Während die einen Kunden ihre Versicherung lieber online abschließen, schwören die anderen auf die persönliche Beratung. Was sind ihre Beweggründe dabei? Dem geht der Branchenverband Bitkom in einer aktuellen Studie auf den Grund.

Online-Abschluss gegen Berater

Bereits vor einem Jahr hat Bitkom untersucht, warum Kunden sich für oder gegen einen Online-Abschluss entscheiden. Von denen, die sich für eine Online-Versicherung aussprachen, glaubten 39 Prozent, der Berater würde zu teure oder unbrauchbare Produkte verkaufen. Ein knappes Drittel (30 Prozent) fühlt sich online besser informiert. Die Gegenseite wiederum sucht die ausführliche Beratung im persönlichen Gespräch (57 Prozent). Dort ließen sich, so befinden die Kunden, bessere Informationen erlangen (49 Prozent). In der aktuellen Umfrage analysiert der Branchenverband nun auch die Ängste von Kunden, die bisher keine Versicherung online abgeschlossen haben.

43 Prozent fürchten falsche Beratung

Dafür befragte Bitkom 1.004 Personen ab dem 18. Lebensjahr in ganz Deutschland. Genau wie bei der vergangenen Untersuchung ist auch hier die Beratung der entscheidende Faktor. 43 Prozent der Befragten nehmen an, der Vermittler empfehle falsche oder zu teure Produkte. Ein Viertel (27 Prozent) geht davon aus, Angebote im Netz besser vergleichen zu können. Weiterhin ist auch die Zeit für viele Kunden wichtig – 26 Prozent kommen nicht dazu, während der regulären Öffnungszeiten einen Berater aufzusuchen.

„Am Berater scheiden sich in Versicherungsfragen die Geister. Die einen suchen ihn, die anderen flüchten vor ihm – und nehmen deshalb digitale Angebote wahr“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Pressemeldung.

Sorgen beim Datenschutz

Diejenigen, die bisher vor einem Online-Abschluss abgesehen haben, sorgen sich vorrangig wegen des Datenschutzes. 43 Prozent von ihnen haben Angst, dass ihre Daten in die falschen Hände geraten. Ein Drittel (32 Prozent) führt Bedenken wegen Cyberkriminellen und Hackern ins Feld. Mehr als die Hälfte jedoch (53 Prozent) wünscht eine ausführliche Beratung und die Beantwortung ihrer Fragen. Bitkom-Präsident Achim Berg zufolge wirke sich die aktuell nach wie vor anhaltende Krise deutlich auf das Verhältnis zwischen Kunde und Vermittler aus. „Die Erfahrungen der Corona-Krise werden sicherlich auch der Video-Beratung für alle Altersgruppen zusätzlichen Schub geben und die Beratung in Versicherungsfragen weiter digitalisieren“, sagte Berg dazu.

In diesem Rahmen hat Christian Lhotka, Regionalleiter der Bayerischen, ein Online-Seminar zum Thema digitale Beratung aufgenommen. Wie können Vermittler die digitale Beratung ideal für sich nutzen? Auf umdenken.co finden Interessierte weitere Details dazu. Und mit „Meine Bayerische“ steht Vermittlern ein digitaler Versicherungs- und Vertragsservice zur Verfügung.

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