Safe Home: Wenn die Treppe Ihnen heimleuchtet

Von |2017-04-18T09:31:46+02:0010. April 2017|Tags: , , , , |

“Es gibt keinen verlässlicheren Gradmesser für das Altern als die Stufen einer Treppe. Außer man benutzt eine Rolltreppe.” Ephraim Kishon, israelischer Satiriker

Es passiert allen irgendwann einmal. Auch den Prominenten. Dabei ist nicht jeder so zäh wie Nicole Heesters (80, Tochter von Jopi Heesters, gestorben mit 108 Jahren). Die Schauspielerin stürzte letztes Jahr schwer auf einer Treppe. Sie zog sich mehrere Knochenbrüche zu. Und musste drei ganze Monate in Krankenhaus und Reha verbringen. Und dann stand sie schon wieder auf dem roten Teppich. 

Frau Heesters hatte sich “nur” die Hände gebrochen. Schlimm genug. Doch meist bricht der Oberschenkelhalsknochen. Der Horrorbruch schlechthin: Viele alte Menschen stehen danach nicht mehr auf. Doch egal welcher Knochen bricht, Betroffene sind danach nicht mehr wirklich fit und dauerhaft in ihrer Mobilität eingeschränkt. Bei Menschen ab 65 sind häufig noch mehrere Jahre nach der Fraktur Beeinträchtigungen spürbar. Oft müssen sie anschließend die eigene Wohnung verlassen und in ein Pflegeheim gehen. Stürze verletzen immer auch die Seele. Und machen Angst davor, wieder zu fallen. Denn irgendwann steht man nicht mehr auf.

Todesfalle Treppe

2010 kamen in Deutschland mehr als 1.100 Menschen durch einen Sturz auf der Treppe ums Leben. Dabei ist jeder vierte, der einen schweren Sturz erleidet, älter als 60 Jahre. Meist zieht so ein Sturz eine langwierige Behandlung oder sogar Bettlägerigkeit nach sich. Im selben Jahr haben über 900.000 Menschen nach einem Treppensturz einen Arzt aufgesucht. Unfallstatistik - Treppensturz

Wohnungen selten seniorengerecht

Nur ein Prozent der rund vierzig Millionen Wohnungen in Deutschland sollen für die Bedürfnisse von Älteren eingerichtet sein, so der Treppenhersteller Treppenmeister auf seiner Website. Dazu gehört, die alltäglichen Wege sicher zu machen. Handläufe an den Treppen zu installieren. Teppiche wegzuräumen oder sicher zu befestigen. Stufen mit Leuchtstreifen oder LEDs zu markieren. 

Leuchtendes Safe Home 

Treppen gut zu beleuchten – mit einem Bewegungsmelder für die Nacht. Denn es reicht, die Hand auszustrecken und schon gibt die Nachtischlampe sanftes Licht von sich. Weiter durch den Flur ins Bad – überall schaltet sich gedämpftes Licht an. Und der nächtliche Gang in die Küche, über die Treppe ins Untergeschoss, ist dank der selbsttätigen Beleuchtung im Haus kein Abenteuer mehr. Safe Home eben.

Titelbild:© victor zastol’skiy, Beitragsbild: © safety stripes

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