Telematik und Kfz-Versicherung: Schneller als 130? Punktabzug!

Von |2017-11-17T10:00:25+02:0016. November 2017|Tags: , , , , |
  • Kfz-Versicherung

Sollte ein Bleifuß höhere Kfz-Versicherungsbeiträge zahlen als ein bedächtiger Autofahrer? Ja! Sagen laut einer GfK Studie 68 Prozent der Deutschen. Mit Telematik-Tarifen ist das möglich. Aber Telematik bedeutet vor allem auch eines: Überwachung.

25 Prozent Markanteil bis 2030

Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung erobern immer mehr Marktanteile. Bereits bis 2030 prognostiziert eine Studie des Beratungsunternehmen Roland Berger einen Anstieg auf bis zu 25 Prozent. Dabei besonders interessant: Die Prognose gaben nicht etwa Roland Berger-Mitarbeiter ab – sondern 30 Top-Entscheider aus der Versicherungsbranche.

Versicherer liest mit

Aber was genau bedeutet Telematik? Der Begriff ist eine Kombination der Wörter Telekommunikation und Informatik. Auch Helferlein wie Navigationssysteme oder Notruf-Funktionen entstammen diesem Feld. Im Bereich der Kfz-Versicherung bedeutet das: Das Auto wird mit einer Art Blackbox ausgestattet. Alternativ kann dazu auch eine Smartphone App verwendet werden. Diese speichert Daten über das Fahrverhalten des Versicherten. Auch über die Strecken, Uhrzeit, das Wetter und ähnliches werden Informationen festgehalten. Und ausgewertet.

Manöverkritik

In der Regel werden die erhobenen Daten genutzt, um eine Bewertung des Versicherten anhand einer Punkteskala vorzunehmen. Für risikoreiches Fahrverhalten werden Punkte abgezogen. Auch für Fahrten zu späten Uhrzeiten oder verstärktes Nutzen von Landstraßen kann es Punktabzüge geben. Weil Landstraßen ein erhöhtes Risiko schwerer Unfälle aufweisen. Zu schnelles Fahren führt ebenfalls zu Abzügen. Auch auf Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Denn für viele Versicherer ist die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h hier der Maßstab.

Datenleck

Die Daten, die App oder Blackbox erheben, sind hoch sensibel. Denn aus ihnen lassen sich ganze Bewegungsprofile erstellen. Oder der Wohnort ermitteln. Sogar die gesamte tägliche Routine nachverfolgen. Geraten diese Daten in die falschen Hände ist der potenzielle Schaden groß. Für professionelle Einbrecher könnten diese Daten beispielsweise eine Goldgrube sein. Und nicht nur das: Wie FOCUS Online berichtet, konnten Hacker über Telematik-Systeme bereits Autos ferngesteuert bremsen.

Die Freiheit genießen

Diese Risiken können Kunden mit einer klassischen Kfz-Versicherung vermeiden. Auch die permanente Überwachung des eigenen Fahrstils. Denn für viele Autofahrer bedeutet fahren Freiheit. Aber sie schwindet durch Telematik-Tarife. Und nicht allein der Preis macht eine gute Versicherung aus. Gerade im Bereich Kfz ist gute Beratung gefragt, um der Mentalität und Lebenssituation des Versicherten gerecht zu werden. Mit der Kfz-Versicherung der Bayerischen können Autofahrer ihre Freiheit optimal abgesichert genießen. Und sollte doch einmal etwas passieren, genügt ein Anruf und der Kfz-Schaden-Service übernimmt. Ohne Papierkrieg, dafür mit Hol- und Bringservice, Ersatzwagen und vielen weiteren Features.

Titelbild: © phaisarnwong2517

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Hier bloggt die News-Redaktion der Bayerischen zu allgemeinen und speziellen Themen rund um Versicherung, Finanzen und Vorsorge aber auch in eigener Sache. Wir wünschen eine spannende und frohe Lektüre!

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