Wieviel Rentner von ihrer Rente tatsächlich haben, entscheidet sich mit am Wohnort. Hier klafft die Schere teils weit auseinander. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos.

Rentner von Armut bedroht

Deutschland altert zunehmend. Dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge sind 50 Prozent der deutschen Bevölkerung bereits über 45 Jahre alt, jede fünfte Person hat das 66. Lebensjahr überschritten. Weiterhin ist die ältere Generation deutlich von Armut bedroht. So lag die Armutsgefährdungsquote für Personen über 65 Jahren im Jahr 2018 bei 18,2 Prozent – das bedeutet einen Anstieg von 4,1 Prozent seit 2010. Ein Faktor, der mit hineinspielt: Das geringere Durchschnittseinkommen der älteren Generation. Während das Einkommen der Gesamtbevölkerung im selben Zeitraum um 21 Prozent wuchs, betrug der Anstieg bei den über 65-Jährigen 18 Prozent. Ein weiterer Faktor ist der Wohnort. Dies legte die neue Untersuchung des Prognos-Instituts offen.

Wohnort beeinflusst Wohlstand im Alter

Konkret untersuchte das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos für die Initiative „7 Jahre länger“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Kaufkraft der Renten überall in Deutschland. Angepasst an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen. Das deutliche Ergebnis: Je nach Region kann die Kaufkraft der Renten um bis zu 52 Prozent variieren. 1.000 Euro haben für einen Rentner, der in München lebt – der laut Studie teuersten Stadt – eine Kaufkraft von 760 Euro. Im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg dagegen liegt der reale Wert von 1.000 Euro hingegen bei 1.160 Euro.

„Der Wohnort hat großen Einfluss auf die Lebenshaltungskosten und damit den Wohlstand im Alter.“ – Studienautor Heiko Burret in einer Pressemeldung.

Der Süden ist teurer

München ist bereits ein Symptom von Bayerns vergleichsweise hohen Lebenshaltungskosten. Sieben der bundesweit zehn teuersten Wohnorte liegen im Freistaat. Nach der Stadt München folgen der Landkreis München, wo 1.000 Euro eine Kaufkraft von 826 Euro besitzen. Auf Platz drei folgt der Landkreis Starnberg (828 Euro) und auf Platz vier Frankfurt am Main (839 Euro). Ein Phänomen, das sich auf den ganzen Süden erstreckt. Dem GDV zufolge ist der Süden besonders kostenintensiv. In Nord- und Ostdeutschland dagegen sei das Rentnerleben preiswerter. Das günstigste Bundesland ist dementsprechend das Saarland: Dort liegen die Lebenshaltungskosten in sämtlichen 14 Kreisen unter dem Bundesdurchschnitt. Nach dem Landkreis Elbe-Elster folgen Holzminden aus Niedersachsen (1.156 Euro Kaufkraft) und der Vogtlandkreis (1.149 Euro).

Die Lücke schließen

Allerdings berichtet die Studie auch, dass das Wohnen in teureren Gegenden nicht zwangsläufig unattraktiver ist. Denn tendenziell sind auch die Löhne und auch die Renten dort höher als in preiswerteren Gegenden. „Einbußen beim Lebensstandard drohen jedoch überall dort, wo die Alterseinkünfte im Verhältnis zum regionalen Preisniveau sehr niedrig ausfallen“, erklärt Burret. Hier entsteht dementsprechend Beratungsbedarf für Vermittler. Aufgrund der hohen regionalen Unterschiede gilt es zu prüfen, ob zu Rentenbeginn eine Lücke entsteht – und diese zu schließen. Die Bayerische stellt in diesem Rahmen eine Reihe verschiedener Instrumente zur Verfügung. Darunter etwa die Investment-Rente der Pangaea Life, die sich durch Nachhaltigkeit auszeichnet. Oder die plusrente, die die Altersvorsorge beiläufig während des Einkaufs aufwerten kann. Alle Informationen dazu finden Sie auf unserem Blog.

Titelbild: ©Matthias/ stock.adobe.com