Und die Plusrente erhält ein Update für ihr Portal. Kunden können dann bereits dort nach einzelnen Produkten suchen inklusive Preisvergleich und müssen sich nicht mehr durch diverse Shops klicken.

umdenken.co: Welche Handlungsfelder und Ziele nehmen Sie mit nach 2020?

Maximilian Buddecke: Die größten Herausforderungen 2020 sehe ich sicherlich in der regulatorischen Entwicklung rund um das LVRG 2.0, den Provisionsdeckel und weitere Fragen. Das Thema „alternative Vergütungsmodelle“ wird für Vermittler sicherlich an Relevanz gewinnen. Schon mal vormerken: Dazu wird es eine Roadshow der Nettowelt geben. Und natürlich, wie könnte es anders sein, ist die Digitalisierung weiterhin Dauerbrenner.

„Für viele ist das mittlerweile ja ein Schimpfwort. Aber bei allem Gemecker bietet sie so viele Chancen und ich denke, dass wir uns darauf konzentrieren sollten.“

Wir als Bayerische arbeiten beispielsweise gerade an unserem Bestandsführungs- und Schadenssystem. Ein riesiges Projekt, aber unverzichtbar für eine erfolgreiche Zukunft. Unsere Vermittler wollen wir auf den Weg in die neue digitale Welt mitnehmen und somit Mehrwerte bieten.

umdenken.co: Herr Buddecke, vielen Dank für diesen umfassenden Rückblick!

Maximilian Buddecke: Sehr gerne!

Titelbild: © die Bayerische