Safe Home: Vergiftete Atmosphäre

Safe Home: Vergiftete Atmosphäre

Von |2019-04-30T10:44:18+02:0014. April 2017|Tags: , |
  • Schwelbrand, vergiftete Atmosphäre, Safe Home,

Meine Eltern hatten uns das erste Mal allein gelassen. Urlaub ohne Kinder. Als erstes brachte die Freundin meines Bruders ihre Wäsche vorbei, samt Sofaüberwurf und Flickenteppich. Ab damit in dem Waschkeller, in dem auch die Gastherme steht.

Nur wenige Stunden später kam gelber Qualm aus dem Keller. Von da an haben wir alles falsch gemacht. Und ein riesiges Glück gehabt. Denn mein großer Bruder rannte sofort in den Keller, riß die Fenster auf. Der Übeltäter, der Flickenteppich, der in die Zündflamme gerutscht war, war schnell gefunden. Der Gestank hielt sich, trotz Dauerlüftens bei eisigen Temperaturen, hartnäckig. Bis zur Rückkehr meiner Eltern.

Den Kopf durch die Decke strecken, um an Frischluft zu kommen, ist zwar keine Option. Aber Achtung! Bei jedem Brand werden Schadstoffe freigesetzt. Bei Schwelbränden sind diese deutlich als gelbliche Niederschläge zu sehen. Und sie überziehen alles: Decken und Wände, das Sofa und die Vorhänge. Alles stinkt. Und ist hoch giftig.

Wegwerfen, wischen, waschen

Lebensmittel müssen meistens weggeworfen werden. Alles andere gründlich säubern! Lockere Ruß- und Staubbeläge entfernt man am besten mit Industriestaubsaugern. Ein normaler Staubsauger schafft das nicht und bläst zu viele Dreck wieder in die Luft. Alles, was abgewischt werden kann, sollte mit Spülmittel oder Seife gereinigt werden.

Kinderspielzeug sollte natürlich besonders gründlich gereinigt werden. Bei Holzspielzeug hilft abschleifen und neu lackieren. Im Zweifelsfall: wegwerfen! Kleidung separat bei minden 60°C waschen. Und das schmutzige Wasser darf auch nur in kleinen Mengen in die Kanalisation gelangen. Es ist ist einfach zu sehr belastet.

Schwelende Geräte

Die häufigste Ursache für Schwelbrände sind nicht Teppiche, sondern Elektrogeräte und Kabel. Neuester Fall: In einem Einfamilienhaus in Balve-Horst im Sauerland löste die Pumpe unter einem Aquarium einen Schwelbrand aus. Glück im Unglück: Das Aquarium platzte in der Hitze und löschte den Brand. Trotzdem war die Rauchentwicklung so schlimm, dass das Haus vorerst nicht bewohnbar ist. Wie es den Fischen geht, wurde nicht berichtet.

Heizkissen sind häufig schuld an Schwelbränden, oft mit üblen Folgen für den Benutzer. Gerne im Bett auf die kalten Füße gelegt, lösen sie den Brand während des Schlafs aus. Und Matratzen schwelen gut. In Sangerhausen im Harz dagegen ist der Schwelbrand direkt in einer Steckdose entstanden. Obwohl der Brand durch Rauchmelder schnell entdeckt wurde, entstand ein Sachschaden von 10.000 Euro durch den Qualm.

Aufatmen mit Safe Home

Der Schock ist erst einmal groß. Selbst wenn man mit dem Leben davon gekommen ist. Und nach einem Schwelbrand ist vieles, was einem lieb ist, zerstört. Nicht mehr brauchbar, giftig, stinkend. Die Schäden sind auch bei einem kleinen Brand oft enorm, die Wohnung unbewohnbar. Da ist es gut, wenn erst einmal aufgeatmet werden kann. Weil mit dem Schutzbrief sofort ein Hotel oder eine Ersatzwohnung mit Safe Home zur Verfügung stehen. Weil Profis kommen, um den giftigen Dreck zu entsorgen und die Wohnräume, wenn möglich, zu reinigen. Und genug Geld für die Renovierung da ist, damit das Heim bald wieder bewohnbar ist.

 

Titelbild: victor zastol’skiy/Fotolia.com

Zum Autor:

Hier bloggt die News-Redaktion der Bayerischen zu allgemeinen und speziellen Themen rund um Versicherung, Finanzen und Vorsorge aber auch in eigener Sache. Wir wünschen eine spannende und frohe Lektüre!

Hinterlassen Sie einen Kommentar