Vergleichsportal Snoopr: Eine Spürnase für Vermittler

Von |2019-04-18T09:07:20+02:0018. April 2019|Tags: , , , |
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Welche Macht Suchmaschinen haben, beweist Google täglich. Denn der mittlerweile milliardenschwere Konzern aus den Vereinigten Staaten gilt als moderner Gatekeeper für den Großteil der Informationen unseres Jahrhunderts.

Sobald ein User etwas wissen will, benutzt er Google. Ganz ähnlich funktioniert Snoopr, nur ist diese Plattform auf die Versicherungsbranche spezialisiert. Sie stellt einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung der Assekuranz dar.

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Quelle: Statista

Was ist Snoopr?

Hinter dem Namen Snoopr steckt eine Suchmaschine, die verschiedene Versicherungsprodukte listet. Kunden können in einem Suchfeld festlegen, was sie versichern möchten. Daraufhin spielt die Plattform ihnen eine Auswahl aus, die mit dem für den Kunden relevantesten Produkt beginnt. Die Auswahl trifft Snoopr mittels künstlicher Intelligenz. Und zwar als erste selbstlernende Suchmaschine für Versicherungen überhaupt. Seit die Düsseldorfer b-tix GmbH, ein Technologieunternehmen und der Hersteller von Snoopr, die Plattform auf der DKM 2018 startete, konnte sie bereits hunderte Versicherungen mit in ihren Katalog aufnehmen. Snoopr nimmt bei der Suche eine Einteilung nach Relevanz vor, wie es etwa auch Google tut. Versicherer können besondere Produktmerkmale hervorheben. Und auf diese Weise Produktvarianten an die Wünsche und Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen anpassen.

Updates für mehr Geschwindigkeit

Nun holt die Suchmaschine weitere Versicherer mit ins Boot und bekommt noch dazu ein Update. Neben anderen Versicherungen gehört auch die Bayerische nun zu den Innovationspartnern der Plattform. Mit der Hilfe der „Snoop Search Console“, eines neuen Publikationsdienstes, soll es nun möglich sein, ein neues Versicherungsprodukt innerhalb eines Tages bei Snoopr anzumelden und es in den Bestand der Suchmaschine mit aufzunehmen. Ferner plant b-tix eine Absenkung der Teilnahmebedingungen an Snoopr. In Zukunft soll die Suchmaschine auch Versicherungsprodukte ohne technische Schnittstellen listen.

Und was haben Vermittler davon?

Das Tool ist speziell für Akteure aus dem Vertrieb, dem Marketing und dem Produktmanagement gedacht. Sie können auf eigene Faust neue Produkte anmelden und sie mit Informationen ausstatten. Maklern ist es möglich, kostenlos nach Versicherungen zu suchen und diese dann zu vermitteln. Neben den einzelnen Produkten bietet Snoopr Broschüren, Highlights, Leistungsbeschreibungen und Videos an. Also alles, was ein Makler im Kundengespräch braucht. Auch ermöglicht Snoopr das Erstellen von Original-Angeboten und Anträgen. Oder das anschließende Teilen per WhatsApp mit dem Kunden.

„Alexa, wo bekomme ich …?“

Über den Snoopr-Skill von Alexa können Versicherer und Makler den Kunden nun auch im Wohnzimmer ansprechen. Laut einer Pressemitteilung von b-tix ist Alexa in der Lage, den Sinn einer Versicherung zu erklären, Preise zu berechnen und Kundenkontakte an Makler aus dem Partnerprogramm zu vermitteln.

Titelbild: © petrabarz / Fotolia.com

Zum Autor:

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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