Auf dem Parkett der Frankfurter Börse geht es zurzeit wegen der grassierenden Corona-Pandemie hoch her. Die Märkte schwanken enorm, viele Branchen leiden unter den Auswirkungen des Virus.

Ein Thema, dass deshalb in den vergangen Tagen bei all der Medienaufmerksamkeit für Corona unterging: Sogar die Deutsche Börse hat das Thema Nachhaltigkeit erkannt. Und deshalb den Dax 50 ESG Index gebildet.

Deutsche Börse erkennt Zeichen der Zeit

“Die Realwirtschaft steht vor einem Transformationsprozess, und es liegt in der Verantwortung des Finanzsektors, diesen zu finanzieren. Indizes wie der DAX 50 ESG bieten dafür eine wichtige Grundlage”, erklärt Kristina Jeromin, verantwortlich für Nachhaltigkeit bei der Deutschen Börse, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Aber reicht das? Uwe Mahrt, Geschäftsführer von Pangaea Life, betont im Interview mit dem Finanz- und Börsenjournalisten Manuel Koch, dass fehlende Standards ein akutes Problem sind.

„Die Anbieter haben oft ganz eigene Definitionen von Nachhaltigkeit. Geht man beispielsweise nach dem Best-in-Class-Ansatz, wäre sogar ein Chemieriese wieder ein grünes Asset.“ – Uwe Mahrt, Geschäftsführer Pangaea Life

Deswegen hat die nachhaltige Tochter der Bayerischen einen eigenen Weg gewählt. Sie investiert über einen eigenen Fonds ausschließlich in Sachwerte, die im Bereich nachhaltige Energie angesiedelt sind. Etwa Wasserkraftwerke in Norwegen, Solarparks in Portugal oder Windparks in Dänemark. Die Performance des Fonds ist maßgeblich abhängig von langfristigen Stromverträgen und somit kurzfristigen Börsenentwicklungen nicht unterworfen. Gerade in unruhigen Zeiten wie diesen ein großer Vorteil für Anleger und Vorsorgende, die es lieber konstant mögen. Im aktuellen Pangaea Life Fact Sheet finden Vermittler einen Überblick über die Fondsentwicklung vor dem Corona-Hintergrund.

2020 als Jahr der Sachwerte?

Warum Sachwerte vielleicht die Anlegeklasse des Jahres 2020 werden, wie Verbraucher nachhaltige Finanzprodukte erkennen und ob es diese wirklich gibt, darüber sprechen Uwe Mahrt und Manuel Koch im Video-Interview.

Titelbild: ©Manuel Koch/Inside Wirtschaft