Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Relevanz. Und Dringlichkeit. Gleichzeitig bietet es Chancen. Besonders im Investmentbereich haben sich Daniel Regensburger und Uwe Mahrt, die Geschäftsführer der Pangaea Life, Gedanken gemacht, um das Thema für Kunden erlebbarer zu machen. In Teil eins des Interview verraten sie uns aber zunächst, wie die Zusammenarbeit aussieht und welchen Stellenwert Nachhaltigkeit im jeweiligen Privatleben einnimmt.

Redaktion: Sie sind seit dem 1. Januar 2021 das geschäftsführende Duo von Pangaea-Life. Wie sieht die bisherige Zusammenarbeit aus? Und inwieweit profitiert man voneinander?

Uwe Mahrt: Daniel Regensburger konzentriert sich auf Produktgestaltung und Controlling. Fungiert also mehr als CFO. Ich bin hingegen für den Bereich Vertrieb und das Thema Fonds zuständig. Inwieweit ich von seiner Arbeitsweise profitiere, ist relativ simpel: Er ist ein junger, dynamischer Mann. Ich bringe hingegen die Ruhe und Erfahrung mit. Und am Ende des Tages ergänzen wir uns einfach perfekt. Entscheidungen treffen wir gemeinsam und tragen diese auch so zu den Aufsichtsgremien.

Daniel Regensburger: Ganz meiner Meinung. Mir fehlt manchmal noch die Geduld aufgrund der eher geringen, tatsächlichen Veränderungsgeschwindigkeit in der Branche. Und warum nicht längst jeder erkannt hat, dass Nachhaltigkeit auch einfach umsetzbar sein kann. Und ja, ich bin eher der Zahlenmensch und interessiere mich eher für die Fakten.

Zusammen sind wir die ideale Kombination für Pangaea Life mit einem großen gemeinsamen Nenner: Wir wollen nachhaltig agieren.

Die Welt zu retten, schaffe ich nicht alleine. Auch nicht zu zweit, mit der Bayerischen im Rücken. Aber cool wäre es, wenn die Branche die Gelegenheit nutzt, das Thema Nachhaltigkeit für den Kunden nachvollziehbar zu machen, ohne Greenwashing zu betreiben. Uwe und ich sind uns dessen bewusst und haben eine realistische Chance, etwas zu verändern.

Redaktion: Welchen Stellenwert hat das Thema Nachhaltigkeit in Ihrem Privatleben?

Uwe Mahrt: Tatsächlich bin ich inzwischen auch privat in einigen gemeinnützigen Organisationen vertreten. Neben Aufforstungsgebiete in Afrika unterstütze ich auch Ärzte ohne Grenzen. Auch mit Plastiktüten kaufe ich nicht mehr ein. Man steht für das Thema Nachhaltigkeit auf der Bühne und brennt dafür. Da fallen einem auch privat Dinge auf. Bei Hotels achte ich darauf, wie verschwenderisch sie mit Dingen umgehen.

Außerdem fahre ich ein Elektroauto. Das hat sich beruflich so ergeben und inzwischen liebe ich es. Ladestationen sind ein eigenes Thema. Ich habe inzwischen zehn Apps dafür auf dem Handy. Da die Suche nach einer Ladestation auch zwei Stunden dauern kann, bin ich gelassener geworden. Nachhaltigkeit bestimmt so gesehen auch meinen Rhythmus.

Außerdem hat Elektromobilität eine eigene Community. Ich kenne niemanden, der an einer Tankstelle aussteigt und das Gespräch sucht. Ich lerne wirklich bei jedem Laden neue, interessante Leute kennen. Teslafahrer grüßen sich auch untereinander.

Daniel Regensburger: „Spare Dir Parship und kaufe ein E-Auto“. Ich habe übrigens gerade einen KFW-Förderantrag für eine private E-Ladesäule ausgefüllt. Sage und schreibe 900 Euro werden für jeden Ladepunkt bezuschusst. Da bleibt wenig Eigenanteil. Inklusive Einbau verrechnet mir mein Elektriker 1.200 Euro. Gerade in Neubauten liegt der Starkstrom schon in der Garage. Wenn wir so weitermachen, sind im Jahr 2030 vermutlich zehn Millionen Fahrzeuge auf deutschen Straßen elektrisch unterwegs. Auch die Komponenten der Akkus werden zunehmend nachhaltiger. E-Mobilität entwickelt sich positiv. Als Familienvater in einer ländlichen Gegend denke ich sehr nachhaltig. Beispielsweise holen wir unsere Eier vom Bauern in der unmittelbaren Nachbarschaft. Da freuen sich auch die Kids jede Woche. Beim Hausbau war das Thema Energieeffizienz ebenfalls ein absolutes Thema. Es ist mir wichtig, vor allem Bewusstsein für nachhaltige Themen zu schaffen – das gelingt mir selbst übrigens auch nicht immer. Oft sind es die kleinen Dinge.

Titelbild: © die Bayerische/Pangaea Life