“Guten Abend, meine Damen und Herren, heute ist der 1. April und hier die Nachrichten: Ein Tornado erreicht noch heute Deutschland und fegt über das Land. Die ersten Städte haben bereits Katastrophenalarm ausgelöst. Polizei und Feuerwehr rufen die Bevölkerung dazu auf, die Häuser nicht zu verlassen.” Ein schlechter Aprilscherz? Schön wäre es. Wetterphänomene, die wir bisher nur aus Filmen kannten, erreichen immer öfter auch uns.

Starkregen, Wirbelstürme und Flutkatastrophen

Kürnach im März 2017: 50 bis 60 abgedeckte Dächer, unzählige umgeknickte Bäume und zerstörte Scheunen. Auf einem Gebiet von einem Kilometer Länge und einhundert Metern Breite wütete Anfang März in Kürnach bei Würzburg ein Tornado. Verletzt wurde zum Glück niemand. “Es ist eine einzelne kleine Zelle gewesen”, erklärte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD). “Es gab einige Schauer, die unterwegs waren, auch mal kräftigere Schauer, aber dieses eine Gewitter hat sich ausgehend vom Main-Kinzig-Kreis in Hessen gebildet und ist dann Richtung Würzburg weitergezogen. In Kürnach hat es gereicht, dass die Winddrehungen vom Boden in die höheren Luftschichten so stark waren, dass sich ein Tornado hat ausbilden können.”

Simbach im Juni 2016: Kaputte Möbel, vernichteter Hausrat, zerstörte Existenzen. Braune Wassermassen fluteten die komplette Stadt. Sieben Todesopfer forderte die Flut. Einige Häuser sind bis heute nicht bewohnbar. Einzelhändler und Gastronomen kämpfen um ihre Existenz. Renovierungsarbeiten ziehen sich hin und die komplette Ware im Erdgeschoss ist nicht mehr zu retten. Die finanziellen Schäden reichen in die Millionen.

13 Badewannen pro Stunde

Meteorologen sprechen von Starkregen, wenn innerhalb eines begrenzten Gebiets von etwa 50 bis 100 Quadratkilometern innerhalb kürzester Zeit sehr hohe Niederschlagsmengen fallen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) definiert eine Niederschlagsmenge von mindestens 10 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Das bedeutet etwa 13 Badewannen pro Stunde auf 200 Quadratmeter. Die Schäden, die in den letzten Jahren durch Starkregen entstanden sind, waren enorm. Während das Tief Rainer 2009 bereits 85 Millionen Euro Schaden verursachte, stiegen die Zahlen bei Norbert schon auf 140 Millionen Euro. Quintia aus dem Jahr 2014 kostete schon 200 Millionen Euro. Und die Tendenz der Unwetterschäden steigt immer weiter.

Starkregen - Elementarschäden

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung  nennt es Sturzflut, wenn innerhalb von sechs Stunden nach einem starken Regenereignis plötzlich riesige Wassermengen über ein Gebiet hereinbrechen. Solche Sturzfluten transportieren auch große Mengen an (Schmutz-)Material im Wasser. So standen nicht wenige Hausbewohner vergangenes Jahr in Bayern knietief im Schlamm, auch als das Wasser bereits abgeflossen war. Und ist der Schlamm endlich aus der Wohnung, bleiben die dann auftauchenden Schäden, der Geruch und der Schmutz. Neben dem Schock stellt sich jetzt die Frage, wie die Schäden beglichen werden? Deckt die Versicherung auch nie erwartete Elementarschäden durch Unwetter ab? 

“Was wäre wenn?”

In Simbach wollte ein Hausbewohner gerade in seinem Keller prüfen, ob schon Wasser eingedrungen ist. Die wichtigsten Gegenstände vorsichtshalber nach oben bringen. Gerade als er sich auf die Treppe nach oben retten konnte, schoss das Wasser durch die Fenster. Nie hätte er damit gerechnet. Das Haus war lange Zeit nicht bewohnbar.

Natürlich zählt zu einem sicheren Zuhause auch der Schutz vor Elementarschäden. In unserer All-Risk-Deckung der Meine-Eine-Police ist dieser Schutz auf Wunsch mit eingeschlossen. Mit dem darin verankerten Allgefahren-Prinzip denken wir das “Was-wäre-wenn”-Prinzip andersherum: Was in den Versicherungs-Bedingungen nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist, wird grundsätzlich in den Versicherungsschutz integriert. 

Titelbild: © victor zastol’skiy, Beitragsbild: © statista.de, Video 1: © In Franken, Video 2: © Passauer Neue Presse