Neue GDV Naturgefahrenbilanz: Wo wüteten 2018 die schlimmsten Unwetter?

Nachdem 2018 den Zahlen zufolge „zu den vier schwersten Sturmjahren der letzten 20 Jahre“ gehört, wie GDV-Präsident Weiler erklärte, hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft jetzt eine neue Bilanz veröffentlicht. Und zwar die erste regionale Naturgefahrenbilanz.

Diese zeigt, welche Regionen beziehungsweise Bundesländer wie schwer von den Stürmen und Unwettern 2018 betroffen waren. Gleichzeitig unterscheidet die Bilanz auch nach Sturm- und Hagelschäden, sowie Elementarschäden. Aber nicht nur führt die neue Erhebung entstandene Schäden auf, sondern auch die Versicherungsdichte in Sachen Unwetter- und Elementarschäden. Und ist deshalb ein wertvolles Asset für Makler. Wo ist der Bedarf hoch? Wo lohnt sich die Ansprache? Genau diese Informationen können Vermittler aus der neuen Bilanz ziehen.

Wo knallt’s am schlimmsten?

Denn die Bilanz zeigt, wie mangelhaft gerade im Bereich Elementar die Abdeckung in Deutschland immer noch ist. Zum Beispiel in dem Bundesland, das von den Stürmen 2018 die größten Schäden davongetragen hat: Nordrhein-Westfalen. Elementarschäden machten hier mit 124 Millionen Euro mehr als ein Fünftel der Elementarschäden in ganz Deutschland aus. Trotzdem beträgt die Versicherungsdichte dem GDV zufolge nur 43 Prozent.

Der Norden vergisst

Noch gefährlicher ist die Lage in Bayern. Nicht nur liegt die Versicherungsdichte in Sachen Sturm und Hagel nur bei 77 Prozent. Obwohl das Bundesland mit Schäden von 202 Millionen Euro auf Platz 3 in der Rangliste landet. Auch die Elementarabsicherung erreicht nur eine Dichte von 34 Prozent. In Anbetracht der gewaltigen Schäden, die hier möglich sind, ist das beinahe fahrlässig. Am nachlässigsten ist der aber eindeutig der Norden der Republik. In Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachen liegt die Versicherungsdichte bei Elementar sogar unter 30 Prozent.

Neue Naturgefahrenbilanz des GDV

Neue Naturgefahrenbilanz des GDV

Fakten für Kundenansprache nutzen

Mit diesem Wissen können Makler ganz gezielt Kunden ansprechen. Denn welche Grundlage ist besser geeignet, um Risiken darzustellen, als Fakten? Eine Möglichkeit dazu sind regional ausgesteuerte Facebook Kampagnen (oder auf anderen Social-Media-Kanälen). Ebenfalls denkbar sind Fachvorträge für Interessenten und Bestandskunden. Viele Wege führen zur Absicherung der Kunden.

Titelbild: © Bashkatov/fotolia.com

Exil-Hamburger, dem es an der Isar überraschend gut gefällt. Entschied sich nach dem Politik- und Geschichtsstudium in der schwäbischen Provinz gegen die Karriere als Taxifahrer. Und ist seit 2017 Redakteur der NewFinance Mediengesellschaft.

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