Bürobetrieb erst wieder ab Juli 2021: Der US-Konzern Google zieht die Reißleine und will den regulären Betrieb erst im kommenden Jahr wieder aufnehmen. Das berichtet der Spiegel. In deutschen Unternehmen soll das Arbeiten von zu Hause aus ebenfalls die Norm werden. Doch der Versicherungsschutz ist nicht immer gegeben. Die Bayerische sucht eine Lösung: Eine neue Homeoffice-Versicherung, die sich speziell an kleine und mittlere Gewerbebetriebe richten soll.

Die Homeoffice-Revolution

In deutschen Unternehmen dürfte das Arbeiten von zu Hause aus ebenfalls zur Norm werden. Eine Untersuchung des Fraunhofer IAO in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) ergab, dass 70 Prozent der befragten Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice verlegt haben. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) führt Bewertungs- und Einstellungsgespräche virtuell durch. Drei von vier Unternehmen (72 Prozent) nehmen auf digitalem Weg Kundenkontakt auf. „Wir erleben ein großflächiges, bundesweites Experiment der Digitalisierung von Arbeit und Kooperation, dessen Veränderungsgeschwindigkeit bis vor kurzem noch undenkbar erschien“, erklärt die Studienleiterin Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer IAO in der Pressemeldung.

Infografik: Positive Aspekte am Homeoffice | Statista

Quelle: Statista

Versicherungsschutz mit Löchern

Allerdings gilt es beim Homeoffice auf den Versicherungsschutz zu achten. Denn das Homeoffice ist zwar als Arbeitsplatz anzusehen, jedoch sind dort nur alle Tätigkeiten versichert, die direkt mit dem Beruf des Homeoffice-Mitarbeiters zusammenhängen. Wenn ein Mitarbeiter etwa sein Kind zur Kita bringt und danach ins Homeoffice zurückkehrt, ist auf dem Weg nicht von der gesetzlichen Versicherung abgedeckt. Weitere Informationen über diese Lücke haben wir auf unserem Blog zusammengetragen.

Homeoffice-Police, das Produkt der Zukunft?

Wir reagieren auf diese Entwicklung und möchten den Bedarf für eine Homeoffice-Police ermitteln. Im Detail soll es sich um eine Kombinationsversicherung handeln, die verschiedene Bausteine umfasst. Je nachdem, welchen Schutz der Kunde benötigt, kann er sich einen individuellen Schutz zusammenstellen. Aktuell sind die folgenden Bausteine vorgesehen:

  • Unfall-Police Home
  • Elektronikversicherung Home
  • Cyber-Versicherung Home

Im Versicherungsschutz der Unfall-Police können zum Beispiel Leistungen für Invaliditätsschäden inbegriffen sein. Eine weitere Möglichkeit ist der Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung. Die Elektronikversicherung kann sämtliche elektronischen Geräte absichern, die der Mitarbeiter beruflich nutzt. Darüber hinaus ist auch eine Cyber-Police vorgesehen. Und die Vermittler können mitbestimmen – denn bei der Homeoffice-Police kommt es auch auf ihre Impulse an. Welche Aspekte sind Kunden im Gespräch besonders wichtig, wenn es um die Absicherung im Homeoffice geht? Wie sieht der Bedarf vonseiten der Kunden aus? Genau das wollen wir ermitteln.

Mit dem folgenden Link gelangen Interessierte zur Webseite der neuen Homeoffice-Police. Und unter der folgenden Kontaktadresse können Vermittler sich direkt bei der Bayerischen melden: gewerbe.underwriting@diebayerische.de

Wie hilft die zunehmende Digitalisierung dem Klimaschutz? Mehr dazu auf unserem Blog. Und welche Zusatzkosten entstehen im Homeoffice? Dazu haben wir den Steuerberater Martin Galdia befragt.

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