Böse Blicke, klare Worte und Standpunkte, die konträrer nicht sein könnten. Der Kracher am Weltwirtschaftsforum von Davos vom 21. bis 24. Januar wird voraussichtlich das erneute Aufeinandertreffen von Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg und Donald Trump sein. Dabei geht es um etwas viel Größeres als das mediale Ausschlachten zweier Weltberühmtheiten.

Wo die globale Wirtschaft tagt

Die beiden sind nur zwei von 3000 Teilnehmern, die im Luftkurort des Schweizer Kantons Graubünden erwartet werden. 53 Staats- und Regierungschefs haben zum Weltwirtschaftsforum zugesagt, dazu kommen 1700 Unternehmenschefs und die Vorstandsvorsitzenden von acht der zehn wertvollsten Unternehmen der Welt. Sonst wird hier um die Jahreszeit für gewöhnlich Wintersport betrieben, nun ist es Zeit für vier Tage Denksport – und das im Rahmen von 350 Sitzungen und Workshops.

Die wirtschaftlichen Geschicke des Planeten stehen auf der Agenda – unter dem Motto: „stakeholders for a cohesive and sustainable world“, übersetzt „Stakeholder für eine zusammenhängende und nachhaltige Welt“. Es geht also um alle, die im weiteren Sinne am Unternehmen ein Interesse haben. Nicht nur als Aktionär, sondern eben auch als Mitarbeiter oder Kunde. Ein Konzept, bei dem Geschäfte nicht nur den Interessen des Besitzenden, sondern dem Gemeinwohl dienen sollen.

Und was wünscht der Kunde?

Dass das Thema Nachhaltigkeit das Motto für eines der bekanntesten Treffen der internationalen Wirtschaftselite prägt, zeigt deutlich, wie hoch die Relevanz ist. Dazu dominieren die verheerenden Wetterereignisse in Australien die Schlagzeilen. Das hat nicht nur einen Effekt auf den direkten Konsum von Ernährung, Kleidung und Reisen. Auch in Sachen Vorsorge und Investments spielt Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtigere Rolle. Zahlen belegen das. Denn laut der Studie „Nachhaltige Versicherungen und Investments im Maklermarkt 2019“ ist jeder zweite Kunde „eher“ an grünen Investments und Policen interessiert. Aber nur 12 Prozent der Makler gaben an in diesem Feld „sehr aktiv“ zur sein. Hier schlummern eindeutig ungenutzt Potenziale.

Transparenz ist gefragt

Denn die Frage danach, was mit dem Geld passiert, das der Kunde investiert, wird zunehmend gestellt. Rüstung, Atomkraft und Fossile Energien haben längst einen schweren Stand. Vorsorgeprodukte mit klaren Anlagekriterien erleichtern dem Vermittler die Kommunikation mit Kunden. Deshalb tätigt der Pangaea Life Fonds ausschließlich Sachinvestments. Die Kundengelder wandern in konkrete erneuerbare Energieprojekte wie Windparks, Solaranlagen oder Wasserkraftwerke. Außerdem sind Investments in Industrien wie unter anderem Rüstung, Erdöl, Tabak, Atomkraft gänzlich ausgeschlossen. Als Makler ein solches Angebot mit im Portfolio zu haben ist im Jahr 2020 nicht nur von Vorteil, sondern von der Kundschaft auch gefordert.

Weiterbildung im Thema

Der Zukunftscampus der Bayerischen bietet im Februar die passende Plattform für Vermittler, die an Knowhow im Bereich nachhaltige Anlage interessiert sind. In sechs verschiedenen Städten haben Makler die Möglichkeit sich auf das geänderte Kundeninteresse im Jahr 2020 gemeinsam mit Kollegen vorzubereiten.

Mehr Informationen zur Anmeldung erhalten Vermittler hier.

Nichts anderes machen die Regierungschefs und die hohen Vorstände der Wirtschaft in den kommenden Tagen in Davos. Natürlich im größeren Stil. Aber das Ziel ist dasselbe: Sich weiterbilden, gegenseitig austauschen, Vertrauen entwickeln, sodass sie mutig genug sind neue Wege in Richtung Nachhaltigkeit mit Zukunftsperspektive für nachfolgende Generationen einzuschlagen. Und das zu 88 Prozent in Hybrid- und Elektrofahrzeugen – zumindest für vier Tage im Rahmen des Gipfels – irgendwo muss man ja mal anfangen.

Ein kleiner Impuls

Events mit einer starken Medienpräsenz wie das Weltwirtschaftsforum in Davos sind außerdem eine optimale Gelegenheit, um das Thema nachhaltige Geldanlage auch für die eigene Kommunikation zu nutzen. Vielleicht ein Newsletter an den Kundenverteiler? Oder eine Social Media Kampagne? Auch die gezielte Ansprache über das Business-Netzwerk LinkedIn, immerhin ist das Weltwirtschaftsforum ein Wirtschaftsevent, kann in diesem Kontext funktionieren.

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