Nachhaltigkeit ist derzeit eines der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Themen. Ein großer Teil der jungen Europäer engagiert sich nachhaltig, EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen schlug eine Verschärfung der bisherigen Klimaziele vor. Die Bayerische hat die Zeichen der Zeit längst erkannt und die Pangaea Life gegründet – ihre nachhaltige Tochter. Worum handelt es sich dabei genau und was haben Kunden davon?

Quelle: Statista

Was ist Pangaea Life?

Neue Sicherheit, Nachhaltigkeit und Absicherung in einem Produkt – so beschrieb Uwe Mahrt, Geschäftsführer der Pangaea Life, die Pläne hinter dem noch jungen Unternehmen im Frühjahr 2017. Die Pangaea Life GmbH erblickte das Licht der Welt am 1. Januar 2017, ihr Credo: Alles auf Anfang. Mahrt zufolge muss die Erde im Sinn der Nachhaltigkeit trotz der Kontinentalbewegung, trotz Grenzen und Spaltung als Einheit gesehen werden. Darum stammt der Name der Pangaea Life vom Urkontinent Pangaea ab, der noch als vereinte Landmasse existierte. Der Pangaea Life Fonds investiert ausschließlich in erneuerbare Energien und Energieeffizienz, die zu 100 Prozent nachhaltig sind. Ein unabhängiges Gremium beurteilt die ausgewählten Investitionsprojekte und liefert Vorschläge für neue Investments. Mit einem Startvolumen von 120 Millionen Euro konnte er im ersten Jahr bereits 4,00 Prozent Rendite einfahren.

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Raus mit der Kohle

Weiterhin fasst die Pangaea Life den Klimaschutz im Besonderen ins Auge. Die Beschränkung von Investments auf erneuerbare Energien ist dabei nur der erste Schritt. Der Ausschluss von Unternehmen aus der klimaschädlichen Kohle- und Ölindustrie ist der zweite. Der Kunde soll hier ausschließlich in konkrete Sachwerte investieren, die er transparent durchschauen kann. Ein Engagement, das sich schon früh ausgezahlt hat: Nach nicht einmal einem Jahr erlangte die Pangaea Life den Status zertifizierter Klimaschützer.

Portfolio

Insgesamt investiert die Pangaea Life in fünf verschiedene Projekte rund um den Globus. Die Beteiligungen des Fonds erwirtschaften pro Jahr 910.000 Megawattstunden. Darüber hinaus sorgen sie für eine jährliche CO2-Ersparnis von mehr als 170.000 Tonnen. Das entspricht den Emissionen von 100.000 PKW.

Vom Winde verweht

Der dänische Windpark MADS war 2017 das erste nachhaltige Investment des Pangaea Life Fonds. Hier liegen die Vorteile klar auf der Hand: Dänemark ist absoluter Spitzenreiter in Sachen Windenergie und Windenergieförderung. Durch Regierungs-Subventionen gibt es auf den Preis für Strom garantierte Einspeiseprämien. Weiterhin ist Windenergie sehr umweltschonend: Bereits nach drei bis sieben Monaten hat ein Windpark die Menge an Energie produziert, die für seinen Bau benötigt wurde. Eine zweite „Wind-Investition“ tätigte die Pangaea Life im Jahr 2018 mit dem Projekt Tesla. Der Windpark liegt bei Fitjar an der norwegischen Küste.

„Da der Windpark MADS direkt an der Deichkante steht, zeichnet er sich durch eine besonders hohe Energieeffizienz aus.“ – Uwe Mahrt, Geschäftsführer der Pangaea Life

Portugiesische Sonne

In der ersten Jahreshälfte 2018 baute die Pangaea Life ihr Portfolio aus. 39 Millionen Euro Eigenkapital flossen in das „Sol“-Projekt, das die zwei Photovoltaik-Anlagen „Evora“ und „Ajustrel“ umfasst. Diese liegen im sonnigen Portugal und sollen jährlich 80 Gigawattstunden an nachhaltiger Energie produzieren. Durch die Einstrahlungsbedingungen ist der Standort Süd-Portugal optimal für Solaranlagen geeignet.

Volle Wasserkraft voraus

Im Frühjahr 2019 baute die Pangaea Life das Portfolio dann weiter aus. Ganz nach Jules Vernes: „Wasser ist die Kohle der Zukunft“. Für etwa 33,5 Millionen Euro erwarb der Fonds 21 Kleinstwasserwerke im Norden und im Zentrum von Portugal. Das Projekt „Sagres“ ist somit das vierte große Investmentprojekt des Pangaea Life Fonds.

Nachhaltigkeit kommt hier zudem im Doppelpack: Mit jedem abgeschlossenen Vertrag pflanzt die Pangaea Life einen Baum. Dafür sorgt eine Kooperation mit dem Unternehmen WeForest.

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Versichert mit Pangaea Life

Neben dem Zugpferd Pangaea Life-Investmentrente bietet die nachhaltige Tochter der Bayerischen auch einige klassische Versicherungen. Darunter eine Hausratversicherung, eine Haftpflichtversicherung oder eine Kfz-Versicherung. Auch hier spiegelt sich der nachhaltige Gedanke wieder. Ein Beispiel: Wenn Kunden in der Hausratversicherung kaputte Geräte mit Produkten nachhaltiger Hersteller ersetzen, leistet die Versicherung der Pangaea Life 20 Prozent mehr.

Top-Performance in stürmischen Zeiten

Die Zahl der nachhaltigen Fonds und Anlagemöglichkeiten steigt im DACH-Raum derzeit stetig. Ein großer Vorteil: Sie halten sich auch in Krisenzeiten wacker und trotzen „Börsenstürmen“. Wie Uwe Mahrt, Geschäftsführer der Pangaea Life, im persönlichen Gespräch erklärte, können Sachwerte wie Windparks, Solarparks oder Wasserkrafträder auch in schweren Zeiten behaupten. Die Sonne scheint weiter und Wind weht beständig, auch wenn es an der Börse turbulent zugeht.

Das war bereits im vergleichsweise schwierigen Jahr 2018 so und auch während der Corona-Krise erwies sich die Pangaea Life als widerstandsfähig. Sie erzielt ihre Rendite aus Stromerzeugung und -verkauf erneuerbaren Energien. Die Assets selbst waren von der Pandemie nur wenig betroffen. Die Aquila Gruppe, Assetmanager des Pangaea Life Fonds, leitete frühzeitig Maßnahmen ein, um die Mitarbeitersicherheit und Stabilität des Fonds zu sichern. Nur die gesunkenen Energiepreise trafen den Fonds geringfügig. Seit der Auflage im September 2017 liegt die Rendite bei 6,5 Prozent jährlich, und zwar nach Fondskosten.

Nachhaltigkeit im Trend

Bei Kunden spielt jedoch nicht nur die Rendite eine große Rolle. Das Thema Nachhaltigkeit rückte im vergangenen Jahr wieder massiv ins öffentliche Bewusstsein. Ein Auslöser dafür waren die Schulproteste für das Klima. Neo-Ökologie setzt sich in den Köpfen der Menschen durch, sogar reguläre Konsumentscheidungen fallen mittlerweile nicht ohne den Klimaschutz im Hinterkopf zu haben. Im Sommer 2019 ging auch die Bayerische mit auf die Demonstrationen und setzte sich aktiv für einen effektiveren Umweltschutz ein. Und dann erreichte das Thema das Investmentbedürfnis der Deutschen. In diesem Jahr fand das Forum Nachhaltige Geldanlage (FNG) heraus, dass die Nachfrage privater Investoren um 96 Prozent anstieg. Der Anteil nachhaltiger Fonds am deutschen Markt beträgt dagegen lediglich 5,4 Prozent – reichlich Platz nach oben.

Grüne Kommunikationsprobleme

So groß ihr Potenzial auch ist, nachhaltige Investments kämpfen derzeit mit viel Desinformation. „Nachhaltigkeit“ hat keine allgemeingültige Definition, was dafür sorgt, dass unterschiedliche Anbieter ganz eigene Kriterien für nachhaltige Produkte einsetzen. Ein weiteres großes Problem: Greenwashing. Kunden haben es demnach schwer, ein passendes Produkt für sich zu recherchieren. Für Vermittler kann es sich lohnen, hier aktiv auf den Kunden zuzugehen. Eine gute Zielgruppe sind jüngere Kunden – diese wollen ihr Geld nachhaltig anlegen.

Dass die Pangaea Life hier hervorragende Möglichkeiten der Anlage bietet, die auch beim Kunden ankommt, stellte zum Beispiel der BU-Profi Guido Lehberg fest. In einem Gastbeitrag auf umdenken.co erklärt er, wie ein digitales Seminar über die Pangaea Life zum bahnbrechenden Erfolg wurde. Gleichzeitig aber ist nachhaltige Beratung Pionierarbeit – das verriet Thorsten Tückmantel, Geschäftsführer von TT PUR Finanz, im persönlichen Gespräch. Sein Ansatz: Kunden einfach mal direkt auf nachhaltige Investments ansprechen, auch wenn sie nicht von sich aus Interesse äußern. Viele sind offen für nachhaltige Anlageprodukte.

„Es ist nun so, dass die meisten deutschsprachigen Verbraucher zwar nachhaltig anlegen wollen, es handelt sich dabei um einen Anteil von 75 Prozent. Allerdings liegt das Problem auf der anderen Seite: Bei den Finanzberatern. Sie kennen keine nachhaltigen Produkte. Wir gehen so von zehn bis 15 Prozent aus, die da Kenntnis haben. Das ist zu wenig.“ – Uwe Mahrt

Ein Blick in die Zukunft

Nachhaltige Investments stehen mittlerweile auch im Fokus der Politik. Nachdem die EU-Kommission bereits im Jahr 2018 den Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen vorgestellt hat, sollen ab Ende des Jahres 2020 sogenannte ESG-Kriterien (Environment Social Governance) in die Beratung von Privatkunden integriert werden. Dieser Plan betrifft auch MiFID II und die Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD. Das bedeutet: Vermittler müssen Kunden gezielt nach ihren Nachhaltigkeitspräferenzen befragen und das anschließend entsprechend dokumentieren. Weiterhin sieht der Aktionsplan ein einheitliches Klassifikationssystem für nachhaltige Investments vor. Die folgenden sechs Ziele sollten hierfür die Grundlage bilden:

  • Klimaschutz
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
  • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
  • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
  • Wiederherstellung und Schutz von Biodiversität und Ökosystemen

Der europäische grüne Deal

Entsprechende Pläne waren bereits im Frühjahr 2018 bekannt. Ende 2019 konnte sich das Europäische Parlament dann über die neuen Kriterien für die Definition von nachhaltigen Finanzprodukten geeinigt. Ein Schritt in die richtige Richtung: Vor allem, da Fondsgesellschaften und Privatkunden zunehmend Wert auf einen geringen CO2-Abdruck legen. Auch abseits des Finanzmarkts unternimmt die EU derzeit Anstrengungen. Das Ziel ist es, den Kontinent bis 2050 klimaneutral zu machen. Hierfür sieht der Europäische Grüne Deal zum Beispiel eine Umstellung des Energiesystems und eine Fokussierung auf Wasserstoff vor.

Uwe Mahrt zufolge ist die Pangaea Life bestens für die neuen Umweltziele gerüstet. „Zurzeit ist die Pangaea Life eines der wenigen zu 100 Prozent grünen Anlageprodukte mit dem Schwerpunkt Klimawandel“, erklärt er.

Pangaea Life und Profisport

Mit der Biathlon-Expertin Magdalena Neuner hat die Bayerische zuletzt eine Markenbotschafterin aus dem Profisport gewonnen. Neuner selbst möchte mit dieser Partnerschaft einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, aber auch aufmerksam machen, wie wichtig Eigenverantwortung mit uns selbst, mit der Natur und der Umwelt ist. „Es ist wichtig, mit dieser Natur verantwortlich und verantwortungsbewusst umzugehen“, erklärt Neuner im Video.

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Alle weiteren Details finden Interessierte auf der Webseite der Pangaea Life.

Titelbild: ©kbarzycki/stock.adobe.com, Video 1: © die Bayerische, Video 2: © NewFinance Mediengesellschaft mbH, Video 3: © die Bayerische