Von Ansteckungsgefahr bis Social Distancing: Der Besuch beim Arzt ist in diesen Zeiten nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Dennoch brauchen Menschen eine Grundversorgung und die Möglichkeit auf eine Diagnose. Telemedizinische Angebote können eine Lösung sein. Das hat die Bayerische erkannt und stellt ein eigenes Angebot zur Verfügung.

Telemedizin in Zeiten von Corona

Bereits im Mai 2018 beschloss der Deutsche Ärztetag die Lockerung des Fernbehand­lungs­­ver­bots in zahlreichen Bundesländern und ließ somit die Online-Sprechstunde zu. Seither haben laut dem Ärzteblatt 3.000 Patienten diese Möglichkeit genutzt, um mit ihrem Arzt in Kontakt zu treten. Nachfrage: steigend.

Roboter in der Medizin sind nicht Außergewöhnliches mehr. Nun werden sie auch für morgendliche Visiten eingesetzt. So begleiten und absolvieren in der Berliner Charité mobile Roboter bis zu 60 tägliche Visiten bei beatmeten Pa­tien­ten auf den Intensivstationen (ITS). Gesteuert werden die insgesamt 25 Roboter von Anäs­thesisten und Intensivmedizinern. Ein weiterer Schritt Richtung kontaktloser Behandlung. Denn vor allem diese medizinische Versorgung erfüllt in Zeiten einer Epidemie, Ausgangssperren, Maskenpflicht und Co. aktuell zwei besonders drängende Bedürfnisse:

  • Verminderung der Ansteckungsgefahr in Arztpraxen und Warteräumen
  • Kontaktlose ärztliche Beratung, trotz angespannter Lage

Der Hausarzt in der Hosentasche

Und genau da setzen telemedizinische Apps an. Sie ersparen mitunter den Kontakt mit anderen Erkrankten. Auch wenn solche Applikationen bei der Blutabnahme oder Spritzen deutlich an ihre Grenzen kommen, besonders für Menschen mit chronischen oder schwerwiegenden Erkrankungen kann die Digitalisierung medizinischer Versorgung via App einige Vorteile haben. Dazu gehört die Möglichkeit eine 24/7-Beratung, fachärztliche Versorgung auch in ländlichen Regionen oder digitale Rezepte.

Wie die Handhabe einer solchen App aussehen kann, verrät Berater Roman Krollpfeiffer:

„Mehr Digitalisierung wagen“

2020 soll laut Thomas Steffen, Staatssekretär im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) das entscheidende Jahr für die Digitalisierung werden. Auch will die Bundesregierung „mehr Digitalisierung wagen“ und dabei „mehr Tempo entwickeln“. Das kündigte Steffen auf der der Eröffnung des 10. Nationalen Fachkongresses Telemedizin der Fachge­sellschaft DGTelemed an. Ihm zufolge sind inzwischen beinahe 80 Prozent der Arzt- und Zahnarztpraxen an die Telema­tik­infrastruktur (TI) angeschlossen und somit bereit für Telemedizin. Apotheken und Krankenhäuser müssten sich bis Ende 2020, Anfang 2021 anschließen. Auch Telekonsile und Videosprechstunden bilden aus BMG-Perspektive künftig wichtige Kom­ponenten, um Sektorengrenzen zu überwinden. Bis Mitte 2020 müssten zudem die Vo­raussetzungen für das elektronische Rezept in einer ersten Stufe, nämlich für die Arznei­mittelverschreibung, geschaffen werden.

Kooperativ für die Gesundheit

In Kooperation mit der Barmenia Krankenversicherung AG bietet die Bayerische ihren Kunden mit dem MediApp-Tarif eine telemedizinische Versorgung an (Telearzt). Kunden können zum Beispiel 24 Stunden am Tag auf erstklassige ärztliche Beratung bauen, unabhängig von den Öffnungszeiten der verpartnerten Praxen. Weiterhin ist es ihnen auch möglich, während Auslandsreisen mit deutschsprachigen Ärzten in Kontakt zu kommen. Ein paar weitere Benefits im Überblick:

  • keine Gesundheitsprüfung
  • keine Wartezeiten
  • monatliches Kündigungsrecht
  • Kinder bis 16 Jahre ab Geburt beitragsfrei mitversichert
  • als Einzelbaustein abschließbar, unabhängig von anderen Versicherungsprodukten

„Mit der Telearzt–Versorgung unseres Partners Barmenia erfüllen wir aktuell besonders drängende Bedürfnisse. Das ist konkrete Hilfeleistung, die jedem nutzt“, so Martin Gräfer, Vorstand Versicherungsgruppe die Bayerische in einer Pressemitteilung.

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