Die seit Jahren anhaltende Niedrigzinsphase wirkt sich deutlich auf das Sparverhalten der Deutschen aus. Nun kommt die Corona-Krise hinzu. Sie hinterlässt Spuren im alltäglichen Leben und auch bei der Entscheidung nach der richtigen Geldanlage.

771 Milliarden Euro Verlust

Um herauszufinden, wie sich die Corona-Krise auf das Sparverhalten der Deutschen auswirkt, hat die ING-DiBa Deutschland eine aktuelle Analyse mit dem Namen „Unser Geld & COVID 19“ erstellt. Diese zeigt mehrere deutliche Entwicklungen auf. Das Privatvermögen innerhalb der Eurozone sei demnach im ersten Quartal 2020 um drei Prozent geschrumpft – das entspricht einer Summe von 771 Milliarden Euro. In der Bundesrepublik sank das Vermögen um minus 2,0 Prozent, womit Deutschland etwa im Mittelfeld liegt. Im zweiten Quartal dann folgte ein sprunghafter Anstieg. Der ING-DiBa zufolge sind Deutsche aktuell so vermögend wie noch nie. Die Analyse legt weiterhin offen, dass vor allem Bargeld und Aktien während der Krise gefragt sind.

Bargeldumlauf wächst

Aktuell beträgt das Volumen für die angesparten Bargeldvermögen der Deutschen etwa 20 Milliarden Euro. Europaweit ist der Bargeldumlauf um 49 Milliarden Euro gewachsen, das bedeutet, mehr als 40 Prozent des zusätzlich angesparten Bargelds ist auf deutsche Sparer zurückzuführen. Aktien-Investments wiederum haben einen Anstieg von 14 Milliarden Euro zu verzeichnen. In der Vergangenheit haben die Deutschen keine guten Erfahrungen mit Aktien gemacht. Seit der Dotcom-Blase, die in den frühen 2000er-Jahren viele Sparer um ihr Vermögen brachte, herrschte lange Zeit großes Misstrauen gegenüber dem Aktienmarkt.

„An den Mittelzuflüssen in den einzelnen Kategorien kann man die Präferenzen verschiedener Anlegertypen erkennen. Während für vorsichtige Sparer nur Bargeld sicher genug schien, haben chancenorientierte Anleger vermehrt auf Wertpapiere gesetzt.“ – Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen bei der ING Deutschland, in einer Pressemeldung.

Deutsches Vermögen erreicht Rekordniveau

Das deutsche Vermögen liegt der Analyse zufolge derzeit auf einem neuen Rekordniveau. Durch die Erholung der Kapitalmärkte und den hohen Neuanlagen wuchs das Vermögen der Deutschen um 212 Milliarden Euro auf insgesamt 6,55 Billionen Euro (Stand Ende Juni 2020).

Wertverlust bei Spareinlagen

Und wie sieht es mit Girokonto und Spareinlagen aus? Aufschluss darüber gibt zum Beispiel der von comdirect in Kooperation mit Barkow Consulting erstellte Realzins-Radar. Dieser zeigt auf, dass die Spareinlagen der Deutschen im zweiten Quartal 2020 etwa 3,9 Milliarden Euro an Wert verloren haben. Auf die ganze erste Jahreshälfte gerechnet ergibt sich ein Wertverlust von 12,9 Milliarden Euro. „Tagesgeld, Sparbuch und Co. sind mittelfristig aber kein sicherer Hafen für das Vermögen“, sagt Frauke Hegeman, Vorstandsvorsitzende von comdirect, dazu.

Quelle: Statista

Deutsche wollen vorsorgen

Zu Beginn des Jahres zeigte der DIA-Deutschland-Trend auf, dass etwa zwei Drittel der Bevölkerung sich für nicht ausreichend im Alter abgesichert halten (wir berichteten). Für Vermittler bedeutet das: Es ist Beratungsbedarf vorhanden. Um Sie dabei zu unterstützen, stellt die Bayerische verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Die Basis-Rente AKTIV kombiniert Altersvorsorge mit dem Willen, am Aktienmarkt teilzuhaben. Kunden erhalten zusätzliche finanzielle Entlastung durch staatliche Förderung, können die Beiträge steuerlich als Sonderausgaben geltend machen und haben eine vergleichsweise hohe Renditechance durch Beteiligung an der Börse. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) zeigte sich bereits überzeugt und urteilte „sehr gut“ über die Basis-Rente AKTIV. Weitere Informationen zum Produkt finden Sie auf der Homepage der Bayerischen.

Prospekt Basis-Rente AKTIV

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