Versicherungsschutz für das Oktoberfest

Von |2017-09-26T16:36:04+02:0026. September 2017|Tags: , |

So ein Besuch beim größten Volksfest der Welt kann schon mal riskant sein. Am ersten Samstag des Oktoberfestes versorgten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes 480 Patienten auf dem Festgelände. Darunter lediglich 43 mit Alkoholvergiftungen. Besonders häufig sind dagegen Schnitte an den Händen, die beim oftmals heiteren Zusammenstoßen mit den dann zerbrochenen Maßkrügen entstehen. Die Scherben dieser unglücklichen Situation tun ihr übriges und verursachen Schnitte an den Füßen der Damen mit leichtem Schuhwerk. Lange hat es gedauert, bis ein Versicherer die prekäre Lage erkannte, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Aber nun ist sie da, die erste Police, die speziell vor Unfällen auf dem Oktoberfest schützt.

Herausgebracht hat sie die Bayerische Beamtenversicherung, kurz auch “Bayerische” genannt. Das Besondere ist, dass sie per Smartphone und auch tageweise abgeschlossen werden kann. Ein Schutz über 24 Stunden kostet 5,99 Euro. “Das Angebot ist optimal für Kurzentschlossene, die eine unbeschwerte Zeit auf der Wiesn verbringen möchten – mit dem beruhigenden Gefühl, abgesichert zu sein”, wirbt Martin Gräfer, der Chef der Bayerischen.

Sicher unterwegs auf dem Oktoberfest

Der „WiesnSchutz“ kann bequem per App gebucht werden und ist somit auch auf dem Fest noch abschließbar. Jedoch ist die Police nur für Personen mit einem Wohnsitz in Deutschland buchbar. Die vielen Touristen müssen sich zuhause versichern. Doch was steckt hinter der Versicherung und was deckt sie im Schadensfall ab?

Bei der Wiesn-Police handelt es sich um eine klassische Unfallversicherung. Sie deckt Schäden ab, für die eine Krankenversicherung nicht aufkommt. Bei bleibenden Unfallschäden sind es bis zu 50.000 Euro, bei einer kosmetischen Operation bis zu 10.000 Euro. Diese müsse aber nach einem Wiesn-Unfall notwendig sein, betont eine Sprecherin, “wenn jemand die Maß ins Gesicht bekommt oder so”. Wer sich schon immer mal die Nase begradigen lassen wollte, kann keine Leistungen erwarten.

Auf ins Bierzelt!

Neben der klassischen Unfallversicherung beinhaltet die Police auch einen Zahnschutz. Man weiß ja nie, an was man sich die Zähne ausbeißt! Selbst wenn die Fahrt in der „Wilden Maus“ mal wieder zu wild war und danach der locker in der Lederhose aufbewahrte Ausweis nicht mehr aufzufinden ist, springt der Versicherungsschutz mit bis zu 100 Euro ein. Auch wenn man nicht mehr ganz so nüchtern ist:

Immerhin leistet die Police auch bei Unfällen unter Alkoholeinfluss (also bei fast allen). Die Bayerische rät Besuchern dennoch, “verantwortungsvoll mit ihrem Bierkonsum umzugehen”. In den Versicherungsbedingungen steht zudem ein Passus, den Kunden unbedingt beachten sollten: Wer sich nach dem Wiesnbesuch ans Steuer eines Autos setzt, ist nur bis zur gesetzlichen Grenze von 0,5 Promille abgesichert.

Na dann, Prost und auf ein hoffentlich unfallfreies Oktoberfest!

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