Ein Kracher jagte den anderen und eine Rakete flog höher als die andere: Das traditionelle Feuerwerk zu Silvester war auch dieses Jahr ein Augenschmaus. Doch die Freude der einen wird schnell zum Leid der Anderen. Denn die Böllerpassion der Deutschen hielt mal wieder Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeikräfte in Atem. Wir ziehen eine Schadensbilanz.

Zünftig ins neue Jahrzehnt

Die goldenen 20er haben begonnen. Und das wurde in Bayern ausgiebig gefeiert. In München rückte die Polizei jedoch insgesamt weniger häufig aus als noch im Jahr zuvor. 230 „silvestertypische Einsätze“ vermeldet die Polizei. Die meisten wegen Pyrotechnik. 49 Mal ging es zu Bränden und 42 Mal wegen Ruhestörung auf Einsatz. Randalierer und Körperverletzungen gab es in 52 Fällen.

Und auch in den anderen Teilen Bayern ging es zu Silvester für Einsatzkräfte rund. In der Oberpfalz wurden mehr als 200 Einsätze gezählt. Darunter einer, bei der eine Frau schwere Schnittverletzungen im Gesicht aufwies. Diese entstanden durch umherfliegende Glassplitter, nachdem eine Gruppe Unbekannter eine Weinflasche gegen eine Hausmauer warf.

In Niederbayern gab es ebenfalls mehrere Brände. Im Landkreis Rottal-Inn brachte ein Brand eine Herde Rinder dazu, in Panik von der Weide zu laufen. Ein Tier lief auf die Straße und kollidierte mit einem Auto. Die Fahrerin überlebte schwerverletzt den Unfall. Die anderen Tiere waren am Neujahrstag noch auf der Flucht.

Brand im Krefelder Zoo

Ein besonders tragisches Silvester erlebte die Stadt Krefeld. Ein Feuer zerstörte in der Silvesternacht das Affenhaus des Krefelder Zoos komplett. Die darin lebenden Tiere konnten zum Großteil nicht mehr aus den Flammen gerettet werden. In dem fast 2.000 Quadratmeter umfassenden Gelände starben mehr als 30 Tiere. Darunter vor allem Menschenaffen wie Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas. Zudem seien auch mehrere im Affen-Gelände untergebrachte Vögel, Nagetiere und Flughunde von den Flammen getötet worden. Lediglich eine Gorilla-Familie mit sieben Mitgliedern konnte sich im Freigehege vor den Flammen retten.

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Wie das Feuer entstand, ist bisher noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei hatte mehrere illegale Himmelslaternen in Verdacht, die in der Nähe der Brandstätte sichergestellt wurden. Drei Frauen – eine Mutter und ihre zwei erwachsenen Töchter – haben sich bei der Polizei freiwillig gestellt. Ihnen droht nun aufgrund gemeinschaftlicher fahrlässiger Brandstiftung eine Geld- oder Gefängnisstrafe sowie hohe Schadenersatzforderungen.

Die Hauptstadt im neuen Jahrzehnt

Berlin – eine Stadt, die besonders zu Silvester die Einsatzkräfte auf Trab hält. Polizei und Feuerwehr vermeldeten mehr als 3.000 Notrufe in der Silvesternacht. Besonders häufig ging es um Brände und Verletzungen durch Pyrotechnik. In Neukölln beispielsweise schossen junge Männer mit einer Art Steinschleuder Böller durch die Luft. Selbiges Schauspiel auch an der Autobahn 100 in Tempelhof-Schöneberg. Dort warfen Unbekannte Böller von einer Brücke auf fahrende Autos. In Kreuzberg habe ein Mann mit Pyrotechnik auf eine Gruppe von Kindern gezielt. Und in Treptow wurde mit einer Schreckschusspistole auf Passanten geschossen.

Randale in Leipzig

Besonderes Aufsehen in den Medien erregte zum Jahreswechsel Leipzig. Denn dort gab es im Stadtteil Connewitz kurz nach Mitternacht einige Randalierer gegen die Polizei. So zumindest die offizielle Stellungnahme der Polizei. Linksautonome hätten mit Raketen und Böllern gegen Polizisten gefeuert. Ein Beamter wurde laut der Medienberichten dabei verletzt. Die ZEIT hat nun ein Video veröffentlicht, das die Eskalationen zeigen sollen. Weitere Ermittlungen stehen jedoch noch aus.

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Die richtige Absicherung

Silvester – ein einzigartiges Ereignis. Und das jedes Jahr aufs Neue. Deshalb kann zwar nicht jede Gefahr abgesichert werden. Dennoch: Besonders Schäden an Fahrzeugen, Wohnungen oder Verletzungen sind für Silvester „typisch“. Einen Überblick über die Versicherungen, die Kunden sowohl zu Silvester als auch im neuen Jahr 2020 absichern, haben wir in diesem Blogartikel zusammengefasst. In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern ein gesundes und frohes Jahr 2020.

Titelbild: © kalinichenkod / stock.adobe.com