Voice Search für Makler: Unverzichtbar oder Hype?

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Voice Search für Makler: Unverzichtbar oder Hype?

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Digitale Assistenten wie Alexa, Siri und Cortana werden immer beliebter. Besonders gerne setzen ihre Nutzer sie im Auto oder zu Hause ein, wenn sie die Hände voll haben oder sich nebenher auf andere Aktivitäten konzentrieren müssen.

Tun sich mit der Ausbreitung von digitalen Sprachassistenten neue Chancen für Makler auf, die sie noch nicht genug auf dem Schirm haben? Und wie können Makler dafür sorgen, dass andere Nutzer sie per Voice Search finden?

Voice Search entwickelt sich rasant

Aber Zunächst: Wie wichtig ist es für Vermittler, überhaupt per Voice Search gefunden zu werden? Wordstream schätzt, dass jeden Monat eine Milliarde Suchanfragen per Sprache eingingen (Stand Januar 2018). Im Laufe der nächsten vier Jahre prognostiziert Tractica ein Wachstum des Marktes für Digitale Sprachassistenten um das Vierfache. So viel dazu.

Infographic: VDA Enterprise Market Estimated to Triple in 4 Years | Statista

Quelle: Statista

Es mangelt an Vorbereitung

Allerdings sind Unternehmen kaum auf diese Entwicklung vorbereitet. Lediglich vier Prozent aller Unternehmen sorgen dafür, dass ihre Kunden sie per Voice-Search finden. Zu diesem Schluss kommt der Voice Search Readiness Report 2019 des Software- und Marketingunternehmens Uberall. Für die Ergebnisse prüfte Uberall die Basisdaten von Unternehmen, etwa die Auffindbarkeit einer Adresse, der Telefonnummer, der Website oder der Öffnungszeiten. Viele Unternehmen hätten demnach bereits Probleme mit den Basics – so seien bei 50 Prozent der untersuchten Unternehmen falsche oder gar keine Öffnungszeiten angegeben. Auch fehlende Ortsangaben oder eine Vernachlässigung von Bing seien gravierende Mängel. Denn Bing hat trotz seines Daseins im Schatten von Google erheblichen Einfluss auf viele windows-basierte Anwendungen und auf Cortana, berichtet t3n.

Infographic: Smart Assistants Are Getting Smarter | Statista

Quelle: Statista

So ranken Unternehmen höher

Der Kampf um die Top-Plätze bei Google und anderen Suchmaschinen wird in Zukunft noch relevanter und noch härter. Schon heute schaut nur ein Drittel über die ersten fünf Ergebnisse hinaus. Sprachassistenten machen sich dagegen nicht die Mühe, extra eine Liste auszugeben – für sie existiert nur das Top-Ergebnis. Darum ist es für Makler umso wichtiger, ihre eigene Webpräsenz dahingehend zu optimieren. Die folgenden Tipps können dabei helfen:

  • Vernachlässigen Sie Ihre Einträge bei „kleineren“ Suchmaschinen wie Bing, Yahoo und Yelp nicht
  • Ergänzen Sie, sofern noch nicht vorhanden, alle relevanten Daten bei Google My Business, damit Ihre Kunden Sie finden können
  • Sorgen Sie dafür, dass diese Angaben auf allen Plattformen und in sämtlichen Verzeichnissen einheitlich sind
  • Beantworten Sie mit Ihren Inhalten alle für Kunden relevanten W-Fragen

Die Maschine als Freund und Helfer

Weiterhin rät Uberall zu einer Optimierung der eigenen Inhalte. Denn während Nutzer früher bei Google lediglich Schlagworte eingegeben haben (zum Beispiel „Autohaus Flensburg“), suchen Kunden heutzutage in ganzen Sätzen. Logisch, immerhin ist es für 41 Prozent der sprechfähigen Assistenten einfach so, als würden sie mit einem Freund oder einer anderen Person sprechen, wenn sie Alexa oder Siri nach dem nächsten Restaurant fragen. Die Lösung: Sogenannte Longtail-Keywords, also Suchbegriffe, die in Sätzen formuliert sind. Außerdem können Makler eine FAQ-Seite erstellen, auf denen sie die grundlegenden Fragen bereits knapp beantworten.

Was hat der Makler davon?

Anhand der vorliegenden Daten ist ein Trend zur stetig weiterwachsenden Relevanz von Sprachassistenten und damit auch von Voice Search zu erkennen. Takevalue zeigt seit 2013 einen rapiden Anstieg von sprachbasierten Suchen. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Will ein Makler seine Sichtbarkeit im Netz erhöhen und von potenziellen Neukunden gefunden werden, bleibt es nicht aus, sich an die technischen Entwicklungen anzupassen.

Titelbild: © Leonid / Fotolia.com

Quellen: Wordstream, Takevalue, t3n, Uberall, Tele-Crew, Onlinemarketing.de, effektiv.com

Zum Autor:

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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